China-Erdbeben beschädigt mehrere Häuser

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China – Mehrere Anwohner der Provinz Hunan mussten nach einem Erdbeben am späten Mittwochabend (Ortszeit) evakuiert werden. Nach Angaben der Hunan Earthquake Administration („Hundzj“) erreichte das Beben Magnitude 3.5. Es trat um 23.00 Uhr Ortszeit an der Grenze zur Nachbarprovinz Chonqing auf. Binnen weniger Minuten folgten mehrere Nachbeben, Stunden später ein größeres mit Magnitude 3.2. Die Erschütterungen waren nahe des Epizentrums teils stark spürbar. Noch in der Nacht zu Donnerstag begann der Katastrophenschutz von Hunan die Arbeit in den betroffenen Dörfern. Nach Abschluss der Arbeiten wurde bekannt, dass mehr als 10 Familien aufgrund von Erdbebenschäden ihre Häuser verlassen mussten. Auf einem Schulhof wurde eine Notunterkunft errichtet. Verletzt wurde niemand.

Die chinesische Provinz Hunan gehört zu den Regionen des Landes mit der niedrigsten Erdbebenaktivität und ist vergleichbar mit Mitteleuropa. In den letzten 40 Jahren gab es dort nur fünf Erdbeben über Magnitude 4, das stärkste im Jahr 1979 mit M4.3. Schwere Beben sind nur aus den Jahren 1631 (M6.8) und 288 n. Chr. bekannt.

In den vergangenen Wochen waren Gerüchte im Umlauf, dass Hunan in naher Zukunft ein großes Erdbeben drohe, nachdem in diesem Jahr eine erhöhte Zahl an kleinen Beben aufgetreten ist. Insgesamt 21 Beben waren bisher spürbar, davon drei über Magnitude 3. „Hundjz“ veröffentlichte vergangene Woche eine Stellungnahme, wonach die Erdbebenaktivität zufällig ist und nicht auf ein größeres Beben hindeutet.
Das Erdbeben am Mittwoch, welche das bisher stärkste in Hunan in diesem Jahr ist, sowie das M5.4 am Sonntag in der Nachbarprovinz Guangxi ließen jedoch neue Gerüchte aufkommen. Um die Verunsicherung der Bevölkerung zu minimieren, kündigten die Behörden am Donnerstag einen Ausbau des seismischen Überwachungsnetzes an, um mögliche Vorläuferphänomene besser zu erkennen.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 3. August, 23:00 Uhr (Ortszeit)

Magnitude: 3.5

Tiefe: 8 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja (bestätigt)

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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