Italien: Tote und Verletzte bei Erdbeben in Latium

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Laufende Aktualisierungen (aktuellstes Update und Zusammenfassung am Ende des Textes)

Italien – In der Nacht zum Mittwoch um 3:36 Uhr MESZ hat sich in der italienischen Provinz Latium ein starkes Erdbeben ereignet, das auch noch in angrenzenden Provinzen stark spürbar war. Nach Angaben des Geoforschungszentrum Potsdam erreichte das Beben Magnitude 6.1. Das Epizentrum lag demnach im Osten von Latium, 100 Kilometer von Rom entfernt, an der Grenze zu den Provinzen Umbrien, Marken und Abruzzen, und damit ziemlich zentral im Land (siehe Karte unten). Die Italienischen Behörden haben bisher keine Angaben zur Stärke des Bebens und zur Lage des Epizentrum gemacht.
Die Erschütterungen waren in der gesamten Region sehr stark spürbar. An vielen Orten rannten Menschen aus den Häusern. Die Erschütterungen dauerten teilweise bis zu 30 Sekunden an. Auch in Teilen von Rom brach Panik aus. Vielerorts, besonders in den kleineren Städte im Inland, fielen die Telekommunikationssysteme aus.
Es ist das stärkste Erdbeben in Zentralitalien seit sieben Jahren. Schwere Schäden und Opfer sind wahrscheinlich.
Das Erdbeben war so stark, es wurde sogar auf dem Balkan (u.a. in Kroatien, Bosnien und Serbien) sowie in Teilen von Österreich wahrgenommen. Auch Neapel, Rimini und Florenz war das Beben deutlich spürbar.

Es gab bereits einige Nachbeben, das stärkste mit Magnitude 4.9. Weitere große werden in den kommenden Stunden folgen.

Update 04.13 Uhr
Noch immer gibt es keine Daten von italienischen Erdbebebendienst bei der INGV. Das USGS gibt das Erdbeben inzwischen mit Magnitude 6.2 an. In italienischen Medien wird spekuliert, dass das Epizentrum nahe Perugia in Umbrien liegt, wo es seit mehreren Jahren eine Häufung von kleinen Erdbeben gibt. Laut USGS lag das Epizentrum südöstlicher.
Da sich zur Zeit auch viele Deutsche in Italien aufhalten: Hier ein wichtiger Hinweis zu den Verhaltensregeln bei und nach schweren Erdbeben.

Update 04.23 Uhr
Ein Sprecher des italienischen Katastrophenschutzes bestätigte, dass das Hauptbeben Magnitude 6.0 erreichte. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Rieti in Latium, 100 Kilometer von Rom entfernt.

Update 04.35 Uhr
Im kleinen Ort Castelluccio an der Grenze von Umbrien und Marken sollen nach ersten Angaben mehrere Häuser eingestürzt sein. Wie es in anderen Dörfern nahe des Epizentrums aussieht, ist noch unklar. An vielen Orten ist die Stromversorgung ausgefallen und die Telefonnetze überlastet. Meldungen über Todesopfer gibt es noch nicht.

Update 04:36 Uhr
Ein zweites starkes Erdbeben ereignete sich an gleicher Stelle vor wenigen Minuten. Dieses war wieder in weiten Teilen des Landes spürbar. Offizielle Daten aus Italien gibt es noch nicht, ausländische Erdbebendienste sprechen vorläufig von Magnitude 5.9.

Update 04:50 Uhr
Der Katastrophenschutz berichtet inzwischen von schweren Schäden in mehreren Dörfern, darunter auch Orte in Latium und den Abruzzen. Einige Schäden werden ebenfalls aus der Umgebung der Stadt Ascoli in Marken gemeldet.
Unterdessen schilderten uns einige Zeugen ihre Erlebnisse der Erdbeben. (Siehe Zeugenmeldungen unterhalb des Tickers) Dabei sind ebenfalls Meldungen über leichtere Schäden.

Bisher gibt es noch keine Meldungen über Opfer. Aufgrund der Stärke des Erdbebens kann aber mit ziemlicher Sicherheit von Todesopfern ausgegangen werden.

Update 04:53 Uhr
Eine Twitter-Userin stellte folgende Bilder aus dem Ort Norcia (Umbrien) online.

