Serie von Erdbeben erschüttert Teile von Syrien und der Türkei

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Innerhalb weniger Stunden wurde das östliche Mittelmeer, speziell die Regionen um Türkei und Syrien, von einer Reihe moderater Erdbeben erschüttert.
Die ersten Beben traten gestern am späten Abend zwischen 23 Uhr und Mitternacht MEZ in der Provinz Tunceli im Nordosten des Landes auf. Schwarmartig ereigneten sich sechs Beben innerhalb dieser Zeit, die beiden stärksten mit M3.6 und M4.1. Die Hypozentren lagen in etwa 15 km Tiefe Lokale Behörden melden, dass die Erdbeben deutlich spürbar waren. Schäden an Gebäuden traten aber nicht auf. Auch Bahnstrecken wurden inspiziert ohne dass Schäden gefunden wurden.

Um 4.25 Uhr MEZ wurde heute Morgen ein Erdbeben im Osten von Syrien in der Region Al Rakka auf. Es wird mit Magnitude 4.4 angegeben, das Epizentrum lag nahe der Stadt Deir ez Zor. Meldungen über Schäden gibt es nicht.

Mit Magnitude 4.6 stark spürbar war ein Erdbeben um 5.02 Uhr MEZ im Süden der Türkei (Provinz Hatay) nahe der Grenze zu Syrien. Vor allem in der nahe gelegenen Stadt Samandag verursachten die Erschütterungen Panik und viele Menschen Menschen verließen ihre Häuser. Es folgten über Stunden mehrere spürbare Nachbeben. Schäden wurden bisher nicht registriert. Die Tiefe von 26 Kilometern verringert die Bedrohung, die ein Erdbeben dieser Stärke in der Regel hat.

Nur leicht spürbar war ein Beben der Stärke 4.3 um 6.31 Uhr MEZ in der Region Mugla. Das Epizentrum lag 200 km südlich der Küste.

Am Morgen wurde mit Magnitude 4.5 ein weiteres moderates Beben verzeichnet, diesmal trat es die Region Antalya nahe der Stadt Korkuteli. Mit 5 Kilometern Tiefe war dieses Erdbeben sehr flach. Aus der dünn besiedelten Epizentralregion gibt es zur Zeit noch keine Meldungen über Schäden, bei diesen Magnituden kann es in der Türkei aber immer zu beschädigten Häusern kommen. In Antalya selbst wurde das Beben nicht wahrgenommen. Die Stadt liegt 70 km südöstlich vom Epizentrum.

Die vielen Erdbeben innerhalb kurzer Zeit verursachten Besorgnis bei vielen Bewohnern. Behörden erklärten, dass ein direkter Zusammenhang zwischen all diesen Erdbeben nicht zu erkennen sei. Aber es können nicht ausgeschlossen, dass es weitere Beben gibt. Vor allem der Region Hatay wird für die Zukunft ein hohes Gefahrenpotential zugeschrieben.

Türke

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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