Rumänien: Erdbebenschwarm in Galati lebt nach einem Jahr erneut auf

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Bahnt sich eine Wiederholung des Horrorfilms an, der sich letztes Jahr in der rumänischen Region Galati abgespielt hat? Dies fragen sich seit einigen Tagen die Menschen der betroffenen Region. Denn seit einigen Wochen nehmen die Mikrobeben wieder zu. Je näher der Jahrestag kommt, umso mehr werden es.

Rückblick: Hunderte kleine Erdbeben, davon 30 zwischen M 3.0 und 4.0, erschütterten Ende September und Anfang Oktober die Region Galati nahe der Grenze zu Moldawien. Eine Reihe von Sekundäreffekten (seltsame Geräusche und Gerüche, Risse und Löcher im Boden, etc.) machten die Beben umso furchterregender. Viele Häuser in Dörfern nahe des Epizentrums wurden durch den Schwarm teils schwer beschädigt.

Zuletzt sind neue Erdbeben in der selben Region spürbar gewesen. Erste Mikrobeben, sowie ein einzelnes mit Magnitude 3.0 gab es bereits im August, ein Beben der Stärke 2.1 trat am 8. September ein, gefolgt von vier Beben mit M 1.4 am 11. September. Die neuesten Erdbeben, Magnitude 1.1, 1.3 und 1.8 traten vergangene Nacht auf und ließen die meisten Menschen schlaflos zurück. Einige Einwohner berichten bereits von neuen Rissen in ihren Häusern, wie antena3.ro berichtet. Die Angst vor weiteren Beben ist vorhanden.

Über die Ursache des Schwarmes 2013 gibt es auch heute noch keine offizielle Erklärung. Starke Niederschläge gelten nach Behördenangaben als wahrscheinlichste Ursache. Einige Forscher und fast alle Betroffene geben der Erdgas- und Erdölförderung (teils mit Hilfe der Fracking Methode) nördlich von Galati die Schuld. Eine dritte aktuelle Theorie, wonach Galati Erdbeben Vorläuferphänomene für ein starkes Erdbeben in der Vrancea Seismic Zone sind, geht von tektonischen Ursachen aus. Dafür würde sprechen, dass der Schwarm 2013 praktisch mit einem M 5.6 in Vrancea endete.

Sicher ist nur, dass die Angst vor einer Wiederholung des letzten Jahres und die Verluste der Menschen mit jeden neuen Erdbeben weiter wachsen.

Galati

 

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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