Schweres Erdbeben im Indischen Ozean – Keine Schäden oder Opfer

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Indonesien – Im nördlichen Indischen Ozean vor der Küste von Sumatra hat sich am Mittwoch um 13.49 Uhr MEZ ein schweres Erdbeben ereignet. Nach ersten Angaben von Geofon erreichte das Beben Magnitude 7.7. Das United States Geological Survey (USGS) gibt Magnitude 7.9 an. Das Epizentrum lag innerhalb der Indoaustralischen Platte, knapp 700 Kilometer von Sumatra entfernt.

Die Erschütterungen waren auf der ganzen Insel, sowie auf Malay Halbinsel (u.a. in Kuala Lumpur) und in Singapur spürbar. Mit größeren Schäden muss nicht gerechnet werden, da die Intensität aufgrund der Distanz zum Epizentrum nicht hoch war.
Auf den vor Sumatra liegenden Mentawai-Inseln verursachte das Erdbeben Panik. Die meisten Bewohner rannten ins Freie. Wie Medien berichten, wurden einige Küstenabschnitte aus Angst vor einem Tsunami evakuiert.

Da das Erdbeben nicht auf die Subduktionszone zurückgeht, sondern auf eine Störungszone innerhalb der Indoaustralischen Platte, ist die Tsunamigefahr gering. Eine Warnung wurde nicht herausgegeben. Die indonesischen Behörden, die das Beben zunächst mit Magnitude 8.3 registrierten und später auf 7.8 korrigierten, rieten die Küstengebiete von Sumatra und Mentawai zur Vorsicht auf, da kleine Wellen möglich seien.

Update 14.55 Uhr
Australien hat für die Christmas- und Cocosinsel eine Warnung vor einem kleinen, nicht zerstörerischen Tsunami herausgegeben. Die Bevölkerung soll die direkte Küste meiden. Besiedelte Gebiete sind nicht bedroht. Für das Festland besteht keine Warnung.

Update 3. März, 10.20 Uhr
Weder auf Sumatra noch auf den Mentawai-Inseln hat es infolge des Erdbebens größere Schäden gegeben. Jedoch gibt es unbestätigte Meldungen, dass sich in einigen Häusern und Straßen Risse bildeten. Opfer oder Verletzte gab es nicht.
Auf der australischen Cocos-Insel wurde ein 10 Zentimeter hoher Tsunami registriert. Auf den Mentawai-Inseln erreichte dieser eine maximale Höhe von 5 Zentimetern.

Mehrere starke Nachbeben bis Magnitude 5.7 traten auf. Insgesamt war die Nachbebenaktivität für ein Erdbeben dieser Stärke jedoch extrem gering.

[sc name=“Gespürt“]

Im April 2012 traten ebenfalls vor der Küste von Sumatra zwei gewaltige Erdbeben mit Stärke 8.6 und 8.2 auf, die einige Schäden auf Sumatra verursachten aber nur einen kleinen Tsunami auslösten. Grund dafür ist, dass diese Erdbeben aus einer horizontalen Bewegung der Erdkruste resultierten.

wird fortgesetzt..

[sc name=“Save“]

Indonesien

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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