Nepal: Verletzte bei Erdbeben nahe Kathmandu

Nepal – Ein kräftiges Nachbeben hat am Freitagabend die Hauptstadt Kathmandu erschüttert. Das Epizentrum lag in der Region Sindhupalchowk, knapp 35 Kilometer nördlich vom Stadtzentrum. Laut nepalesischen Erdbebendienst erreichte es Stärke 5.5. Das United States Geological Survey (USGS) gibt Magnitude 5.2 an. Die Erschütterungen waren zur späten Stunde in Kathmandu stark spürbar. Viele Menschen verließen kurzzeitig ihre Häuser. Nach ersten Informationen wurden in Teilen der Stadt mindestens 15 Personen verletzt, als sie in Panik auf die Straßen rannten. Mindestens zwei wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Informationen über Schäden liegen nicht vor. Die Epizentralregion Sindhupalchowk war vom schweren Erdbeben im April vergangenen Jahres mit am schwersten betroffen. Viele Menschen dort leben trotz des Winters noch immer in Zelten. Ob das neue Erdbeben dort Auswirkungen hatte, ist noch nicht bekannt.
Auch in Teilen von Indien in China war das Erdbeben spürbar.

Update 22.00 Uhr:
Infolge des Erdbebens ist die Zahl der Verletzten auf 25 gestiegen. Die meisten von ihnen sprangen aus Fenstern, unter ihnen ein Mann, der aus dem 3. Stock sprang und dabei Lebensgefährlich verletzt wurde.

Update 6. Februar, 09.38 Uhr

Die Polizei bestätigt, dass insgesamt 66 Menschen beim Erdbeben verletzt wurden. Der Großteil der Verletzten kommt aus dem Raum Kathmandu. Sechs Menschen wurden in Lalitpur, 5 weitere in Bhaktapur verletzt. Meldungen über größere Schäden gibt es zunächst nicht.

[sc name=“Gespürt“]

Es ist das stärkste Nachbeben seit mehreren Monaten. Nach dem M7.8 im April 2015 und dem M7.3 einige Wochen später, wo über 9000 Menschen ums Leben kamen, erschütterten hunderte Nachbeben die Region.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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