Erneut starkes Erdbeben in der Grenzregion von Iran und Irak – Mindestens 19 Verletzte – Spürbar bis Kuwait

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Bereits im August diesen Jahres wurde die iranische Region Ilam an der Grenze zum Iran von einem starken Erdbebenschwarm erschüttert. Mehrere Erdbeben teils über Magnitude 6 zerstörten tausende Häuser, verletzten hunderte Menschen.
Die letzten Wochen verliefen ruhig, einige Häuser wurden wieder aufgebaut. Nun der nächste Schlag. Um 15.36 Uhr MESZ ereignete sich ein Erdbeben der Stärke 5.6, nach Angaben der iranischen Erdbebenbehörde. Das Hypozentrum lag in 10 Kilometern Tiefe. Das Epizentrum ist fast identisch zu denen im Spätsommer. Es ist wahrscheinlich, dass es weitere / neue schwere Schäden gab, wovon vor allem die neu errichteten / wieder aufgebauten Häuser betroffen sind.
Im Sommer kam es zu keinen Todesopfern, da es ein größeres Vorbeben vor dem ersten Hauptbeben gab, das die Menschen aus ihren Häusern trieb.
Auch vor 5 Stunden war dies der Fall, als ein Erdbeben der Stärke 4.0 Ilam erschütterte. Ob auch diesmal die Warnung richtig interpretiert wurde, werden die nächsten Stunden zeigen.

Update 16.02 Uhr
Minuten nach dem Hauptbeben bereits das erste moderate Nachbeben, Magnitude 4.3 wird angegeben. Gut möglich, dass sich das ganze zu einer ähnlichen Situation wie im August entwickelt, und weitere große Erdbeben drohen.

Update 16.27 Uhr
Zur Zeit noch keine Meldungen über Schäden. Teams des Roten Halbmondes, die sich seit August in der Region aufhalten, haben bereits mit der Suche nach möglichen Schäden und Opfern begonnen.
Die Erschütterungen des Bebens waren auch in Bagdad und Kuwait spürbar, wenn auch nur mit geringer Intensität.

Update 16.40 Uhr
Es werden 4 verletzte Personen gemeldet. Details zu ihrem Zustand wurden nicht bekannt. Rund um das Epizentrum befinden sich nach Angaben des Roten Halbmondes 12 Dörfer, in denen nach Schäden und Opfern gesucht wird.
Die Arbeit wird durch mehrere Erdrutsche erschwert, die Straßen blockierten.

Update 16.50 Uhr
Die vier verletzten Personen wurden in Krankenhäuser gebracht. Für Betroffene werden zu Zeit Zelte ins Erdbebengebiet geliefert, wo die kommenden Nächte verbracht werden sollen. Statistiken zur Anzahl der beschädigten oder zerstörten Häuser gibt es noch nicht.

Update 16.54 Uhr
Tasnimnews meldet, dass mindestens 5 Personen wegen Verletzungen medizinisch betreut werden.

Update 17.33 Uhr
Nach neuen Meldungen wurden mindestens 19 Menschen verletzt. 4 von ihnen sind Schüler, die durch die entstandenen Schäden an ihrer Schule verletzt wurden. 8 Menschen wurden auf den Straßen von herabfallenden Felsbrocken verletzt.

Update 18.16 Uhr
Eine erste gute Nachricht aus dem Erdbebengebiet: Helfer konnten die wichtigsten Zufahrtsstraßen von Geröll- und Erdmassen befreien, so dass der Weg für Hilfsgüter frei ist.

wird fortgesetzt…

Iran

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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