Wieder schweres Erdbeben (M 7.5) vor der Küste der Salomonen – Warnung aufgehoben, Tsunami trifft Küsten der Salomonen und von Neukaledonien – 1 Toter, mehrere Verletzte

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Das aktuellste Update befindet sich am Ende des Berichtes

12. April, 23.49 Uhr / 13. April, 09.20 Uhr
Ein sehr starkes Erdbeben hat am späten Abend die Salomonen im Südpazifik erschüttert. Das Beben hatte nach korrigierten Angaben Magnitude 7,6 und ereignete sich vor der Küste der Insel Makira (San Cristobal). Für die Salomonen, Vanuatu und Papua Neuguinea wurde zwischenzeitlich eine Tsunami-Warnung herausgegeben, weshalb Menschen in höhere Gebiete flüchteten. Diese wurde später wieder aufgehoben. Auf Makira wurden mehrere größere Tsunamiwellen beobachtet, die die Küste trafen. Informationen über Schäden liegen nicht vor. Ein kleiner Tsunami von 3 Zentimetern höhe wurde auch auf der Insel Lata im Osten der Salomonen registriert, wo im vergangenen Jahr ein verheerender Tsunami mehrere Menschen tötete.

Auf den Salomonen hat es zuletzt heftige Regenfälle und Überschwemmungen gegeben.

Update 13. April 09.35 Uhr
Nach unbestätigten Meldungen hatte der Tsunami, der Makira getroffen hat, eine Wellenhöhe von 2.5 Metern. Andere Meldungen sprechen von 1-3 Meter hohen Tsunamiwellen. Ein Polizeisprecher meldete eine zwei Meter hohe Welle. Demnach habe er nur geringe Schäden verursacht.
Das Erdbeben selbst hat in der Regionalhauptstadt Kirakira viele Gebäude beschädigt. Ein Krankenhaus wurde wegen der Schäden evakuiert. Fairfax berichtet sogar von einigen eingestürzten Gebäuden.
Die Lage ist unübersichtlich. Rettungskräfte untersuchen zur Zeit, mit Unterstützung der Australischen Behörden, die Schäden auf der Insel.

Update 14.45 Uhr
Soeben hat es ein weiteres schweres Erdbeben vor der Küste von Makira gegeben. Es hatte nach vorläufigen Angaben Magnitude 7.7! Dabei besteht erneut die Gefahr eines Tsunamis. Eine entsprechende Warnung wird in Kürze ausgegeben. Das Epizentrum lag, ähnlich zum letzten Erdbeben, südlich der Insel.

Update 14.52 Uhr
Eine Tsunami-Warnung ist aktiv für die Salomonen, Papua-Neuguinea und Vanuatu!

Update 14.56 Uhr
Das Erdbeben wurde auf Magnitude 7.5 korrigiert. Da die Magnitude des neuen Bebens ähnlich dem des ersten Bebens ist, sind auch ähnliche Auswirkungen bezüglich Tsunami-Höhe und Schäden zu erwarten.

Update 14.58 Uhr
Beben Nummer 3 um 14.46 Uhr: Nach vorläufigen Angaben von Geofon Magnitude 7.2! USGS hat noch keine Daten.

Update 15.01 Uhr
Das dritte Erdbeben wurde auf Magnitude 5.7 heruntergestuft, somit geht davon keine neue Gefahr aus.
Eine Messboje vor der Küste von Makira bestätigt den neuen Tsunami, der sechste von Erdbeben verursachte in diesem Jahr.

Update 15.06 Uhr
Die ShakeMap ergibt Intensität VI für Kirakira, neue Schäden an bereits betroffenen Gebäuden sind wahrscheinlich, und MMI VII für den Süden der Insel.

