Schweres Erdbeben erschüttert Taiwan und Japan – Ein Toter in Taipeh

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Mit Magnitude 6.3, laut Taiwanesischer Meteorologiebehörde, bzw M6.8 laut Japanischer Meteorologiebehörde war es das stärkste Erdbeben, das Taiwan in diesem Jahr traf. Das Epizentrum des Erdbebens lag im Pazifik zwischen Taiwan und der japanischen Insel Yonaguni, jeweils 70 km von der Küste entfernt.
Auf ganz Taiwan war das Erdbeben deutlich spürbar. Die höchste Intensität 4 wurde rund im Taipeh, sowie in der Region Yilan aufgezeichnet. Auch auf der japanischen Insel wurde Intensität 4 registriert.

Das Erdbeben dauerte etwa 30 Sekunden. An mehreren Stellen kam es zu Störungen bei Bahnlinien. Wasserrohrbrüche und gebrochene Gasleitungen verursachten Schäden. Viele Gebäude, vor allem Schulen wurden evakuiert. Stellenweise standen Straßen unter Wasser. In Neu Taipeh kam es wegen einer Explosion eines Stromverteilers zu einem Brand, bei dem eine Person getötet und eine weitere verletzt wurde.
Gebäudeschäden waren relativ gering. Bisher meldet die Feuerwehr oberflächliche Schäden an mehreren Schulgebäuden, sowie einem Parkhaus in Taipeh. Durch technische Störungen wurden zudem mehrere Fahrzeuge zerstört. Die Untersuchung der Schäden ist weiter im Gange.

Eine zwischenzeitliche Tsunami Advisory, ausgegeben von der Japanischen Meteorologiebehörde, wurde nach kurzer Zeit wieder aufgehoben. Tsunamiwellen wurden nicht beobachtet.

Update 17.19 Uhr
Drei weitere starke Erdbeben traten im Tagesverlauf vor der taiwanesischen Küste auf. Magnitude 5.5, 5.8 und 5.7 gibt die Meteorologibehörde für diese Beben an. De Epizentren lagen teilweise näher an der Insel. Das dritte der Erdbeben deutlich südlicher als die vorherigen, weshalb die höchste Intensität (4) in der Region Hualien registriert wurde.
Auch auf japanischen Staatsgebiet waren die beiden letzten Erdbeben spürbar. JMA gibt diese mit M5.9 und 6.4 an. In keinem der Fälle kam es zu einer Tsunami Advisory.
Neue Schäden hat es durch die Erdbeben nach aktuellen Meldungen nicht gegeben. Weitere Details zu den Schäden des Hauptbebens wurden bekannt. Ernste waren nicht dabei. Keine weiteren Häuser sind den Erdbeben oder Sekundäreffekten zum Opfer gefallen, Menschen wurden nicht verletzt. In Japan gab es keine Schäden.

Behörden warnten vor weiteren, möglichen starken Nachbeben, die einige Tage anhalten könnten.

Taiwan

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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