Drittes Erdbeben in Kleinpolen – Neue Schäden

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Polen – Zum dritten Mal innerhalb von weniger als zwei Monaten hat es im Dorf Libiaz zwischen Kattowitz und Krakau ein moderates Erdbeben gegeben – in einer bis dato trotz Bergbau relativ inaktiven Region. Das Erdbeben um 0.28 Uhr MEZ erreichte nach ersten Angaben des Geoforschungszentrum Potsdam Magnitude 3.7. Polnische Behörden sprechen zur Zeit von Stärke 4. Die Erschütterungen waren auch in den Nachbargemeinden Auschwitz Chrzanow deutlich spürbar. Viele Menschen wurden aus dem Schlaf gerissen.

Bereits am 30. September und 20. Oktober hatte es Erdbeben gegeben, die jeweils Magnitude 3.7 erreichten. Im September wurden 135 Gebäude, im Oktober 76 weitere durch die Beben beschädigt. Der Betrieb am Steinkohlebergwerk Janina wurde für einige Tage eingestellt.

In der Nacht gingen bei Feuerwehr und Polizei dutzende Anrufe besorgter Anwohner ein. Bereits zehnmal musste die Feuerwehr wegen zerstörter Schornsteine und beschädigter Mauern ausrücken – neunmal in Libiaz und einmal in Alwernia. Weitere Informationen über die Schäden werden im Tagesverlauf erwartet.

Behörden beteuerten bereits mehrfach, das vom Bergwerk keine erhöhte Erdbebengefahr ausgeht. Der erneute Schock veranlasste die Betreiber, die Lage Schächte genauer zu bewerten.

Libiaz

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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