Starkes Erdbeben in Nicaragua und Honduras

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Nicaragua – Ein Starkes Erdbeben hat um 5.25 Uhr MESZ die Mittelamerikanischen Staaten erschüttert. Nach Angaben von USGS hatte es eine Stärke von 6,1 und hatte eine geringe Tiefe. Der Nicaraguanische Erdbebendienst INETER gibt Magnitude 5.9 und eine Tiefe von 3 Kilometern an. Das Epizentrum lag im Department Chinandega, im Nordwesten Nicaraguas nahe der Grenze zu Honduras. Dort brach nach ersten Meldungen das Telefonnetz zusammen. Das Erdbeben war deutlich in den beiden Hauptstädten Managua (Nicaragua) und Tegucigalpa (Honduras), aber auch in San Salvador, der Hauptstadt El Salvadors spürbar. Viele Menschen verließen während des Erdbebens ihre Häuser, da es dort zurzeit Nacht ist, ist erst in den kommenden Stunden mit näheren Infos zu rechnen. In der Epizentralregion sind schwere Schäden zu erwarten.

Es folgten mehrere Nachbeben bis Magnitude 5. In der gleichen Region, nordöstlich des Vulkans San Cristobal, kam es im September 2015 zu einem kräftigen Erdbebenschwarm, bei dem viele Gebäude teils schwer beschädigt wurden.

Update 07.29 Uhr
Im Department Chinandega kam es zu einigen Schäden. An mindestens 11 Gebäuden stürzten Wänden ein. Betroffen ist auch eine Kirche. Informationen über Verletzte gibt es zur Zeit nicht.
Es kam zu Stromausfällen in mehreren Departments des Landes. Ein größerer Erdrutsch trat in der Region Esteli auf. Patienten eines Krankenhauses in Ocotal mussten evakuiert werden, da das Gebäude droht einzustürzen.
Die Untersuchung der Schäden ist zur Zeit im Gange.

Update 08.35 Uhr
Im Dorf Rancheria (Chinandega) wurde ein Kind verletzt, als eine Mauer neben ihm zusammenbrach.
Insgesamt 800 Menschen sind zur Zeit in provisorisch eingerichteten Notunterkünften und verbringen die Nacht dort.

Update 18.15 Uhr
Auch auf der anderen Seite der Grenze, in Honduras, verursachte das Erdbeben einige Schäden. Die Feuerwehr berichtet von mindestens 78 beschädigten Gebäuden, davon sechs schwer. Ein Haus stürzte komplett ein. Bewohner wurden in Notunterkünfte untergebracht. Verletzt wurde niemand.
Die genaue Zahl der Schäden in Nicaragua ist noch nicht ganz klar. Medien sprechen von mindestens 74 beschädigten Gebäuden, wovon etwa ein dutzend komplett zerstört wurde.


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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, empfehlen wir allen, die Reisen in erdbebengefährdete Regionen planen, vorher die richtigen Verhaltensweisen bei Erdbeben zu lesen.

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Lukas Rentz

Lukas ist 18 und macht voraussichtlich 2018 sein Abitur an einem Gymnasium in Alzey. Anschließend soll ein Geologie-Studium folgen.

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