Japan: Tote und Verletzte bei schwerer Erdbebenserie nahe Kumamoto

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Neues schweres Erdbeben (M7.3) in Kumamoto am 15. April – Mindestens 45 Tote durch Erdbebenserie – Kleine Eruption am Vulkan Aso – Warnung vor neuen Erdbeben

Vor wenigen Minuten hat sich ein neues Schweres Erdbeben ereignet. Nach ersten Meldungen erreichte es Stärke 7,1! JMA registrierte in Kumamoto und einem größeren Umland Intensität 6+. Beschädigte Gebäude der Stadt und des Umfeldes können weitere Schäden davontragen. Zudem ist die Störung bei diesem Erdbeben deutlich länger, sodass auch Gebiete betroffen sind, die gestern verschont blieben.
Für die Region Kumamoto wurde zudem eine Tsunami Advisory herausgegeben, speziell für die Region Yatsushiro südlich von Kumamoto. Eine Welle von bis zu einem Meter Höhe wird erwartet. Die Anwohner wurden aufgefordert, die direkten Küstenabschnitte zu meiden.

Update 18.56 Uhr
Mehrere starke Nachbeben, darunter eines mit Magnitude 6.0 (Intensität 6-) folgten auf das Hauptbeben binnen weniger Minuten. Zur Zeit ist noch nichts über wie Auswirkungen des neuen Erdbebens bekannt.

Update 19.16 Uhr

Die Tsunamiwarnung wurde nun aufgehoben. Im Japanischen Fernsehen werden gebrochene Wasserleitungen gemeldet.

Update 19.33 Uhr

Unter eingestürzten Gebäuden sollen derzeit 9 Menschen verschüttet sein, es handelt sich dabei um eine Vorläufige Meldung.

Update 19.50 Uhr

Mindestens 4 Personen wurden bei dem neuen Erdbeben verletzt. In der Stadt Mashiki soll es schwere Schäden gegeben haben. In Kumamoto ist verbreitet der Strom ausgefallen.

Update 20.13 Uhr

In Kumamoto sollen bei dem Erdbeben mindestens 100 Menschen verletzt worden sein. 190.000 Haushalte sind ohne Strom.

Update 20.53 Uhr
Dass das zweite Erdbeben trotz höherer Magnitude eine niedrigere Maximalintensität hat, liegt vor allem an lokalen Effekten, die die Erdbebenwellen verstärken. Da die maximale Intensität beim Hauptbeben aber über ein deutlich größeres Gebiet registriert wurde, ist die zu erwartende Schadenssumme höher. Bisherige Berichte aus Kumamoto und umgebenden Städten, die von vielen zerstörten Häusern und hunderten Verletzten sprechen, bestätigen dies. Glück für die Menschen war, dass es in den letzten 24 Stunden so viele Erdbeben gegeben hat. Gerade deswegen hielten sich tausende Menschen nicht in ihren potentiell gefährdeten Häusern, sondern in Notunterkünften auf, die ein solches Erdbeben eher überstehen. Hätte es das Vorbeben nicht gegeben, müsste mit deutlich mehr Opfern gerechnet werden, als es wohl gegeben haben wird.

Entlang der Küsten von Kumamoto gibt es keine Aufzeichnungen über größere Tsunamiwellen. Daten wurden jedoch noch nicht veröffentlicht.
Ursprung des Erdbebens, das von der JMA auf Magnitude 7.3 hochgestuft wurde, ist die gleiche Störungszone. Die Bruchlinie erstreckt sich jedoch weiter nach Süden als beim Vorbeben.

Update 21.00 Uhr
Auch nach Nordosten hin hat das Hauptbeben eine höhere Intensität gehabt. Ein starkes Nachbeben nahe der Stadt Aso trat um 20.55 Uhr MESZ auf. Es erreichte Magnitude 5.8 und ebenfalls Intensität 6+. Die Gefahr weiterer schwerer Nachbeben besteht weiterhin für weite Teile der Kumamoto Präfektur. Beim Hauptbeben wurde in Aso nur Intensität 6- registriert, sodass das Nachbeben lokal potentiell gefährlicher ist.

