Erdgasförderung Groningen: Erstes Erdbeben im deutschen Wattenmeer

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Seit Jahren kommt es aufgrund der Erdgasförderung rund um die Stadt Groningen im Norden der Niederlande zu Erdbeben, immer wieder auch zu deutlich spürbaren, die Schäden verursachen. Dabei wurden häufig Beben beobachtet, die nur unweit (15 – 20 km) von der deutschen Grenze stattfanden. Einzelne, im Umfeld der Stadt Delfzijl, mit knapp 5 km Entfernung sogar in „Sichtweite“.

Nun fand das erste Erdbeben auf deutschem Staatsgebiet statt.
Nach Angaben des Königlichen Niederländischen Meteorologische Institut (KNMI) trat das Beben am 31. Januar um 17.21 Uhr auf. Das Epizentrum lag im Wattenmeer im Bereich der Emsmündung, ein Kilometer vor der Küste der Gemeinde Krummhörn (Landkreis Aurich). Es wird mit Magnitude 1.7 angegeben, eine Größenordnung, bei der induzierte Beben in flacher Tiefe (3 km) für den Menschen spürbar sein können. Schäden sind dabei nicht zu erwarten.

Ob dieses Erdbeben ein Einzelfall bleibt, oder ob auch die Menschen in Aurich und Emden nun mit häufigeren Erdbeben zu rechnen haben, wird sich zeigen.

Update
Die Lage des Epizentrums wurde korrigiert. Demnach lag es nicht auf deutschem Staatsgebiet sondern einige Kilometer vor der Niederländischen Küste. Dennoch bleibt es das Beben, welches Deutschland bisher am nächsten kam.

Aurich

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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