Starkes Erdbeben im Osten von Aserbaidschan – 170 Familien evakuiert (Video)

Um 13.06 Uhr traf ein starkes Erdbeben mit Magnitude 5.4 die Kaukasusrepublik Aserbaidschan. Das Epizentrum lag im Osten des Landes, etwa 100 Kilometer von der Hauptstadt Baku entfernt. Die Erschütterungen waren auch stellenweise in den Nachbarstaaten Russland, Armenien, Iran und Georgien spürbar. Die Küstenstadt Sotschi am Schwarzen Meer, wo zur Zeit die Olympischen Winterspiele stattfinden, liegt 850 Kilometer entfernt und war somit vom Erdbeben nicht betroffen.

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Erdbeben dieser Stärke können in der Nähe des Epizentrums zu schweren Schäden führen. Eine Angabe, in welcher Tiefe das Beben stattfand, gibt es noch nicht.

Update 13.30 Uhr
Die Behörden des Nachbarlandes Iran geben dieses Erdbeben mit Magnitude 5.6 und einer Tiefe von 46 Kilometern an. Geofon nennt 5.4 und eine Tiefe von 67 Kilometern.

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Update 13.36 Uhr
In Aserbaidschanischen Medien wird das Erdbeben mit Magnitude 5.7 angegeben. Demnach lag die Tiefe bei 55 Kilometern. Dies ist harmloser als ein flaches Erdbeben, kann aber dennoch zu größeren Schäden führen.
In der Nähe des Epizentrums befinden sich viele Schlammvulkane.
Nach Zeugenangaben beim EMSC war das Beben auch noch in Teilen von Kasachstan am anderen Ufer des Kaspischen Meeres spürbar.

Aus Baku wird Intensität IV gemeldet, Schäden sind dabei nicht zu erwarten. Dennoch: Viele Menschen gingen auf die Straßen.

Update 17.48 Uhr
Es wird berichtet, dass mehrere Gebäude, vor allem ältere, bei dem Erdbeben beschädigt wurde. Einige davon schwer. Das nachfolgende Video stellt die Folgen dar.

Update 18.52 Uhr
Zur Zeit wird berichtet, dass etwa 170 Familien vom Erdbeben betroffen sind, und aufgrund der Schäden ihre Häuser / Wohnungen verlassen mussten. Details sind noch nicht bekannt. Informationen über Verletzte liegen noch nicht vor.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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