Ecuador: Moderates Erdbeben nahe Quito – Viele Erdrutsche am Stadtrand – Mindestens 3 Todesopfer

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Etwa 30 Kilometer nordöstlich vom Zentrum der ecuadorianischen Hauptstadt Quito kam es am Abend zu einem moderaten Erdbeben. Ersten Angaben von Geofon zufolge hatte dieses Magnitude 4.9. Offenbar fand das Beben in flacher Tiefe statt, genaue Daten dazu gibt es noch nicht.

Das Erdbeben ereignete sich um 21.58 Uhr MESZ am Fuße des Vulkans Cayambe. Bei flachen Erdbeben dieser Stärke kann es rund ums Epizentrum zu größeren Schäden kommen. Im Jahr 1990 starben 4 Menschen bei einem Erdbeben der Stärke 5.

In Quito war das Erdbeben deutlich spürbar. Zeugen beschreiben es mit moderater Intensität und relativ lang andauernd. Ein leichtes Nachbeben war spürbar.

Update:
Nach USGS Angaben lag das Epizentrum deutlich näher an Quito: Nur etwa 22 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. (Siehe Karte) Es wird Magnitude 5.1 und eine Tiefe von 7.7 Kilometern angegeben.

Update:
Die Angaben der Erdbebenbehörde von Ecuador ist noch gefährlicher: Magnitude 5.2 und eine Tiefe von 5 Kilometern. Das Nachbeben hatte Magnitude 4.3.

Update 22.47 Uhr
In der Innenstadt von Quito wurden mehrere Gebäude evakuiert. Aus den Vororten werden verbreitet Erdrutsche gemeldet. @elcomerciocom zeigt auf Twitter diverse Bilder. Mehrere Straßen wurden durch die Erdrutsche beschädigt.

Update 23.01 Uhr
Der Flughafen von Quito, sowie weitere öffentliche Gebäude wurden zur Überprüfung auf mögliche Schäden geschlossen.

Update 23.19 Uhr
Es gibt unbestätigte Meldungen, wonach mindestens zwei Menschen von einem der Erdrutsche getötet wurden.

Update 23.28 Uhr
Die beiden Todesopfer stammen aus der Region Catequilla. 8 Weitere Menschen sollen dort verletzt worden sein. Vier wurden durch den Erdrutsch in einem Steinbruch eingeschlossen.

Update 23.40 Uhr
Aus Quito wurden nun die ersten Schäden gemeldet, die direkt durch das Erdbeben entstanden sind. Bisher handelt es sich nur um rissige Häuser, wobei es unbestätigte Meldungen über eingestürzte Gebäude gibt.

Update 23.58 Uhr
18 Verletzte durch die Erdrutsche sind bestätigt. Inoffizielle Meldungen sprechen teilweise von 3, bzw. 5 Todesopfern.

Update 13. August 08.25 Uhr
Neue Details zu den Auswirkungen wurden bekannt. Mindestens vier Menschen starb im illegalen Steinbruch, der beim Erdbeben zusammenbrach und einen gewaltigen Erdrutsch verursachte. Einige gelten weiterhin als vermisst. Zur Anzahl der Verletzten (8, bzw. 18) gibt es widersprüchliche Meldungen.

Ein fünftes Todesopfer stammt aus dem Stadtteil San Isidro de El Inca. Es handelt sich um ein 4-jähriges Kind, das von umstürzenden Säcken Reis erschlagen wurde.

In Quito wurden mindestens 64 Gebäude vom Erdbeben teils schwer beschädigt. Nach Zeugenaussagen sollen sich unter teils eingestürzten Gebäudeteilen noch Menschen befinden. Dies wurde noch nicht bestätigt.

Mindestens 25 Nachbeben waren seit dem Hauptbeben spürbar.

Update 15. August
Nach Korrektur der offiziellen Daten (diem meisten Vermissten, bzw totgeglaubten Personen wurden unverletzt aufgefunden) liegt die Zahl der Todesopfer bei drei. Das Kind und zwei Arbeiter im Steinbruch.

584 Gebäude in Quito wurden durch das Beben beschädigt.

Quito

 

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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