Unterdessen bestätigte ein Krankenhaus in Aso das erste Opfer des Hauptbebens. Mehrere Personen sollen zudem verletzt worden sein. Viele Gebäude stürzten ein.

Update 21.11 Uhr
In der Stadt Mashiki, die gestern bereits schwer betroffen war, stürzte ein Pflegeheim ein. Mindestens 66 Menschen gelten dort als vermisst.

Update 21.28 Uhr
Die Bewohner des kleinen Ortes Nishihara zwischen Aso und Kumamoto werden zur Zeit evakuiert. Grund sind Schäden an einem nahe gelegenen Staudamm. Dieser droht zu brechen. Problematisch: Auch in Nishihara sind einige Gebäude eingestürzt. Mehrere Menschen werden dort vermisst.

Unterdessen ist die Wasserversorgung in weiten Teilen von Kumamoto zusammengebrochen. Mögliche Brände können zur Zeit nur umständlich gelöscht werden.

Update 21.34 Uhr
Die Psychische Belastung ist für viele Anwohner zur Zeit ein großes Problem. Fast im Minutentakt gibt es neue spürbare Nachbeben, viele über Magnitude 4. Aus den Krankenhäusern gibt es zunehmend Meldungen, dass Menschen mit Nervenzusammenbrüchen behandelt werden müssen.

Update 21.45 Uhr
Angesichts der hohen Erdbebenaktivität wächst die Sorge, dass sich dies auf einen der umliegenden Vulkan auswirkt. Neben dem Unzen gilt nun auch der Aso als gefährdet, so zumindest ist die Meinung in der Bevölkerung. JMA dementierte bisher, dass es an einem der Vulkane erhöhte Aktivität gibt.

Update 21.58 Uhr
Die medizinische Versorgung in Kumamoto ist eingeschränkt. Eines der Krankenhäuser der Stadt, wo hunderte Patienten behandelt wurden, musste wegen eines Gaslecks evakuiert werden. Ein anderes meldet durch das heutige Beben 200 neue Verletzte, nachdem bereits gestern knapp 100 Patienten aufgenommen wurden.

Update 22.07 Uhr
In Aso zerstörte das Erdbeben mehrere Häuser. Etwa 20 Menschen sollen dort unter den Trümmern gefangen sein.

Update 22.15 Uhr
Aus Kumamoto wird ein erstes Todesopfer gemeldet. Die Person starb bei einem Brand. Krankenhäuser der Bezirke, in denen die höchste Intensität (6+) verzeichnet wurde, haben bisher 363 Verletzte aufgenommen.

Update 16. April, 06.42 Uhr
Nach Anbruch des Tages haben Rettungskräfte im Katastrophengebiet das gesamte Ausmaß des Erdbebens überblicken können. Bisher konnten 25 Tote aus den Trümmern geborgen werden. Etwa 1600 Menschen wurden verletzt. Massive Erdrutsche traten besonders im Bereich von Aso auf. Entlang der Störung kam es zu Verschiebungen der Oberfläche.
In den vergangenen Stunden traten weitere starke Nachbeben auf. Das stärkste erreichte Intensität 6- in Kumamoto. Seismologen sind besorgt, da nach neuen Auswertungen beim Hauptbeben mehrere Störungszonen aktiv waren. Auch die Nachbeben verteilen sich über ein deutlich größeres Störungssystem, teils bis an die Nordostküste von Kyushu (Präfektur Oita). Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es in den nächsten Tagen weitere starke Nachbeben gibt.
Am Vulkan Aso kam es infolge der Erdbeben zu einer kleinen Dampferuption im Gipfelkrater. Bei dieser stiegen Dampf und geringe Ascheanteile 100 Meter auf. Betroffen war niemand. Für den Vulkan galt seit Oktober eine „near-crater-Warning“, welches der untersten Warnstufe entspricht, die den Zutritt zum Krater aufgrund erhöhter Aktivität untersagte. Die Warnung blieb auch nach der Eruption bestehen. Das Risiko einer größeren Eruption besteht demnach zunächst nicht.

