Ein Verletzter bei Erdbeben in der Zentraltürkei

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Türkei – Die Mitte des Landes wurde am Sonntagabend (10.) von einem starken Erdbeben erschüttert. Nach vorläufigen Angaben der Universität Kandilli trat das Erdbeben um 18.40 Uhr auf und erreichte Magnitude 4.9. Das Epizentrum lag in der Provinz Kirsehir, etwa 130 Kilometer östlich der türkischen Hauptstadt Ankara. Die Erschütterungen waren in weiten Teilen von Kirsehir sowie in Ankara deutlich spürbar. Der Herd des Erdbebens lag nur in geringer Tiefe, entsprechend hoch war die Intensität in der Epizentralregion. Leichte bis moderate Schäden in umliegenden Dörfern sind wahrscheinlich. Die Kleinstadt Yerköy liegt nur 13 Kilometer vom Epizentrum entfernt.

Update 21.17 Uhr
Mindestens eine Person wurde bei dem Erdbeben verletzt. Ein Mann aus Yerköy sprang beim Beben in Panik von seinem Balkon und brach sich das Bein. Er wird in einem Krankenhaus behandelt.
In Yerköy und anderen Orten wurden mehrere Backsteinhäuser beschädigt. Details zu den Schäden wurden noch nicht bekannt. Untersuchungen des Katastrophenschutzes laufen.

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In den Minuten vor dem Erdbeben kam es zu zwei leichten Vorbeben mit Magnitude 3.5 und 2.8.

Zuletzt hatte es im Jahr 1938 ein schweres Erdbeben in Kirsehir gegeben. Dieses erreichte Magnitude 6.7 und führte zum Tod von über 200 Menschen.

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Kirsehir

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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