Leichte Erdbeben (M 2.6 und 3.2) nahe St. Pölten westlich von Wien

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Das aktuellste Update befindet sich am Ende des Berichtes

Zwei leichte Erdbeben haben sich heute Abend westlich von Wien, nahe der Stadt St. Polten ereignet. Das erste Erdbeben der Stärke 2.5 (Tiefe 6 km) traf die Stadt in Niederösterreich um 17.09 Uhr MEZ. Das Epizentrum lag 13 km westlich der Stadt und 9 km östlich des Ortes Melk. (Karten unterhalb dieses Berichtes)
Ein zweites Erdbeben wurde um 21.34 Uhr registriert. Dieses hatte nach ersten Angaben sogar Magnitude 2.7. Demnach lag das Epizentrum ebenfalls einige Kilometer westlich von St. Pölten. Die Daten des Erdbebens können in den kommenden Minuten korrigiert werden.

Beide Erdbeben waren deutlich spürbar. Bei Beben dieser Größenordnung sind aber keine Schäden zu erwarten.
Haben Sie das Erdbeben gespürt? Schreiben Sie bitte einen Kommentar und teilen Sie ihre Erlebnisse, oder benutzen Sie dieses Meldeformular!

Im Jahr 1590 war die Region um St. Pölten und Neulengbach Schauplatz eines schweren Erdbebens der Stärke 6 (geschätzt). Es verursachte schwere Schäden und war weit bis nach Ostdeutschland spürbar.

Update 21.55 Uhr
Wir erhielten einen Bericht von einen Zeugen aus Unterwölbling (13 km nördlich von St. Pölten), dass das zweite Erdbeben auch dort deutlich wahrnehmbar war.

Update 21.57 Uhr
ZAMG hat das zweite Erdbeben drastisch nach oben korrigiert. Demnach hatte es sogar Magnitude 3.4. Diese Daten sind jedoch noch immer nicht endgültig. Magnitude 3.4 kann bei einer flachen Tiefe zu leichten Gebäudeschäden führen.

Update 22.08 Uhr
Geofon listet das zweite Erdbeben nun mit Magnitude 3.0. Die Tiefe lag demnach bei 5 Kilometern.

Update 21.13 Uhr
Aus Zwentendorf an der Donau schrieb uns eine Zeugin:
„Das Haus vibrierte und es war so laut als ob wieder ein starker Sturm wäre. Aber keine Schäden bis jetzt“

Zwentendorf liegt nur knapp 30 Kilometer von Wien entfernt.

Update 22.21 Uhr
ZAMG gibt weiterhin den vorläufigen Wert Magnitude 3.4 an. Wir erwarten aber eine Korrektur nach Unten und eine Annäherung an die Daten von Geofon, anhand der Zeugenberichte, die uns bisher erreichten.
Demnach sei das Beben vergleichsweise schwach, aber erschreckend gewesen:
Oberwolbing: „Ca 21:34 wohne in einem 2 stöckigem Haus, hat sich angehört als würde eine Waschmaschine wie wild anfangen zu schleudern es wurde immer lauter und dann hat das Haus gewackelt!
Mein erstes Erdbeben das ich gespürt habe und es kann auch gerne das letzte bleiben!“

Update 22.28 Uhr
ZAMG hat nun das Beben auf Magnitude 3.2 korrigiert. Bei diesen Werten, und anhand der bisherigen Zeugenberichte denken wir nicht, dass es zu Gebäudeschäden gekommen ist.

Update 22.46 Uhr
Im Folgenden eine Grafik, in der das abgeschätzte Schüttergebiet (wo das Erdbeben spürbar war) eingezeichnet ist. (Basierend auf Zeugenberichten und Seitenaufrufen)

Schüttergebiet

Update 18. März 10.14 Uhr
Schäden hat es nicht gegeben, auch Nachbeben wurden bislang nicht registriert.

Hier noch zwei Zeugenberichte (Ein Dank für alle Einsendungen)

„Um 21 uhr 34 hörte ich einen dumpfen Knall,der mich an eine entfernte Explosion denken ließ.Meine Couch wackelte ein paar Sekunden hin und her und dann war auch alles schon wieder vorbei!An ein Erdbeben glaubte ich allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht!“ (Markersdorf an der Pielach)

„In St. Pölten – nähe Krankenhaus war das Erdbeben auch deutlich zu spüren. Es war so, als ob ein Bagger auf der Straße vorbeigefahren wäre.“

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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