Update 09.13 Uhr
Die Zahl der Opfer ist auf insgesamt 29 gestiegen (Vor- und Hauptbeben). Insgesamt wurden knapp 3200 Menschen verletzt, davon 2000 beim Haupt- und bei Nachbeben. Die Aktivität der Nachbeben hat in den vergangenen Stunden ein wenig nachgelassen. Doch die Gefahr weiterer starker Nachbeben besteht noch für mehrere Wochen.
Durch Erdrutsche, eingestürzte Brücken und zerstörte Straßen sind nahe Aso noch immer mehrere Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Luftaufnahmen zeigten, dass in diesen Bereichen mehrere Gebäude zerstört wurden, sodass dort mit weiteren Opfern zu rechnen ist. Auch in Kumamoto und den Vororten werden noch immer Menschen unter den Trümmern vermutet. Von vielen hat man bereits Lebenszeichen erhalten, sodass gezielt Rettungsarbeiten durchgeführt werden können. Doch es gibt es auch viele, von denen man nicht weiß, ob sie das Erdbeben überlebt haben. Unter den eingestürzten Häusern sind auch Apartment-Komplexe, in denen sich aufgrund der Vorbeben zum Glück kaum Menschen aufgehalten haben. Hätte es keine Vorbeben gegeben, wäre die Opferzahl im ein vielfaches höher, da alle Menschen im Schlaf vom Erdbeben überrascht worden wären.
Behörden warnten zudem vor starken Regenfällen, die in den nächsten Tagen erwartet werden. Dadurch erhöht sich die Gefahr von Erdrutschen entlang der Berge, deren Struktur durch die Erdbeben bereits angegriffen ist. Vor allem bei künftigen Nachbeben ist die Gefahr groß, weshalb viele Straßen entlang bedrohter Hänge vorsorglich gesperrt wurden.

Update 10.25 Uhr
Immer mehr Nachbeben treten nordöstlich der Hauptbebenzone im Bereich der Präfektur Oita auf. Einige bis zu 100 Kilometer von Kumamoto entfernt. Die Aktivität dort hat die JMA veranlasst, offiziell vor starken Erdbeben in den kommenden Tagen zu warnen. Demnach sei die Aktivität in Oita besorgniserregend und angesichts der vielen Erdbeben im Kumamoto sollten die Bewohner wachsam sein, da auch dort die Wahrscheinlichkeit für ein großes Erdbeben nun größer sei. Genau vorhersagen könne man weitere Erdbeben aber nicht.
Im Kumamoto haben Behörden unterdessen auf die Starkregenwarnung der JMA reagiert und mehrere Wohngebiete an gefährdeten Hängen evakuiert, um Verluste durch Erdrutsche vorzubeugen. Knapp 2000 Personen wurden in Sicherheit gebracht.
Die Opferzahl durch das Hauptbeben ist inzwischen auf 23 gestiegen. Insgesamt starben bei der Erdbebenserie bisher 32 Menschen.

Update 11:32 Uhr
Zum Ausmaß der Schäden werden langsam mehr Details bekannt. Aus dem Dorf Nishihara wird gemeldet, dass allein dort über 400 Gebäude komplett zerstört und 1000 weitere schwer beschädigt wurden. In Nishihara, das wegen einer Flutwarnung größtenteils evakuiert wurde, leben gewöhnlich etwa 10.000 Menschen.
Einige Ortsteile von Kumamoto werden zur Zeit wegen der Starkregenwarnung evakuiert. Man erwartet, dass Flüsse über die Ufer treten und die allgemeine Situation verschlimmern. Laut NHK gilt eine Evakuierungsempfehlung wegen Hochwasser für etwa 10.000 Haushalte und wegen Erdrutschgefahr für 1700 Haushalte. Gefährdeter ist die Stadt Misato, wo 10.000 Menschen aus Furcht vor einem Erdrutsch ihre Häuser verlassen mussten.

