Starkes Erdbeben im Nordwesten von Aserbaidschan – Mindestens ein Todesopfer, mehrere Gebäude schwer beschädigt

Share Button

Update 18:09 Uhr: 

Bei dem Erdbeben wurden mindestens 140 Gebäude beschädigt. 80 von ihnen in der Region Oguz und 60 in Sheki, 40 von ihnen im Ort Turan. Die meisten der Gebäude wurde schwer beschädigt. In Qäbälä blieb es bei Stromausfällen.

Update 12:32 Uhr: 

Die Zahl der Verletzten in Agdash ist auf 14 gestiegen. 12 Personen werden wegen Panikattacken behandelt, der Zustand der schwer Verletzten Frauen ist stabil. In der Stadt Sheki entstanden Schäden an der Historischen Stadtmauer, dort bildeten sich Risse und einzelne Teile stürzten herab.

Update 11:30 Uhr: 

In der Region Agdash südlich des Epizentrum wurden zwei Frauen schwer Verletzt. Die Frauen (62 und 29 Jahre alt) erlitten Schwere Kopfverletzungen als sie aus einem Fenster im zweiten Stock eines Hauses sprangen.

Update 10:25 Uhr:

In 10 Dörfern sind infolge des Erdbebens Schäden aufgetreten. Große Risse und Teilweise eingestürzte Wände werden gemeldet. Eine Schule in Armenien hat den Unterricht abgebrochen, um das Gebäude auf Schäden zu untersuchen. Mehrere Menschen werden wegen Panikattacken behandelt. Die Türkei hat Aserbaidschan Hilfe angeboten.

Update 08:45 Uhr: 

Ein Todesfall wird aus der Region Goycay gemeldet. Dort stürzte eine 28 jährige Frau durch die Erschütterungen in einen Brunnen, in dem gerade eine Pumpstation in Betrieb war. Die Frau starb vermutlich an einem Stromschlag.
In Sheki ist nach neuen Meldungen mindestens ein älteres Gebäude bei dem Erdbeben eingestürzt. Weitere wurden teils schwer beschädigt.

Update 08.31 Uhr
Der Mingecevir Staudamm südlich des Epizentrums wird zur Zeit vom Betreiber untersucht, um Meldungen über Risse in der Staumauer nachzugehen.

Update 08.01 Uhr
In der Stadt Sheki etwa 30 km nordwestlich des Epizentrums traten nach ersten Behördenangaben an mehreren Gebäuden Risse auf. Die Schäden werden zur Zeit genauer untersucht. Einzelne Fälle von größeren Schäden traten in umliegenden Dörfern auf.
Viele Menschen evakuierten ihre Häuser nach dem Beben. Verletzte werden bisher nicht gemeldet.

 

Originalmeldung:
Freitagmorgen erschütterte ein starkes Erdbeben weite Teile der Kaukasusregion. Es trat um 6.49 MESZ im Nordwesten von Aserbaidschan auf. Das Epizentrum lag dabei in der Region Oguz, 40 km westlich der Stadt Qäbälä. Laut Erdbebendienst von Aserbaidschan erreichte es Magnitude 5.9, das Hypozentrum lag in 13 km Tiefe.
Die Erschütterungen waren nahezu im gesamten Land einschließlich der Hauptstadt Baku spürbar. Auch die Nachbarländer Russland (Republik Dagestan), Georgien und Armenien waren betroffen. In Tiflis und Jerewan wurden jeweils geringe Intensitäten verzeichnet, mit größeren Schäden ist dort nicht zu rechnen.
Für die Epizentralregion kann das Beben sehr gefährlich sein. Dort ist mit Schäden und Verletzten zu rechnen.Zuletzt trat dort im Jahr 1999 ein Erdbeben der Stärke 5.4 auf. Dabei wurde eine Person getötet und mindestens 18 weitere verletzt.

Aufgrund der Kollision der Arabischen und der Eurasischen Platte kommt es im Kaukasus immer wieder zu teils schweren Erdbeben. Das wohl bekannteste verwüstete im Jahr 2000 die aserbaudschanische Hauptstadt Baku. Es erreichte Magnitude 6.8 und tötete dutzende Menschen.
Deutlich verheerender: Ein Magnitude 6.2 Erdbeben nahe der armenischen Stadt Spitak im Jahr 1988. Spitak wurde nahezu vollständig zerstört und zehntausende Menschen verloren ihr Leben.

Aser

Beiträge der gleichen Kategorie

Schäden nach Erdbebenserie auf Bali Bali - Während Bewohner und Touristen im Osten von Bali eine Eruption des Vulkans Gunung Agung fürchten, leben Einwohner des Dorfes Tejakula an der No...
Erdbebenserie in Bengkulu Artikel ursprünglich vom 16. Oktober, 14:20 UhrIndonesien - Bei einer Erdbebenserie in der indonesischen Provinz Bengkulu sind am Montag (16.) dut...
Erdbebenschwarm auf Lembata Indonesien - Mehrere Erdbeben haben in den vergangenen Tagen die Bewohner der indonesischen Insel Lembata verängstigt und Ängste vor einem Vulkanausbr...
1500 Erdbeben in vier Tagen – Schwere Schäde... Indonesien - Mehr als 600 Erdbeben haben in den letzten 48 Stunden die indonesische Insel Halmahera im Norden des Landes erschüttert. Es handelt sich ...
The following two tabs change content below.

Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)