Tote und Verletzte bei Erdbeben im Osten des Kongo

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Eine Serie von drei Erdbeben, zwei davon stark, erschütterte in der Nacht zu Freitag den Osten von Afrika. Das Epizentrum der Erdbeben lag am Kivusee im Osten der Demokratischen Republik Kongo, nahe der Grenzen zu Burundi und Ruanda. Nach Angaben des USGS erreichten die ersten Beben um 2.25 Uhr und 2.28 Uhr MESZ Magnitude 5.8 und 5.5. Zeugen berichten von einem dritten, deutlich schwächeren Erdbeben kurz vor 3 Uhr MESZ. Bis in die Hauptstädte Kigali (Ruanda) und Bujumbura (Burundi), sowie im Südwesten von Uganda waren die Erschütterungen wahrnehmbar, ebenso in der Großstadt Goma am Fuß des Nyiragongo, wo einige Bewohner einen neuen Vulkanausbruch fürchteten.
In der Nähe der Stadt Bukavu südlich des Epizentrums stürzte durch das erste Erdbeben ein Haus nahe des Flughafens ein. Zwei Kinder, die sich im Haus befanden, wurden erschlagen. Sechs weitere Personen sollen in der Region verletzt worden sein, davon drei schwer. Mehrere Gebäude stürzten komplett ein. Aus den Nachbarländern gibt es noch keine Informationen über Schäden, außer stellenweise Stromausfälle.

Update 12:21 Uhr
Auch aus Ruanda werden schwere Schäden gemeldet. In den Distrikten Rusizi, Rubavu und Rutsiro (in der Westprovinz von Ruanda) sollen mehrere Häuser zerstört worden sein. Mehrere Personen wurden dabei verletzt. Informationen über Opfer gibt es nicht.
Aus dem Kongo häufen sich ebenfalls die Schadensmeldungen. In der Stadt Kabare im Nordwesten von Bukavu wurden demnach viele Gebäude zerstört. Ein drittes Todesopfer wurde in der Stadt Katana registriert. Dabei soll es sich um einen Polizisten handeln, der von einer umstürzenden Wand erschlagen wurde.

Update 12.55 Uhr
Bewohner berichten, dass die beiden getöteten Kinder bereits vor dem Erdbeben bei einem Hausbrand ums Leben gekommen sein sollen. Bestätigt ist dies nicht. Behörden von Süd-Kivu untersuchen weiterhin die Schäden, die durch die Erdbeben verursacht wurden.

Update 13:34 Uhr
In der Stadt Kalehe, die sich direkt nördlich vom Epizentrum befindet, wurden nach ersten Bewertungen mindestens 45 Häuser zerstört. Zwei Menschen sind ums Leben gekommen. Weitere Informationen liegen noch nicht vor.

Kongo

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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