Gewaltiges Erdbeben in Chile; kleiner Überblick am Abend danach – Schweres Nachbeben, neuer Tsunami

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Aufgrund Zeitlicher PShakemaprobleme haben wir am Morgen die Berichterstattung zum Erdbeben in Chile eingestellt, da auch die Weltmedien ausführlich Berichteten. Wir werden aber hier die Ereignisse des Tages zusammenfassen.

Um 1.36 Uhr MESZ erschütterte ein Erdbeben den Norden von Chile. Das Erdbeben ereignete sich in einer Tiefe von 20 Kilometern und erreichte die Stärke 8,2. Direkt wurden Tsunamiwarnungen herausgegeben und Küstenlinien evakuiert. Kurz darauf trifft eine Tsunamiwelle mit einer Höhe von 2.11m die Küste, setzt diese unter Wasser und zerstört mehrere Boote im Hafen. Durch das Erdbeben, das eine Intensität von VIII erreichte wurden hunderte Gebäude zum Teil schwer beschädigt. An vielen stürzten Trümmer herab. Dadurch wurden mindestens 5 Personen getötet. Eine weitere starb an einem Herzinfarkt. Mindestens 13 Personen wurden leicht verletzt, 3 schwer. Allerdings wird diese Zahl noch weiter steigen. Durch das Erdbeben wurden auch viele Erdrutsche ausgelöst die die Evakuierungen erschwerten. Bisher gab es 35 starke Nachbeben, das stärkste hatte 6.2.

Bei dem Erdbeben handelt es sich um das stärkste in der Region seit 1868, damals zerstörte ein Erdbeben der Stärke 8.5-9.0 Arica. Durch das Heutige Beben brach ein kleiner Teil der Verwerfung auf, die seit damals Blockiert sind. Noch immer ist nicht die gesamte Spannung abgebaut, auch in den kommenden Jahrzehnten wird es weitere große Erdbeben geben.

Update 3. April
Ein neues, schweres Nachbeben mit Magnitude 7.6, sowie zwei starke mit M 6.4 und 6.1 trafen die Region in der Nacht. Intensität VIII wurde in Iquique und Arica regitriert, eine Tsunami-Warnung für Peru und Chile wurde kurzzeitig herausgegeben, es folgten Evakuierungen. Ein Überblick:

Aktueller Stand zum Nachbeben (M 7.6) in Chile:
– 15 Häuser eingestürzt, weitere beschädigt
– 1 Schwerverletzter nach einem Unfall mit einem betrunkenen Autofahrer (unbestätigt) wohl 200 Panikbedingte Leichtverletzte
– 74 cm hoher Tsunami in Iquique
– Evakuierungen in Peru und Chile
– Mehrere Erdrutsche

Aktueller Stand zum Hauptbeben (M 8.2) in Chile:
– 2500 Häuser beschädigt (7 in Peru)
– 70 Häuser eingestürzt, viele weitere einsturzgefährdet
– 1 Tempel in Peru und 9 Wohnhäuser eingestürzt, 81 Beschädigt
– 6 Tote, 17 Verletzte in Chile, 9 Verletzte in Peru
– Viele Erdrutsche und blockierte Straßen
– 2.11 m Tsunami in Iquique (Viele Boote zerstört, einige Häuser beschädigt.)
– Kleinere Wellen in Peru, Ecuador, Mexiko, Kalifornien, Hawaii, Japan (40 cm) und Französisch Polynesien

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Lukas Rentz

Lukas ist 18 und macht voraussichtlich 2018 sein Abitur an einem Gymnasium in Alzey. Anschließend soll ein Geologie-Studium folgen.

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