Erdbeben erschüttert Hawaii-Inseln

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USA – Ein moderates Erdbeben hat weite Teile der Hawaii-Inseln im zentralen Pazifik erschüttert. Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) erreichte das Erdbeben am Donnerstagabend (31.3., 23.16 Uhr Ortszeit; Freitag, 11.16 Uhr MESZ) Magnitude 4.7. Das Epizentrum lag nördlich der Inselgruppe, etwa 80 Kilometer vor der Küste der Hauptinsel Big Island. Aufgrund der Herdtiefe von 19 Kilometern waren die Erschütterungen weithin deutlich, aber mit geringer Intensität spürbar. Erdbebendienste erhielten Zeugenmeldungen aus allen Teilen von Big Island, sowie von den Nachbarinseln Maui, Moloka’i und O’ahu, wo sich auch die Hauptstadt Honolulu befindet. Mit Schäden muss aufgrund der geringen Intensität nicht gerechnet werden.

Bereits in den vergangenen Wochen hat es auf den Hawaii-Inseln mehrere deutlich spürbare Erdbeben gegeben, darunter ein Erdbeben der Stärke 4.4 im Norden von Big Island und eines der Stärke 3.6 auf Maui, die mit Herdtiefen von etwa 30 Kilometern auf mehreren Inseln spürbar waren. Hinzu kommen einige flache Beben im Gipfelbereich des Vulkans Mauna Loa, sowie ein 43 km tiefes Beben der Stärke 3.8 am Unterwasservulkan Loihi.

Aufgrund der vulkanischen Aktivität der Hawaii-Inseln, die durch einen Hotspot im Erdmantel unterhalb der Pazifischen Platte bedingt ist, kommt es im Bereich der Inseln immer wieder zu teils größeren Erdbeben. Liegt der Herd der Beben in mehr als 15 Kilometern Tiefe, ist die Ursache der Erdbeben meist nicht in der vulkanischen oder vulkanotektonischen Aktivität zu finden. Durch die Last, die die massiven Vulkangebilde Hawaiis auf die Lithosphäre (Erdkruste und Teile des oberen Mantels) ausüben, biegt sich diese nach unten. Es entstehen Spannungen, die sich in Form der Erdbeben lösen. Eines der stärksten Erdbeben dieser Art ereignete sich im Jahr 1973 und erreichte Magnitude 6.2. Es verursachte Schäden und mehrere Verletzte auf Hawaii.
Das heutige Erdbeben liegt am Rand des Hawaii-Archipels und somit in dem Bereich, der weniger stark abgesunken ist. Daher war die Tiefe geringer als bei den Erdbeben der vergangenen Tage.

Besonders auf Big Island, wo der daueraktive Vulkan Kilauea zum stetigen Wachstum der Insel beiträgt, treten diese Erdbeben auf. Zur Zeit liegt die Absinkrate von Big Island bei etwa 2 Millimeter pro Jahr.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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