Dieses Bild stammt aus dem Ort Amatrice in Latium


Update 04:58 Uhr
Das INGV gibt das Nachbeben inzwischen mit Magnitude 5.4 an. Keine Entspannung für Betroffene, denn selbst diese Größenordnung kann vorhandene Schäden immens verschlimmern.
Alle Anwohner und Touristen in den vier am meisten betroffenen Regionen müssen sich in den kommenden Tagen auf weitere, teils starke Nachbeben gefasst machen. Neben dem großen wurden bisher neun weitere über Magnitude 3.5 verzeichnet. Es ist wahrscheinlich, dass die Aufzeichnungen unvollständig sind. Italienische Erdbebensequenzen haben die unliebsame Eigenschaft, dass Nachbeben besonders vielzählig und stark auftreten können (was aber nicht immer der Fall ist). Urlaubern, die sich nahe des Epizentrums befinden (ca 100 km), empfehlen wir aus Sicherheitsgründen eine vorzeitige Rückreise.

Update 05:06 Uhr
Ein Sprecher der Einsatzkräfte, die in der Epizentralregion seit dem Erdbeben im Einsatz sind, bestätigte, dass es rund um Amatrice „mehrere Verwundete“ gab.

Update 05:12 Uhr
Durch das M5.4 Nachbeben, dessen Epizentrum nördlicher lag, sollen in der Stadt Amandolo eine Kirche komplett und ein Krankenhaus teilweise eingestürzt sein. Meldungen über Verletzte gibt es von dort bisher nicht.

Update 05:17 Uhr
Der Bürgermeister von Amatrice sprach von „großer Zerstörung“. Etwa die Hälfte der Gebäude der Stadt soll zerstört worden sein. Viele Menschen seien unter den Trümmern gefangen. Zudem stürzte eine Brücke ein, was die Durchführung von Hilfsmaßnahmen erschwert.
Weitere Meldungen von zerstörten Gebäuden und auch Erdrutschen gibt es aus Castelluccio und Maceratese. In letzterem Ort wurden, wie die Feuerwehr bereits bestätigt hat, viele Menschen verletzt.

Update 05:24 Uhr
Eine Stunde vor Sonnenaufgang gibt es weitere Meldungen über zerstörte Häuser. Das Ausmaß der Schäden wird bei Tagesanbruch besonders sichtbar werden und auch die Rettung Verschütteter fortschreiten. Neben dem Katastrophenschutz und den lokalen Feuerwehren sind auch bereits viele Freiwillige unterwegs in die Erdbebenregion, um bei den Rettungsmaßnahmen zu helfen.

Update 05:32 Uhr
Bisher vergleichsweise wenig Schadensmeldungen kamen aus den Abruzzen. Der Katastrophenschutz der Region bestätigte nun, dass es rund um die Stadt Campli ebenfalls zu schweren Schäden kam. Meldungen über Verletzte gibt es nicht.
Aus der Stadt L’Aquila, die 2009 von einem Erdbeben zerstört wurde, gibt es bisher keine Meldungen über Schäden. Ebenso aus der Stadt Assisi, die 1997 von einem Erdbeben schwer betroffen war.

Update 05:36 Uhr
Die traurige Vermutung hat sich bestätigt. In Arquata del Tronto (Marken) sind mindestens zwei Personen durch einstürzende Häuser ums Leben gekommen. Mehrere Gebäude in dem Dorf mit ca. 1300 Einwohnern wurden zerstört.

Update 05:41 Uhr
Nicht nur durch herabfallende Trümmer können Menschen verletzt werden. Mehrere Krankenhäuser in Orten an der Adria-Küste, unter anderem in Mazzoco (Abruzzen), berichten von Patienten, die während der Flucht aus dem Haus verletzt wurden. Schäden hat es in dieser Region nicht gegeben

Update 6.00 Uhr
Das Hauptbeben verursachte neben den Schäden an Gebäuden auch einen großen Erdrutsch am Berg Gran Sasso d`Italia. Dabei kam es nicht zu Verlusten.

Update 06.04 Uhr
Behörden bestätigten ein drittes Todesopfer. Dieses soll aus dem Ort Accumoli, einem Nachbardorf von Amatrice, stammen. Die genauen Umstände sind nicht bekannt.
Unterdessen laufen in Amatrice die Rettungsarbeiten weiter an. Jedoch blockieren mehrere Erdrutsche die Zufahrtsstraßen. Einwohner des Dorfes, die ihre Häuser verloren haben, werden provisorisch auf einem Sportplatz untergebracht.

Update 06:12 Uhr
Die Nachbebenaktivität hat in der vergangenen Stunde ein wenig nachgelassen. INGV registrierte bislang 39 Nachbeben, wobei die Liste vermutlich unvollständig ist. Dabei sind zwei Nachbebenzentren aktiv: Zum Einen die ursprüngliche Epizentralregion in Latium und zum Anderen ein Gebiet im südlichen Umbrien, wo das M5.4 Nachbeben seinen Ursprung hatte.

