Drei Verletzte bei Erdbeben im Westen des Iran

In der westiranischen Provinz Ilam trat am Morgen ein moderates Erdbeben auf. Nach Angaben der Iranischen Seismologiebehörde ereignete es sich um 9.04 Uhr MEZ und hatte Magnitude 4.8. Die Tiefe des Bebens lag bei 9 km. Das Epizentrum lag nordwestlich der Stadt Dehloran in einer dünn besiedelten Bergregion nahe der Grenze zum Irak.
Rettungskräfte wurden nach dem Beben in Alarmbereitschaft versetzt und Teams in mehrere abgelegene Dörfer nahe de Epizentrums entsandt. Nach ersten Angaben traten dort, vor allem an Wohnhäusern, einige Schäden auf. Das Ausmaß der Schäden und die Auswirkungen auf Verwaltungs- und andere öffentliche Gebäude wird zur Zeit untersucht. Mindestens eine Person wurde beim Erdbeben verletzt. Dabei handelt es sich um einen Schüler, der mit einer Kopfverletzung in ein Krankenhaus in Dehloran eingeliefert wurde.

Update 16.16 Uhr
Die Zahl der Verletzten ist auf drei gestiegen. Alle werden in Krankenhäusern behandelt. Viele Gebäude wurden beschädigt, einige teils schwer.

Ilam wurde im vergangenen Jahr von einer lang anhaltenden Erdbebenserie erschüttert. Die Epizentren der Beben, die bis Magnitude 6.2 reichten, lagen östlich von Dehloran. Hunderte Menschen wurden im Laufe des Jahres verletzt, tausende Häuser zerstört. Ein neues Erdbeben der Stärke 4 am 5. Januar verursachte Panik, dabei wurden zwei Menschen verletzt.

Ilam

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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