China: Drei Erdbeben hinterlassen Schäden

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China – Innerhalb weniger Stunden haben drei Erdbeben in China am Sonntag zu Schäden geführt. In beiden betroffenen Regionen leiteten die Behörden Notfallmaßnahmen ein.
Zunächst ereigneten sich am frühen Morgen mehrere Erdbeben in der Provinz Tibet (Xizang). Die beiden stärksten, die sich im Abstand von nur 17 Minuten ereigneten, erreichten jeweils Magnitude 5.3. Bei der Epizentralregion handelt es sich um den Landkreis Dinggye. Notfallplan IV wurde ausgerufen. Rettungslräfte inspizierten Dörfer rund um das Epizentrum auf mögliche Schäden. Nach ersten Meldungen bildeten sich Risse in einigen Wohnhäusern. Über das genaue Ausmaß der Schäden ist zunächst nichts bekannt geworden. Verletzte gibt es offenbar nicht.
Erst am 25 April 2015, wenige Stunden nach dem schweren Erdbeben in Nepal, hat ein Beben der Stärke 5.9 die Region Dinggye getroffen und dutzende Gebäude beschädigt.

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Das dritte Erdbeben hat sich in der Provinz Liaoning nordöstlich von Peking ereignet. Es erreichte Magnitude 4.6. Sekunden später folgte ein zweites mit Magnitude 4.3. Die Epizentren beider Erdbeben lagen etwa 30 Kilometer von der Großstadt Chaoyang entfernt. Dort waren die Erschütterungen stark spürbar. Teils war das Erdbeben auch noch in der Millionenstadt Tangshan am Gelben Meer wahrnehmbar. Im Umfeld von Chaoyang verursachte das Erdbeben einige Schäden an ländlichen Gebäuden. Auch hier ist das genaue Ausmaß zur Zeit noch nicht bekannt. Telekommunikationssysteme konnten nach kurzzeitigen Ausfällen wieder hergestellt werden. Behörden berichten zur Zeit nicht von Verletzten. Die Untersuchung der Schäden ist weiter im Gange.

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China ist das Land mit den meisten Intraplattenbeben und aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte und niedrigen Baustandards in ländlichen Regionen das mit den meisten Erdbebenschäden. Bereits 20 Erdbeben haben dort im Jahr 2016 zu Verlusten geführt. Zuletzt am 11. Mai in Tibet, wo bei einem Erdbeben der Stärke 5.5 69 Menschen verletzt wurden. Am 17. Mai traf es die Region Yunnan mit Magnitude 5.0. Zwei Menschen erlitten Verletzungen, fast 40.000 Gebäude wurden beschädigt.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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