Zwei schwere Erdbeben bei Bougainville, Papua Neuguinea – 4 jähriges Mädchen getötet, 50 Häuser eingestürzt – Tsunami trifft Küste

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Ein schweres Erdbeben mit Magnitude 7.3 traf um 9.07 Uhr MESZ die Insel Bougainville, welche politisch zu Papua Neuguinea gehört. Das Erdbeben lag wenige Kilometer vor der südwestküste der Insel in einer Tiefe von 50 Kilometern. Es ist möglich, dass das Erdbeben auf der dünn besiedelten Insel zu Schäden führt, auch ein kleiner Tsunami könnte verursacht worden sein. USGS erwartet in weiten Teilen der Insel Intensität VII bis VIII.

Das Erdbeben geht auf eine kleine Subduktionszone zurück, welche sich bis zur Nachbarinsel New Britain erstreckt.

Auf Bougainville leben etwa 175000 Menschen, die meisten im Nordosten der Insel. Somit wären diese nicht von einem potentiellen Tsunami bedroht.

Update 10.26 Uhr
Um 10.16 Uhr MESZ hat es nach Angaben des USGS ein weiteres schweres Erdbeben gegeben, dieses hatte Magnitude 6.8 nach vorläufigen Angaben. Geofon gibt es mit M 6.2 an. Das Epizentrum lag weiter von der Küste entfernt als das Hauptbeben.

Im Dorf Buin im Süden der Insel wurden infolge des Hauptbebens zwei Wassertanks einer Schule zerstört und umgeworfen. Es liegen keine Meldungen vor, wonach dadurch Mensche zu schaden kamen.

Update 10.42 Uhr
Das Nachbeben wurde auf M 6.7 korrigiert. Intensität VII wurde auf der Insel registriert.

Update 14.25 Uhr
Mindestens 14 Häuser auf Bougainville sind nach vorläufigen Meldungen eingestürzt. Ein 4 jähriges Mädchen kam ums Leben, als es unter den Trümmern eines Hauses begraben wurde. Betroffen sind die Dörfer Kikimogu, Luaguo und Mongai. Auch im Dorf Torokina hat es Schäden gegeben. Genauere Informationen werden am frühen Morgen (Ortszeit) erwartet, wie ein lokaler Radiosender berichtet.

Update 12. April 07.01 Uhr
Der Schaden an der Infrastruktur auf Bougainville wird als „massiv“ beschrieben. Eine genaue Anzahl an eingestürzten Häusern ist noch nicht vorhanden. Ein kleiner Tsunami mit etwa 23 Zentimetern Wellenhöhe wurde bestätigt, richtete aber keine Schäden an.

Update 16. April
Insgesamt 50 Häuser wurden durch das Erdbeben zerstört. Informationen über weitere Todesopfer oder Verletzte gibt es nicht.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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