Update 15.09 Uhr
Magnitude 7.4 wird nach erneuter Korrektur angegeben. Dies verringert das Risiko eines zerstörerischen Tsunamis weiter. GDACS erwartet, basierend auf M 7.5, auch nur eine Wellenhöhe von 50 Zentimetern. Wie auch immer, dies sind alles nur theoretische Daten und können von den realen Ergebnissen abweichen. Für das erste Erdbeben waren 80 Zentimeter berechnet worden. Am Ende wurden es mehrere Meter.

Update 15.21 Uhr
Die vom Pacific Tsunami Warning Center geschätzten Ankunftszeit der Welle. In den ersten 4 Orten, darunter Kirakira und Honiara, ist die Welle demnach bereits angekommen.

 LOCATION         FORECAST POINT     COORDINATES     ARRIVAL TIME
 --------------------------------    ------------    ------------
 SOLOMON ISLANDS  KIRAKIRA           10.4S 161.9E    1258Z 13 APR
                  SANTA_CRUZ_ISLA    10.9S 165.9E    1314Z 13 APR
                  AUKI                8.8S 160.6E    1318Z 13 APR
                  HONIARA             9.3S 160.0E    1324Z 13 APR
                  MUNDA               8.4S 157.2E    1336Z 13 APR
                  GHATERE             7.8S 159.2E    1341Z 13 APR
                  FALAMAE             7.4S 155.6E    1355Z 13 APR
                  PANGGOE             6.9S 157.2E    1359Z 13 APR
 VANUATU          ESPERITU_SANTO     15.1S 167.3E    1341Z 13 APR
 PAPUA NEW GUINE  WOODLARK_ISLAND     9.0S 152.9E    1408Z 13 APR
                  AMUN                6.0S 154.7E    1409Z 13 APR
                  KIETA               6.1S 155.6E    1418Z 13 APR

Update 15.40 Uhr
3 starke Nachbeben knapp unter Magnitude 6 wurden bereits registriert. Auch in den kommenden Stunden und Tagen ist mit weiteren Erdbeben dieser Größenordnung zu rechnen.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Informationen über Auswirkungen durch das neue Erdbeben. Auf den Salomonen ist es gerade Nacht, so dass eine Beurteilung der (neuen) Schäden noch schwieriger ist als ohnehin schon.

Update 16.02 Uhr
Die Tsunami-Warnung für Papua-Neuguinea und Vanuatu wurde aufgehoben. An der Küste von Nendo wurde erneut ein 3 Zentimeter hoher Tsunami registriert, genau wie vergangene Nacht. Von Makira gibt es noch keine Daten.

Update 16.45 Uhr
Die Tsunami-Warnung ist nun komplett aufgehoben, nach dem an den Küsten der Salomonen Wellen registriert worden. Hier die Daten des PTWC:

GAUGE LOCATION        LAT   LON    TIME        AMPL         PER
 -------------------  ----- ------  -----  ---------------  -----
 LIFOU NEW CALEDONIA  20.9S 167.3E  1430Z   0.16M /  0.5FT  06MIN
 HONIARA SB            9.4S 160.0E  1420Z   0.02M /  0.1FT  06MIN
 DART 55012           15.8S 158.5E  1343Z   0.01M /  0.0FT  06MIN
 LATA WHARF SB        10.7S 165.8E  1324Z   0.03M /  0.1FT  16MIN

Demnach wurde der höchste Tsunami (16 cm) in Neukaledonien (zu Frankreich gehörend) gemessen. Daten von Messstationen auf Makira liegen nicht vor.

Update 14. April, 19.35 Uhr
In Honiara wurden mehrere Menschen beim ersten Erdbeben verletzt, als sie in Panik eine Kirche verließen.
Das zweite Erdbeben verursachte neue Schäden auf Makira. Details sind weiterhin unbekannt.

Ein Mann in Temotu starb bei der Evakuierung vor dem Tsunami.

Salomonen

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Lukas Rentz

Lukas ist 18 und macht voraussichtlich 2018 sein Abitur an einem Gymnasium in Alzey. Anschließend soll ein Geologie-Studium folgen.

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