Alaska: Starkes Erdbeben erschüttert Anchorage und verursacht leichte Schäden

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Am Donnerstag Abend MESZ wurde die Region um Anchorage, der größten Stadt des US Bundesstaates Alaska, von einem starken Erdbeben erschüttert. Magnitude 6.2 wird vom US Geological Survey angegeben. Das Hypozentrum des Bebens lag in etwa 100 Kilometern Tiefe. Trotz dieser Tiefe war das Erdbeben vor allem in er 130 Kilometer entfernten Großstadt spürbar. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit wurden die Erschütterungen verstärkt. Laut ShakeMap gab es Intensität VI, Zeugen nennen Intensität VII. Dies blieb nicht ohne Folgen. Teilweise war das Erdbeben so stark, dass selbst die sonst erdbebenerfahrenen Bewohner in Panik gerieten und aus ihren Häusern rannten. Öffentliche Gebäude wurden evakuiert. In Büros und Wohnungen stürzten Schränke um, Gegenstände wurden von Regalen geschleudert. In Supermärkten entstanden dadurch einige Verluste. An Autos und Gebäuden wurden Alarmanlagen ausgelöst. Größere Gebäudeschäden wurden nicht festgestellt. An einigen Decken lösten sich Teile der Verkleidung und stürzten hinab. Aus Privathäusern werden kleine Risse in Wänden gemeldet.

Eine Schule und eine Bücherei wurden geschlossen, um Schäden untersuchen zu lassen, nachdem einige Schüler nur knapp von herabstürzenden Deckenteilen verfehlt wurden. Verletzt wurde zum Glück niemand. Eine erste Überprüfung von Brücken und Infrastruktur hat ergeben, dass keine nennenswerten Schäden auftraten. Auf den Straßen im Hinterland von Anchorage wurden stellenweise kleine Steinschläge beobachtet. Autos wurden dadurch nicht beschädigt.

Am Karfreitag 1964 wurde Alaska vom sogenannten Karfreitagsbeben erschüttert, mit Magnitude 9.2 das stärkste jemals registrierte Erdbeben in den Vereinigten Staaten. Dieses verursachte vor allem in Anchorage erhebliche Sachschäden.

Anchorage

 

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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