Mehrere Verletzte bei starken Erdbeben nahe Tokyo

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Ein starkes Erdbeben hat in der vergangenen Nacht die japanische Hauptstadt Tokyo erschüttert. Es ereignete sich um 22.18 Uhr MESZ und hatte laut JMA Magnitude 6.2. Das Epizentrum lag knapp 100 Kilometer südlich vom Stadtzentrum Tokyos im Pazifischen Ozean. Das Hypozentrum lag in etwa 160 Kilometern Tiefe.

In Tokyo war das Beben am stärksten spürbar. Der weiche Untergrund, auf dem die Stadt gebaut ist, lies Erdbebenintensität 5- in einigen Stadtbezirken zu. Entsprechend verängstigt waren die Einwohner. Eine Erdbebenfrühwarnung wurde aufgrund der kurzen Distanzen zum Epizentrum nicht herausgegeben.
Nach aktuellen Meldungen gab es im Großraum Tokyo keine größeren Gebäudeschäden, jedoch einige Verletzte:

Präfektur Tokyo: 9 Verletzte (Personen aus den Bezirken Shinjuku, Setagaja, Shinagawa, Daejeon, Kita und Machida)

Präfektur Kanagawa: 5 Verletzte (4 aus Yokohama und 1 aus Kawasaki)

Präfektur Chiba: 2 Verletzte (je eine Person aus den Bezirken Kisarazu und Ichikawa)

Präfektur Saitama: 1 Verletzter aus Tokorozama

Ursache der (überwiegend leichten) Verletzungen sind Hauptsächlich Stürze bei der Flucht aus dem Haus, oder auch Treffer von herabfallenden Gegenständen (so zum Beispiel eine 86-jährige Frau aus Ichikawa, die dadurch am Auge verletzt wurde). Alle Personen wurden ins Krankenhaus gebracht.

Das Erdbeben hatte keine Auswirkungen auf Strom- und Wasserversorgung. Flughäfen, Straßen und Atomkraftwerke wurden nicht beschädigt und es wurden auch keine weiteren Vorfälle gemeldet.

Ursprung des Erdbebens ist die Subduktionszone vor der Ostküste Japans, die auch das Beben um März 2011 hervorgebracht hat.

Japan

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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