Update 17. April, 11:30 Uhr
Die Opferzahl hat sich seit gestern nicht mehr verändert. Es ist nicht bekannt, dass noch Menschen unter den Trümmern begraben liegen. Mehr als 10.000 Rettungskräfte sind aber weiter im Einsatz, um die Trümmer zu durchsuchen. Die genaue Zahl der Verletzten ist noch nicht bekannt. Letzte Angaben sprachen von etwa 2000 Verletzten. Wie bekannt wurde, zerstörte das Erdbeben auch einen 1700 Jahre alten Schrein in Aso, der als eine bedeutende Kulturstätte galt.
Seit gestern regnet es in Kumamoto, teils heftig. Die Evakuierungen haben sich ausgezahlt. Behörden registrierten dutzende, meist kleinere Erdrutsche in den letzten Stunden, die teils Schäden verursachten.
Die Nachbeben werden weniger und schwächer. Es sind noch immer viele spürbare Beben, doch weniger als zuvor und seit über 24 Stunden wurde kein Erdbeben über Intensität 4 registriert. Entsprechend gibt es keine Meldungen, wonach es zu neuen Schäden kam. Dennoch betonte die JMA nochmals, dass auch in den kommenden Tagen schwere Nachbeben möglich sind und Anwohner beschädigter Gebäude diese nicht betreten sollen. Mehr als 100.000 Menschen sind weiterhin in Notunterkünften untergebracht.

Update 16.56 Uhr
Die Opferzahl ist auf 33 gestiegen, nachdem eine Frau tot in ihrem eingestürzten Haus gefunden wurde. Die Polizei teilte mit, dass noch mindestens 11 Personen als vermisst gelten und die Suche weiter intensiviert wird, um sie noch lebend zu finden.
Währenddessen sind zehntausende Menschen trotz anhaltender Nachbeben in ihre Häuser zurückgekehrt.

Update 19. April, 08.05 Uhr
Die Opferzahl ist auf insgesamt 45 gestiegen. Dies beinhaltet Vor- und Nachbeben. Eine Frau starb gestern während der Evakuierung nach einem neuen Erdbeben. In Aso wurde zudem unter den Trümmern ein weiteres Opfer gefunden. Insgesamt 1114 Menschen wurden nach Behördenangaben bei Haupt- und Nachbeben verletzt, 1129 durch das Vorbeben. Die gesamte, noch andauernde Erdbebenserie zerstörte bisher 952 Häuser. 2371 weitere erlitten Schäden. Hinzu kommen diverse durch Erdrutsche und Bodenverflüssigung zerstörte Straßen.

 


Originalmeldung vom 14. April, 14.44 Uhr:

Tote und Verletzte bei Erdbeben (M6.5) in Kumamoto

Japan – Die Großstadt Kumamoto wurde am Donnerstag von einem schweren Erdbeben getroffen. Das Beben ereignete sich um 14.26 Uhr MESZ, das Epizentrum lag wenige Kilometer südöstlich vom Stadtzentrum in der gleichnamigen Präfektur auf der Insel Kyushu. Nach Anagben der Japanischen Meteorologiebehörde (JMA) erreichte das Beben Magnitude 6.4. Der Erdbebenherd lag in geringer Tiefe. Die Intensität des Erdbebens war sehr hoch. Ein JMA-Station nahe Kumamoto registrierte Intensität 7, die höchste Kategorie auf der JMA Skala. (Infotext unterhalb des Berichtes) Schwere Schäden sind wahrscheinlich.

Die Erschütterungen waren auf der gesamten Insel Kyushu, sowie Teile der Nachbarinseln und im Süden von Sükorea spürbar. Rund um Kumamoto wurde der Nahverkehr unterbrochen und öffentliche Gebäude evakuiert. Atomkraftwerke auf Kyushu werden zur Zeit auf Schäden untersucht. Innerhalb des Gefahrenbereichs befinden sich keine Atomkraftwerke.

Update 15.14 Uhr
Mehrere kräftige Nachbeben traten bereits auf. Drei erreichten Intensität 4. Ein starkes Nachbeben der Stärke 5.7 um 15.04 Uhr hatte Intensität 6-, die dritthöchste Intensität.
Meldung über größere Schäden gibt es zur Zeit noch nicht. Eine Autobahn wurde gesperrt, nachdem ein Erdrutsch Teile der Fahrbahn verschüttet hat.

