China: Schwere Schäden nach Erdbeben in Yunnan

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Yunnan, die Region mit den meisten schädlichen Erdbeben weltweit, war bislang ziemlich ruhig im Jahr 2015. Keine Erdbeben über Magnitude 4, keine Schäden traten auf. Dies änderte sich vergangene Nacht.

Das Erdbeben erreichte nach Angaben der chinesischen Behörden Magnitude 4.4. Die Tiefe lag bei 6 Kilometern. Betroffen war der Landkreis Mojiang im Osten der Kreisfreien Stadt Pu’er nahe der Grenze zu Laos. In mindestens 22 Dörfern rund um das Epizentrum traten Schäden auf. Insgesamt zählten Rettunskräfte, die nach dem Erdbeben in die Region entsandt wurden, 3374 beschädigte Haushalte. 276 Häuser wurden schwer beschädigt. Mehr als 10.000 Menschen waren betroffen. Nach ersten Angaben gab es keine Verletzten. Die Situation wird zur Zeit weiter überprüft. Betroffene Familien werden mit Hilfsgütern versorgt.

Neben Schäden an Häusern war auch die Infrastruktur betroffen. Mehr als 5 km Straßen und 3 km Wasserleitungen erlitten Schäden, meist durch Erdrutsche.

Yunnan ist eine der Region von China, in der die meisten Erdbeben auftreten, meist in flacher Tiefe. Aufgrund instabiler Bauweise mit Lehmziegeln, einer dichten Besiedlung und einen teils steilen Relief verursachen selbst moderate Erdbeben immer wieder teils schwere Schäden und Erdrutsche. Allein im vergangenen Jahr traten 14 solcher Erdbeben auf, wobei 731 Menschen ums Leben kamen und 3612 verletzt wurden. Die meisten (729 Tote und 3143 Verletzte) bei einem Erdbeben der Stärke 6.6 am 3. August.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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