150 Verletzte bei Erdbeben nahe Awassa

Äthiopien – Bei einem moderaten Erdbeben nahe der Großstadt Awassa (Hawassa) wurden nach Angaben lokaler Medien dutzende Personen verletzt. Das Beben, welches von Geofon mit Magnitude 4.2 angegeben wird, trat am Sonntagabend um 19.34 Uhr MEZ auf. Das Epizentrum lag demnach wenige Kilometer südwestlich der Stadt am Rand des Awassa-Sees. In der Stadt wurden die Erschütterungen deutlich verspürt. Viele Anwohner rannten in Panik auf die Straßen. Betroffene berichten, dass das Beben stark genug war um Objekte von Regalen zu werden. An mehreren Gebäuden in der Stadt bildeten sich Risse. Zudem brach die Stromversorgung an manchen Orten zusammen.
Aufgrund der Panik wurden dutzende Menschen verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Vor allem Studenten der Universität Awassa waren betroffen, als in der Universitätsbibliothek eine Massenpanik ausbrach. Über die Schwere der Verletzungen und das genaue Ausmaß der Schäden ist zur Zeit wenig bekannt.
Mehrere kleinere Nachbeben folgten noch am Sonntagabend.

Update 20.27 Uhr
Der Bürgermeister von Awassa bestätigte, dass etwa 100 Studenten in der Massenpanik verletzt wurden. 50 weitere Verletzte wurden aus dem Rest der Stadt gemeldet. Nur wenige von ihnen müssten mit Knochenbrüchen länger im Krankenhaus behandelt werden.

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Awassa liegt im nördlichen Teil des Ostafrikanischen Grabens, einer Bruchstelle, an der zwei tektonische Platten auseinanderdriften. Entlang des Grabens kommt es immer wieder zu teils schweren Erdbeben. Hunderte Vulkane waren dort in den letzten 10.000 Jahren aktiv.

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Awassa

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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