Update 15.21 Uhr
An den nächst gelegenen Atomkraftwerke Ikata und Sendai sind die Untersuchungen beendet. Es traten keine Anomalien auf. Der Betrieb läuft ohne Verzögerungen weiter.

Update 15.22 Uhr
Im Vorort Mifune südöstlich von Kumamoto sind nach Polizeiangaben einige Gebäude eingestürzt. Personen sollen unter den Trümmern begraben sein.

Update 15.34 Uhr
Die berühmte Kumamoto-Burg, die im 17. Jahrhundert errichtet wurde, soll schwere Schäden erlitten haben. Mehrere Mauern stürzten ein.

Update 15.42 Uhr
Sprecher der Feuerwehr Kumamoto sagten, dass viele Menschen von herabstürzenden Trümmern verletzt wurden. Zudem seien bei der Flucht aus Gebäuden viele Menschen verletzt worden. Viele Häuser im Umland der Stadt seien eingestürzt. Stellenweise brachen Brände aus.

Update 15.53 Uhr
Im Vorort Mashiki sind mindestens 10 Gebäude zusammengebrochen. Eine Person wurde bereits verletzt aus den Trümmern geborgen.

Update 16.20 Uhr
In Mashiki wurden mehrere,teils schwer verletzte Personen aus den Trümmern gerettet. Mindestens eine Person soll sich noch in den eingestürzten Gebäuden befinden.

Update 16.34 Uhr
In der Stadt Uto gibt es 10 Verletzte, wie lokale Behörden melden. Über das Ausmaß der Verletzungen wurden keine Angaben gemacht. Eingestürzte Gebäude werden aus den Städten Hikawa und Yamato-cho. Beim Sturz von einer Treppe verletzten sich mehrere Personen im Ort Yatsushiro. Alle liegen um Umland von Kumamoto. Auch in der Stadt Aso, die außerhalb des Ballungszentrums Kumamoto liegt, gibt es einen Verletzten infolge des Einsturzes eines Restaurants.

Der Nachrichtensender NHK berichtet bisher von mindestens 50 Verletzten und 19 eingestürzten Gebäuden in Kumamoto.

Update 16.46 Uhr
Nach dem Erdbeben kam es in vielen Teilen zu Störungen in der Strom-, Wasser-, und Gasversorgung. Zur Zeit gibt es in 16.000 Gebäuden keinen Strom. Etwa 38.000 Nutzer sind ohne Gasanbindung. Teilweise wurden die Leitungen aus Sicherheitsgründen abgestellt. Wie viele Haushalte von den vielen Wasserrohrbrüchen betroffen sind, ist noch nicht bekannt.

Update 16.50 Uhr
Nach unbestätigten Meldungen wurde die Leiche einer Frau unter den Trümmern eines Hauses in Mashiki gefunden. Weitere Personen werden vermisst.
Auch in der Präfektur Saga nordwestlich von Kumamoto hat es einen Verletzten gegeben.

Update 17.10 Uhr

Um 17.03 Uhr hat sich ein weiteres schweres Erdbeben der Stärke 6,4 ereignet! Es ist erneut mit schweren Schäden und dem einsturz bereits beschädigter Gebäude zu rechnen. JMA meldet eine Intensität von 6+.

Update 17.20 Uhr

Nach Medienberichten ist infolge des ersten Erdbebens ein Schnellzug entgleist. Inzwischen werden 150 Verletzte gemeldet.

Update 18.00 Uhr

Offiziell werden derzeit 88 Verletzte gemeldet. Neben der bisher unbestätigten Toten in Mashiki wird ein Toter aus Kumamoto gemeldet.

Update 18.10 Uhr

In fünf Krankenhäusern in Kumamoto werden inzwischen 200 Verletzte gemeldet. In Mashiki starben mindestens zwei Personen beim Einsturz eines Hauses, eine weitere bei einem Feuer.

Update 18.44 Uhr

Die Zahl der Verletzten ist nach noch unbestätigten Meldungen auf 595 gestiegen. Alleine aus der Stadt Kumamoto werden 280 Verletzte gemeldet, in der Präfektur Saga gab es 5 Verletzte.

