Schweres Erdbeben im Süden von Alaska

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USA – Weite Teile des US-Bundesstaates Alaska wurden am Sonntag (24.) um 11.30 Uhr MEZ (01.30 Ortszeit) von einem schweren Erdbeben erschüttert. Nach Angaben des USGS erreichte es Magnitude 7.1. Das Epizentrum des Bebens lag im Süden des Staates, etwa 250 Kilometer südwestlich von Anchorage nahe des Vulkans Iliamna. Der Herd des Erdbebens lag in etwa 130 Kilometern Tiefe. Dadurch waren die Erschütterungen selbst in Anchorage noch stark spürbar und dauerten teils über eine Minute an. Zeugen bei EMSC melden, dass Objekte von Regalen und Wänden geworfen wurden. Auch in Teilen der kanadischen Region Yukon wurde das Erdbeben wahrgenommen.
Ursprung des Erdbebens ist die Subduktionszone vor der Küste von Alaska. Aufgrund der Tiefe muss nicht mit einem Tsunami gerechnet werden. Schäden in umliegenden Städten sind wahrscheinlich. Die Epizentralregion selbst ist nur sehr dünn besiedelt.

Update 12.22 Uhr
In einigen Städten, unter anderem in Kenai und Palmer, kam es durch das Erdbeben zu Stromausfällen.

Update 12.29 Uhr
Über Twitter melden Nutzer, dass in Anchorage einige Gebäude leicht beschädigt wurden. Schäden sind offiziell noch nicht bestätigt.

Update 13.32 Uhr
In Anchorage soll ein Krankenhaus beschädigt worden sein.
Facebook-Nutzer posteten ein Video eines großen Risses in einer Straße nahe Kasilof.
Meldungen über Verletzte gibt es zur Zeit noch nicht.

[sc name=“Gespürt“]

Alaska gehört zu den erdbebengefährdetsten Gebieten der Welt. Entlang des Aleuten-Bogens bis hin zum Festland verläuft vor der Küste die Subduktionszone, wo sich die Pazifische Platte unter die Nordamerikanische schiebt. Entlang dieser Störung kommt es häufig zu schweren, teils katastrophalen Erdbeben. Treten dort Beben über Stärke 7 oberflächennah auf, kann ein Tsunami folgen. Ein zerstörerischer Tsunami wurde im Jahr 1964 nach einem Erdbeben der Stärke 9.3 ausgelöst.

Tiefe Erdbeben oder Beben auf dem Festland führen in der Regel nicht zu Tsunamis.

Zeugenmeldungen
Anchorage

24-01-2016 1130 MEZ

Im Hotel 8. Stock

Wände haben gewackelt in oberen Stockwerken fielen Dinge von den Schreibtischen und die Leute konnten sich kaum auf den Beinen halten.

 

[sc name=“Save“]

 

Alaska

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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