Schweres Erdbeben vor der Küste von Mittelamerika – Drei Tote und Gebäudeschäden in El Salvador – Ein Toter in Honduras – Ein Verletzter, 4 zerstörte Gebäude in Nicaragua

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Ein schweres Erdbeben mit Magnitude 7.4 erschütterte Nach Angaben von USGS am Morgen weite eile von Mittelamerika. Das Beben ereignete sich gegen 05.51 Uhr MESZ. Das Epizentrum lag vor der Küste der Länder Honduras, El Salvador und Nicaragua. Eine Tiefe von 24 Kilometern wird von den Behörden El Salvadors angegeben. In allen dreien wurden hohe Intensitäten gemessen, vor allem in den Küstenregionen.

Das Pacific Tsunami Warning Center hat eine Warnung vor gefährlichen Tsunamis für diese drei Länder herausgegeben.

Auch das Erdbeben selbst kann zu schweren Schäden führen. Bis nach Costa Rica, Guatemala und Teile von Mexiko waren die Erschütterungen spürbar. Intensität VII wurde rund um den Golf von Fonseca registriert. Dort leben etwa 200000 Menschen. Es muss mit Opfern gerechnet werden.

Zur Zeit melden die Behörden noch keine größeren Schäden, bis auf einzelne Stromausfälle in El Salvador. Ähnliche Meldungen gibt es aus Teilen von Managua. (Nicaragua)

Update 06.51 Uhr
Das Pacific Tsunami Warning Center hat die Tsunamiwarnung aufgehoben.

Update 07.02 Uhr
Aus San Miguel (El Salvador) gibt es erste Meldungen über Schäden. Mehrere Mauern sollen eingestürzt und Häuser beschädigt worden sein. Dort kam ein Mann ums Leben, als er von einem umstürzenden Telefonmast getroffen wurde.

Update 07.18 Uhr:
Auch in anderen Städten El Salvadors gibt es nun erste Meldungen über Schäden.
Zur Zeit ist es Nacht in Mittelamerika, so dass eine Erfassung der Schäden schwieriger ist.

Aus Nicaragua und Honduras gibt es noch keine Meldungen. Die dortigen Regierungen haben Betroffene zur Ruhe ermahnt und auf mögliche starke Nachbeben hingewiesen.

Update 08.09 Uhr:
El Salvador: Weitere Gemeinden, vor allem im Osten des Landes, melden Schäden durch das Erdbeben. Eine wichtige Straße musste komplett gesperrt werden, da ein größerer Erdrutsch diese unpassierbar machte.
Bei dem bisher einzigen bestätigten Todesopfer handelte es sich um einen Obdachlosen, der auf dem Bürgersteig schlief und im Schlaf vom umstürzenden Mast erschlagen wurde.
Nicaragua: Präsident Ortega hat angekündigt, dass öffentliche Gebäude, vor allem Schulen, in weiten Teilen des Landes geschlossen bleiben, bis diese auf Schäden untersucht wurden und keine Bedrohung festgestellt wird. In der Stadt Leon gibt es erste Berichte von Gebäudeschäden. Meldungen über Verletzte gibt es nicht, aber mehrere Menschen wurden mit Nervenzusammenbrüchen in Kliniken eingeliefert.
Honduras: Keine Meldungen über Gebäudeschäden bisher. Jedoch traten auch im Süden von Honduras Stromausfälle auf.
Guatemala: Das Beben war fast im ganzen Land spürbar, die Regierung rechnet aber nicht mit Schäden.

Update 08.42 Uhr (El Salvador)San Miguel
Die Region San Miguel scheint am schlimmsten vom Erdbeben betroffen zu sein. Viele Mauern stürzten ein, in Häusern bildeten sich Risse. Die ganze Stadt und das Umland ist ohne Strom, was Rettungsarbeiten erschwert. Auch eines der Krankenhäuser der Stadt wurde beschädigt. Zur Zeit gibt es keine Meldungen über Verletzte.
Außerhalb der Stadt wurden mehrere Straßen von Erdrutschen blockiert.

Update 08.52 Uhr (El Salavdor)
Größere Gebäudeschäden gibt es auch in der Region Usulutan, westlich von San Miguel. Dort besonders betroffen: Die Städte Berlín und Alegria, wo mehrere Gebäude teilweise eingestürzt sind. Die Verbindungsstraßen zur Regionalhauptstadt sind teilweise durch Erdrutsche unterbrochen.

Update 08.57 Uhr (Mexiko)
Es gibt unbestätigte Meldungen, wonach an der Küste von Chiapas ein kleiner Tsunami beobachtet wurde, ohne dass es zu Schäden gekommen ist.

Update 09.27 Uhr (Honduras)
Nach unbestätigten Meldungen wurden mehrere Menschen im Süden von Honduras verletzt. Ursache der Verletzungen ist wahrscheinlich die Panik, die beim Erdbeben entstanden ist.

Update 15.28 Uhr (Nicaragua)
Das Departamento Leon meldet die meisten Schäden im Land. Es gab Schäden am Dach einer Kirche in der Stadt Quezalguaque, 10 weitere Häuser wurden dort beschädigt.
Wegen Stromausfälle mussten mehrere Krankenhäuser in Leon (Department) evakuiert werden.
Kleinere Gebäudeschäden gibt es in den Städten León, Masaya, El Crucero und Palacagüina.

Update 15.40 Uhr (El Salvador)
Krankenhäuser in San Miguel und Santiago de Maria melden den Tod von zwei weiteren Personen, verursacht durch Herzinfarkte bedingt durch das Erdbeben. Offiziell vom Katastrophenschutz bestätigt sind diese Opfer aber noch nicht.

Update 19.31 Uhr (Nicaragua)
Es ist weiterhin eine Situation, in der das ganze Ausmaß der Schäden noch nicht bekannt ist. Große Verwüstungen hat es nicht gegeben, aber verbreitet leichte Schäden. So sagte ein Regierungsvertreter der Region Leon aus, dass etwa 2000 Gebäude leichte Schäden erlitten haben sollen.

Update 15. Oktober, 07.59 Uhr
Honduras: Ein 32 jähriger Mann aus Callejas de Cedeño starb an einem Herzinfarkt. Weitere Opfer oder Schäden wurden von der Regierung bisher nicht bestätigt.
El Salvador: Schäden an 18 Häusern (davon 4 schwer, eines eingestürzt) und 13 Schulen, sowie anderen öffentlichen Gebäuden wurden von den Behörden bestätigt. 5 der betroffenen Gebäude stehen in San Salvador. Verletze durch das Erdbeben hat es nicht gegeben.
Nicaragua: 4 Gebäude im Westen des Landes wurden beim Erdbeben zerstört. 33 weitere schwer beschädigt. Über die Zahl der Gebäude mit kleinere Schäden wurde noch nichts bekannt. Ein Kind wurde verletzt, als es von einer umstürzenden Mauer getroffen wurde. 173 Personen mussten ihre Häuser verlassen.

laufende Updates…

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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