Update 20.51 Uhr
Insgesamt vier Tote werden nun gemeldet. Die Aufräumarbeiten und Bergungsarbeiten dauern weiter an. Noch immer werden Menschen unter eingestürzten Gebäuden vermutet. Brände infolge gebrochener Gasleitungen wurden größtenteils gelöscht. Währenddessen gibt es immer wieder teils kräftige Nachbeben, die bereits beschädigte Gebäude weiter in Mitleidenschaft ziehen können. Für Anwohner solcher Häuser besteht also weiterhin höchste Gefahr, wenn sie sich in diesen aufhalten.
Unterdessen gingen Gerüchte um, die Erdbeben können am nahe gelegenen Vulkan Unzen zu einem Ausbruch führen. Diese wurden von der JMA dementiert.

Update 21.03 Uhr
Weitere Verletzte wurden gefunden und behandelt. Am meisten betroffen ist die Stadt Mashiki, wo insgesamt 400 Verletzte registriert wurden. 238 Einwohner von Kumamoto wurden verletzt. In der gesamten Präfektur wurden nach aktuellen Angaben 741 Menschen verletzt.
Mindestens 2000 Menschen sollen bei dem Erdbeben ihre Häuser verloren haben. Viele weitere wurden aus Sicherheitsgründen und wegen möglicher Nachbeben evakuiert.

Update 22.40 Uhr
Die Zahl der Verletzten ist auf 778 angestiegen, davon stammen etwa 400 Menschen aus Mashiki und 368 aus Kumamoto.

Update 15. April, 07.35 Uhr
In der Nacht wurde die Zahl der Opfer auf 9 korrigiert. Davon stammen vier direkt aus der Stadt Kumamoto, die anderen aus dem Umland. Damit ist das Kumamoto-Erdbeben das tödlichste in Japan seit dem Tohoku-Beben Insgesamt 1091 Menschen gelten als verletzt. Mehr als 16.000 mussten infolge des Bebens ihre Häuser verlassen. Sie wurden in diverse Notunterkünfte auf dem Stadtgebiet verteilt.
Bis zum Vormittag waren noch 11.000 Haushalte ohne Strom, etwa 1000 ohne Gas und 58.000 ohne Wasserversorgung.
Die Auswertung der Schäden läuft weiter. Bisher wurde bekannt, dass mindestens 73 Schulgebäude  zu den betroffenen Bauwerken gehören.
Die Nachbebenaktivität war in der vergangenen Nacht rückläufig. Starke Erdbeben über Intensität 4 wurden nicht verzeichnet. Behörden rechnen aber damit, dass es noch mehrere Wochen zu starken Nachbeben kommen kann. Entsprechend wurden Warnungen herausgegeben.

Update 09.11 Uhr
Die JMA hat ihre Vorhersage der Nachbebenwahrscheinlichkeiten aktualisiert. Demnach bestehe eine Wahrscheinlichkeit von 20%, dass Nachbeben mit Intensität 6 in den kommenden drei Tagen auftreten. Für Intensität 5 wird 40% angegeben.
Eine genaue Vorhersage der Nachbeben ist natürlich nicht möglich. Abschätzungen der Wahrscheinlichkeiten basieren auf Modellrechnungen früherer Erdbeben.
Unterdessen wurde die Zahl der Verletzten nochmals nach oben korrigiert, bisher auf mindestens 1108.

wird fortgesetzt…

Im Jahr 1889 wurde Kumamoto zuletzt von einem Erdbeben entlang der Hinagu-Storung getroffen. Dieses erreichte Stärke 6.3 und tötete mindestens 20 Menschen.

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Die Japanische Shindo-Skala (auch JMA-Skala genannt) beschreibt die makroseismischen Auswirkungen eines Erdbebens in Japan. Die Skala reicht vom Wert 0 (nicht spürbar) bis 7 (höchstes Zerstörungspotential). Die Werte 5 und 6 sind jeweils in + (obere) und – (untere) unterteilt. Als Faustregel gilt, das Gebäude in Japan Beben bis Intensität 5+ überwiegend unbeschadet überstehen können. Die höchste Intensität 7 wurde zuletzt beim Tohoku-Beben (M9.0) im März 2011 registriert.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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