Mindestens 20 Verletzte bei Erdbeben im Norden von Pakistan

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Etwa 100 km nördlich der Pakistanischen Hauptstadt Islamabad trat am späten Donnerstagabend um 22.59 Uhr MEZ ein starkes Erdbeben auf. Lokale Behörden geben es mit Magnitude 5.8 an, das Hypozentrum lag demnach in 32 km Tiefe. USGS registrierte Magnitude 5.4. Das Epizentrum im dicht besiedelten Disrikt Mansehra im Osten der Region Khyber Pakhtunkhwar. Die Erschütterungen waren auch in Islamabad und anderen großen Städten im Norden des Landes spürbar.
Lokale Medien berichten, dass durch das Erdbeben, dem zwei Nachbeben mit M3.1 und 4.0 folgten, große Schäden entstanden sind. Mehr als 20 Häuser wurden nach ersten Angaben zerstört. Viele weitere beschädigt. Mindestens 15 Personen mussten wegen Verletzungen in Krankenhäuser behandelt werden. Über die Schwere der Verletzungen wurden zunächst keine Angaben gemacht. Meldungen über Todesopfer gibt es noch nicht. Es ist zu befürchten, dass die Schadenssumme und die Zahl der Verletzten höher ist. Öffentliche Gebäude, vor allem Schulen, wurden für mehrere Tage geschlossen.

Update 08.59 Uhr
Die Zahl der Verletzten ist auf mindestens 20 gestiegen. Die meisten dieser Menschen wurden von herabstürzenden Trümmern oder umstürzenden Wänden getroffen. Auch Nachbeben sollen neue Schäden verursacht haben.

Mansehra war die Region, wo das Epizentrum des Magnitude 7.6 Erdbebens im Jahr 2005 lag. Dabei starben in Pakistan, Indien und Afghanistan mehr als 80.000 Menschen. Viele Orte wurden vollständig zerstört.

Pakistan

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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