Schweres Erdbeben im Norden von Indonesien löst kleinen Tsunami aus – Schäden an Gebäuden in Sulawesi – Zerstörung durch Nachbeben

Infolge eines schweren Erdbebens um 2.31 Uhr MEZ wurde  Tsunamialarm für Teile Indonesiens ausgerufen. Das Erdbeben hatte nach Angaben der Indonesischen Behörden Magnitude 7.3. Sein Epizentrum lag zwischen den Inseln Sulawesi und Halmahera. Für 15 Regionen entlang der Küsten wurden zwischenzeitlich Warnungen vor bis zu einem Meter hohe Wellen ausgegeben.

Die Erschütterungen selbst waren auf beiden Inseln, sowie im Süden der Philippinen spürbar. Aus der Region Ternate kamen erste unbestätigte Meldungen über einen kleinen Tsunami. Angaben zur Höhe wurden nicht gemacht. Schäden gab es nicht.

Größere Auswirkungen hatte das Erdbeben im Norden von Sulawesi. Speziell die Region Manado war betroffen. In weiten Teilen der Region fiel der Strom aus. Ersten Schätzungen zufolge wurden mehrere hundert Gebäude beschädigt. Teilweise seien Mauern eingestürzt. Auch Schulen und Krankenhäuser waren betroffen. Meldungen über Verletzte gibt es nicht. Größere Schäden blieben offenbar aufgrund der Distanz zwischen Epizentrum und Küstenlinie aus.

Knapp 30 Minuten nach dem Hauptbeben (3.08 Uhr MEZ) traf ein weiteres starkes Erdbeben Teile von Sulawesi. Es wird mit Magnitude 6.3 angegeben, sein Epizentrum lag südlich der Halbinsel Minahasa.
Dieses dauerte bis zu einer Minute und habe auf Sulawesi weitere Schäden verursacht. In vielen Gebäuden an der Südküste der Halbinsel bildeten sich Risse. Einzelne Meldungen geben an, dass ein paar Häuser eingestürzt sind. Weitere Informationen dazu gibt es noch nicht, ebenso Meldungen über Verletzte.
Ob dieses Erdbeben mit dem stärkeren Minuten zuvor zusammenhängt, ist nicht klar.

Im Zuge der Nachbebenserie waren weitere Erdbeben auf Sulawesi und Halmahera spürbar.

Update: An der Küste von Minahasa wurden kleine Tsunamiwellen mit einer maximalen Amplitude von 9 Zentimetern registriert. Schäden verursachten diese nicht.

Sulawesi

 

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.