Papua-Neuguinea: Zwei schwere Erdbeben auf Neubritannien (New Britain) – Kleiner Tsunami und leichte Schäden

Update 2. Mai 08.41 Uhr
PNGloop berichtet, dass mehrere Häuser in abgelegenen Dörfern vom Erdbeben zerstört wurden. Aufgrund von Nachbeben befinden sich die meisten Menschen im Freien. Verletzt wurde beim Beben niemand. Der Tsunami wurde an mehreren Inseln beobachtet. Größere Auswirkungen hatte dieser aber nicht.

Update 12.56 Uhr
Nach Angaben Nachrichtenagentur NBC (Papua Neuguinea) verursachte das heutige Erdbeben einen kleine Tsunami, der eine Straße nahe der Stadt Rabaul beschädigte. Schäden durch das Erdbeben werden nicht gemeldet.
Lokale Medien melden, dass beim Erdbeben gestern einige Gebäude beschädigt wurden. Zudem fiel in mehreren Regionen der Strom aus. Wassertanks, aus denen Dörfer ihr Trinkwasser beziehen, wurden beschädigt.

Update 01. Mai, 10.12 Uhr
Vor wenigen Minuten trat an gleicher Stelle ein zweites, noch stärkeres Erdbeben auf. Erste Angaben des USGS nennen Magnitude 6.8. Geofon nennt Magnitude 6.7. Das Beben ereignete sich um 10.06 Uhr MESZ.

Es ist nicht bekannt, dass das gestrige Erdbeben zu Schäden geführt hat. Die Region New Britain ist nur sehr dünn besiedelt. Erdbeben über Magnitude 7 an Land haben immer das Potential Häuser zu zerstören. Weitreichende Tsunamigefahr besteht nicht. Die Entstehung eines kleinen lokalen Tsunamis kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Das Pacific Tsunami Warning Center gab für die Küste von Papua-Neuguinea ein Warnung heraus.


 

Ein Monat, nachdem ein schweres Erdbeben mit Magnitude 7.5 einen kleinen Tsunami vor der Küste der Insel auslöse, trat heute um 12.45 Uhr ein weiteres schweres Erdbeben einigen dutzend Kilometer westlich auf. Magnitude 6.6 hatte es nach Angaben des Geoforschungszentrum Potsdam. USGS gibt Magnitude 6.8 an. Das Epizentrum lag demnach auf der Insel in einer sehr dünn besiedelten Regionen.
Tsunamigefahr geht von diesem Erdbeben nicht aus. In den wenigen Dörfern nahe des Epizentrums kann es zu Schäden infolge des Erdbebens kommen.

Papua-Neuguinea ist eines der Länder weltweit mit der höchsten Erdbebenaktivität. Schäden gibt es aufgrund der niedrigen Bevölkerungsdichte und der erdbebensicheren Bauweise nur selten.

 

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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