Griechenland: Sieben moderate Erdbeben in 48 Stunden

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Mit einer signifikanten Häufung von moderaten Erdbeben machte in den letzten beiden Tagen Griechenland auf sich aufmerksam. Innerhalb von knapp 48 Stunden wurden insgesamt sieben Erdbeben aufgezeichnet, deren Magnituden größer als 4 waren. Zwei davon in der vergangenen Nacht waren auch in der Hauptstadt spürbar.

Begonnen hat diese „Phase hoher Aktivität“ am Nachmittag des 2. Oktober mit zwei Erdbeben der Stärke 4.4 nördlich der Insel Karpathos im Osten des Hellenischen Bogens. Die Epizentren lagen dabei etwa 20 Kilometer von der Küste entfernt. Die Beben verursachten keine Schäden.

Die übrigen Beben wurden innerhalb von 24 Stunden registriert. Besonders erschreckend für Betroffene war das Beben der Stärke 4.7 gestern um 17.12 Uhr MESZ im Nordwesten des Peloponnes, nahe der Großstadt Patras, die bereits in der vergangenen Woche Schauplatz eines Erdbebnschwarmes war, allerdings (erneut) ohne Schäden durch die Erschütterungen. Die Auswirkungen des Erdbebens waren auch in Athen spürbar. Für viele Bewohner besorgniserregend: Das Epizentrum war nahezu identisch mit dem eines Magnitude 6.4 Erdbeben im Jahr 2008. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben. Nach Ansicht von Seismologen besteht jedoch kein Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen.
Sieben Stunden später, kurz nach Mitternacht MESZ, traf es die Insel Kreta. Das dortige Beben war mit Magnitude 4.9 das (bisher) stärkste dieser aktiven Periode. Da das Epizentrum aber dutzende Kilometer vor der Südküste der Insel lag, kam es weder zu Schäden, noch zu nennenswerten Intensitäten.
Anders beim fünften Erdbeben, welches um 2.12 Uhr heute Morgen erneut den Peloponnes traf. Diesmal lag das Epizentrum im Zentrum der Halbinsel, Magnitude 4.5 wurde von den griechischen Behörden angegeben. Es war das zweite Erdbeben, was in Athen und fast überall auf der Halbinsel spürbar war. Meldungen über Schäden gab es nicht.
Die beiden (bisher) letzten Erdbeben ereigneten sich wieder am Hellenischen Bogen, genauer gesagt im Umfeld von Kreta. Zuerst wieder weit südlich der Insel (M 4.2), wo es bereits in der letzten Woche zwei moderate Erdbeben gab, und als letztes im Osten der Insel. Dieses Beben mit M 4.5 hatte sein Epizentrum direkt an der Küste, weshalb es auch im Umfeld deutlich spürbar war. Aufgrund der moderaten Tiefe von 30 Kilometern war die Intensität jedoch abgeschwächt, somit ist nicht mit Schäden zu rechnen.

Alle diese Ereignisse fanden unabhängig voneinander statt. Man kann in dem Fall nicht von Haupt- bzw. Nachbebenaktivität reden, da die Epizentrum weit auseinander lagen.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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