Neues starkes Erdbeben kurz vor Jahrestag in Christchurch

Neuseeland – Es war 13.13 Uhr am Sonntagmittag (14.2., 1.13 Uhr MEZ) als die Menschen in der neuseeländischen Stadt Christchurch innerhalb weniger Sekunden um 5 Jahre zurückversetzt wurden. Eines der stärksten Erdbeben seit dem 22. Februar 2011 hat verbreitet für Angst und Schrecken gesorgt. Nach Angaben von Geonet erreichte es eine Stärke von 5,8 und hatte sein Epizentrum etwa 20 Kilometer vor der Küste östlich der Stadt. Nach ersten Meldungen kam es Stellenweise zu Bodenverflüssigung. Über 500 Haushalte waren nach dem Erdbeben ohne Strom, auch die Telefonverbindungen waren unterbrochen. Öffentliche Gebäude und Supermärkte wurden evakuiert.

An der Küste kam es zu Erdrutschen und Steinschlägen, dabei wurde mindestens eine Person verletzt. An der Christchurch Kathedrale brachen Mauerteile ab, die Kirche wurde bei den Erdbeben 2011 teilweise zerstört. Derzeit werden insgesamt mehrere Leichtverletzte gemeldet. Eine ältere Frau erlitt einen Herzinfarkt, als der Supermarkt, in dem sie sich gerade befand, teilweise einstürzte. Sie wurde von einem Jugendlichen wiederbelebt und in ein Krankenhaus gebracht.

Bisher wurden einige dutzend Nachbeben verzeichnet, das Stärkste um 18.28 Ortszeit (6.28 Uhr MEZ), erreichte eine Stärke von 4,2 und war in der Stadt und umliegenden Orten deutlich spürbar.

Es war das stärkste Erdbeben in Christchurch seit dem 23. Dezember 2011, damals traf ein Beben mit 6,0  ebenfalls die Küste der Stadt. Auch im Sommer 2011 hat es immer starke Erdbeben in der Region gegeben. Es handelt sich dabei um regelmäßig auftretende Erdbebenserien beginnend mit einem der Stärke 7,1 im September 2010. Am 22. Februar 2011 hat ein Erdbeben der Stärke 6,3 hunderte Gebäude in der Innenstadt zerstört, 185 Menschen kamen dabei ums Leben. Dieses Erdbeben war zerstörerischer als das Hauptbeben im September, denn sein Epizentrum lag direkt in Christchurch und war deutlich flacher. Die ehemals zweitgrößte Stadt des Landes leidet immer noch unter den Folgen vom 22. Februar. Viele Gebäude sind noch nicht wieder aufgebaut worden, teile der Stadt sind abgesperrt.


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Lukas Rentz

Lukas ist 19 und macht voraussichtlich 2018 sein Abitur an einem Gymnasium in Alzey. Anschließend soll ein Geologie-Studium folgen.