Tote nach Erdbeben im Norden von Argentinien

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Update 18. Oktober 14.40 Uhr
53 Menschen in El Galpon wurden durch das Erdbeben verletzt. Bei vielen von ihnen handelt es sich um leichte Verletzungen, vor allem Schnittwunden und Prellungen. Insgesamt 80 Häuser wurden durch das Beben irreparabel beschädigt oder komplett zerstört. Mehr als 100 weitere erlitten leichte Schäden.
Die beschädigte Schule, in der für gewöhnlich 800 Kinder unterrichtet werden, bleibt bis auf weiteres geschlossen. der Unterricht wird bis dahin in eine andere Schule verlegt. Der Wiederaufbau soll im März 2016 abgeschlossen sein.
Für die meisten der Bewohner wurde die Strom- und Wasserversorgung inzwischen wieder hergestellt. Betroffene Familien wurden in Notunterkünften untergebracht.

Update 17.50 Uhr
Bei dem zweiten Todesopfer handelt es sich um eine falsche Meldung. Zwischenzeitlich waren falsche Informationen über noch zwei Todesopfer bekannt geworden. Auch die Meldung, dass Menschen unter den Trümmern der Schule vermisst werden, war offenbar falsch.
Die Situation ist weiterhin unübersichtlich. In El Galpon sind inzwischen erste Hilfslieferungen eingetroffen. Auch Vertreter der Regierung sind im Erdbebengebiet um sich die Lage anzuschauen. 15 Gebäude sollen komplett zerstört worden sein, viele weitere beschädigt. Zu der genauen Zahl der Verletzten gibt es weiterhin keine gesicherten Informationen. Das einzig bestätigte Todesopfer war eine 94 jährige bettlägerige Frau, die von ihrem einstürzenden Haus erschlagen wurde.
Vertreter der Stadt bezeichnen die Situation im Allgemeinen als „glücklich“. Wäre das Erdbeben 24 Stunden früher aufgetreten, wären dutzende Schüler in der Schule gewesen, als diese einstürzte.

Update 17.00 Uhr
Die Zahl der Verletzten ist auf 30 gestiegen. Die Krankenhausleitung widerspricht der Meldung eines zweiten Opfers.

Update 16.01 Uhr
Ein Sprecher der Lokalregierung bestätigte ein zweites Todesopfer. Die Person soll unter den Trümmern der eingestürzten Schule gefunden worden sein, wo noch mehrere Personen vermisst werden.
Da auch das Krankenhaus von El Galpon schwere Schäden erlitten hat, können einige Verletzte zur Zeit nicht behandelt werden. Die Regierung von Salta hat medizinische Hilfe bereitgestellt.

Update 15.38 Uhr
Nach einer ersten Zählung wurden mindestens 10 Gebäude zerstört. 15 Personen wurden mindestens verletzt. Die Zahlen könnten weiter steigen.
Der Bürgermeister von El Galpón hat die Regierung um Unterstützung gebeten, da die lokale Infrastruktur stark betroffen ist. Der Gouverneur von Salta hat bereits angekündigt, im Laufe des Tages in das Erdbebengebiet zu reisen.
Durch den Ausfall von Strom- und Wasserversorgung wird die Situation erschwert.

Update 15.16 Uhr
Durch das Erdbeben wurden im Dorf El Galpón mehrere Gebäude zerstört. Dächer von Häusern, sowie von einer Schule stürzten ein. Eine 80 jährige Frau wurde tödlich verletzt, als das Dach einstürzte. Mehrere Personen sollen noch unter den Trümmern begraben sein. Mindestens 10 weitere Menschen konnten bisher verletzt aus eingestürzten Gebäuden gerettet werden.
Nach unbestätigten Meldungen traten Schäden an einem Staudamm auf.

Originalmeldung
Argentinien
– Ein starkes Erdbeben hat am Samstag die Provinz Salta im Norden von Argentinien erschüttert. Es trat nach Angaben des USGS um 13.33 Uhr MESZ 20 Kilometer südöstlich des Dorfes El Galpón auf und erreichte Magnitude 5.9. Das Hypozentrum lag in flacher Tiefe. Auch in den umliegenden Provinzen Tucuman, Santiago del Estero und Jujuy, sowie in der Provinzhauptstadt Salta waren die Erschütterungen spürbar. Meldungen aus El Galpón gibt es zur Zeit noch nicht. Aufgrund der geringen Distanz zum Epizentrum sind dort Schäden möglich. Die Epizentralregion ist insgesamt sehr dünn besiedelt mit etwa 13.000 Bewohnern im Umkreis von 30 Kilometern. Somit sind größere Verluste und Schäden unwahrscheinlich.

Ursache des Erdbebens ist eine von vielen lokalen Störungszonen, die auf der Ostseite der Anden verlaufen. Da viele von ihnen nahe Großstädten liegen, kann es dort auch immer wieder zu katastrophalen Folgen kommen. Im Jahr 1944 starben 8000 Menschen bei einem schweren Erdbeben in der Provinz San Juan. Salta wurde zuletzt am 27. Februar 2010 von einem starken Erdbeben getroffen. Dieses erreichte Magnitude 6.3 und hatte den Tod von zwei Menschen zur Folge. Das Epizentrum lag damals nahe der Provinzhauptstadt.

Salta

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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