Indonesien: Schweres Erdbeben vor der Küste von Java – Viele Schäden, zwei Verletzte

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(Dieser Bericht wird laufend aktualisiert)

Ein schweres Erdbeben, das von den Indonesischen Behörden mit Magnitude 6.5 angegeben wird, ereignete sich heute Morgen um 06.14 Uhr MEZ vor der Südküste der Hauptinsel Java. Es war deutlich in weiten Teilen der Insel spürbar, die höchsten Intensitäten werden aus der Stadt Yogjakarta, 120 km westlich des Epizentrums gemeldet. Registriert wurde maximal Intensität VI, teilweise auch im Hinterland der Insel.

In weiten Teilen der Insel kam es zu Panik und Menschen rannten aus ihren Häusern. Im der Region Purworedjo sind laut Medienberichten mindestens 2 Häuser eingestürzt, betroffen sind die Dörfer Tangkisan und Krandegan.

Entlang der Küsten im Süden von Java, nahe der Stadt Kebumen, kam es zu Felsstürzen an einigen Klippen. In Kebumen selbst wurde eine Moschee schwer beschädigt. Im Dorf Wonoharjo wurden mehrere Häuser beschädigt, ebenso im Dorf Rowokele.

Eine Moschee stürzte im Dorf Kranggan ein und beschädigte dabei ein Nachbargebäude. Glücklicherweise hielt sich zur Zeit des Erdbebens niemand in der Moschee auf. Weitere Gebäude in Kranggan erlitten ebenfalls Schäden.

In der Region Banyumas sind insgesamt 93 Gebäude beschädigt worden, darunter ein Kindergarten und ein Schulgebäude. 17 Häuser sind eingestürzt.

48 beschädigte Häuser wurden im Bezirk Pekuncen (vor allem im Dorf Karanglewas) registriert, 17 sind eingestürzt. Zudem wurden 25 Häuser im Dorf Tumiyang, 16 in Pasiraman Lor, und je 3 in Candinegara und Cikembulan beschädigt.

Zwei Menschen wurden leicht verletzt.

Aus der Region Cilacap werden zur Zeit 21 beschädigte Häuser gemeldet, 3 von ihren sind eingestürzt. Davon befinden sich 16 Häuser im Dorf Adipala (3 eingestürzte), 2 Häuser in Bantasari, sowie je eines in Moas, Kesugihan und Majenang.

In der Stadt Kalipucang ist ein Mietshaus teilweise eingestürzt.

Zwei beschädigte Gebäude wurden bisher im Dorf Majaksingi gemeldet.

Leichte Schäden werden zur Zeit auch aus Yogjakarta gemeldet, wo Zeugen Risse in Häuserwänden beobachtet haben. Betroffen davon sind die Vororte Tirtohargo (5 Häuser) und Bantul (3 Häuser)

Aus der Großstadt Tasikmalaya im Westen von Java werden zerbrochene Fensterscheiben und allgemeine Panik gemeldet.

Für die Betroffenen des Erdbebens wurden vom Katastrophenschutz Hilfsgüter, vor allem Instant Nahrung geliefert.

Java

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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