Update 06:17 Uhr
Die Opferzahl steigt weiter. Der Bürgermeister von Accumoli sprach von insgesamt vier Todesopfern. Hinzu kommen die zwei zuvor bestätigten aus Arquata del Tronto

Update 06:22 Uhr
Ein Nachbeben der Stärke 3.9 hat offenbar nahe Norcia mehrere bereits beschädigte Gebäude zum Einsturz gebracht. Über Opfer ist nichts bekannt.
Unterdessen melden Rettungskräfte, dass insgesamt 70 Dörfer vom Hauptbeben betroffen sein könnten. Aus mehreren gibt es inzwischen unbestätigte Meldungen über Opfer. So soll im Dorf Illica ein Mädchen und in der Stadt Rieta eine vierköpfige Familie durch einstürzende Häuser getötet worden sein.

Update 06:35 Uhr
LückeFolgende Karte zeigt, dass dieses Erdbeben nicht unerwartet kam. Dargestellt ist der zentrale Teil von Italien. Die roten Kreise stellen größere Erdbeben (M5+) der letzten 40 Jahre dar (USGS Daten). Dabei zeigt sich, dass im Bereich der aktuellen Erdbebensequenz (Rotes Polygon mit Markierungen von Haupt- und Nachbeben) praktisch keine größeren Erdbeben stattfanden. Nördlich angrenzend ist die Erdbebensequenz von 1997, die Assisi beschädigte und um Süden das L’Aquila-Beben von 2009. Die sogenannte seismische Lücke zwischen diesen Ereignissen, wurde durch das aktuelle Erdbeben nur teilweise geschlossen. Somit ist auch in naher Zukunft das Auftreten weiterer größerer Erdbeben nicht ausgeschlossen.

Update 06:46 Uhr
Die katastrophale Situation in Amatrice wird immer deutlicher. Es gibt dutzende Verletzte. Das lokale Krankenhaus (wo zur Zeit des Erdbebens 15 Menschen untergebracht waren) wurde bei dem Beben stark beschädigt und ist einsturzgefährdet. Alle Verletzten werden in provisorisch eingerichteten Lazaretten behandelt. Weiterhin haben Rettungskräftge Schwierigkeiten dieses Dorf (und auch einige andere) zu erreichen, da Straßen unpassierbar sind. An mehreren Stellen ist bekannt, dass Menschen unter den Trümmern liegen. Stellenweise sind die Trümmerhaufen bis zu 10 Meter hoch.

Update 07:16 Uhr
In Amatrice konzentriert sich die Suche zur Zeit auf ein Baby und seine Mutter, deren Stimmen unter den Trümmern gehört werden. Viele Freiwillige beteiligen sich und graben nur mit ihren Händen.
Um die Verletzten zu versorgen bittet das Rote Kreuz die Bevölkerung um Blutspenden.

Update 07:23 Uhr
In den Medien ist die Rede von mindestens 11 Tote. Demnach gibt es zwei Tote in Arquata del Tronto, zwei in Amatrice, zwei in Pescara del Tronto und fünf in Accumoli, wie die Website Meteoweb berichtet.

Update 07:31 Uhr
In Arquata del Tronto wurde eine dritte Person tot geborgen. Dabei soll es sich um einen 55-jährigen Mann handeln. Wie die Agentur Ansa berichtet, ist auch in Accumoli ein weiteres Opfer geborgen worden. Damit läge die Opferzahl insgesamt bei 13.

Update 07:45 Uhr
Nach Tagesanbruch werden immer mehr Opfer geborgen. Laut LaStampa gibt es sechs Opfer in Accumoli, fünf in Amatrice und drei in Arquata del Tronto. Zur Zahl der Verletzten wurden bisher noch keine Schätzungen abgegeben. Vermutlich liegt sie im dreistelligen Bereich. Wie viele Häuser beim Erdbeben zerstört wurden, kann auch noch nicht gesagt werden.
Größere Schäden beschränken sich jedoch ausschließlich auf Dörfer rund um das Epizentrum. Größere Städte in der Nähe, darunter auch die italienische Hauptstadt Rom, waren nicht oder nur geringfügig betroffen.

Update 07:57 Uhr
Arquata del Tronto gehört mit zu den Dörfern, die die meisten Schäden erlitten haben. Fast jedes Haus ist ganz oder teilweise eingestürzt. Neben den wenigen hundert Einwohnern befanden sich zur Zeit des Bebens auch viele Touristen, vor allem aus Rom, in dem Gebiet. Zwei Römer konnten bereits lebend aus den Trümmern geborgen werden. Weitere werden noch vermisst.

Update 08:01 Uhr
Die Nachbebenaktivität ist in der letzten Stunde weiterhin relativ niedrig gewesen. Insgesamt 78 Ereignisse registrierten die Behörden bisher. Das letzte über Magnitude 4, einem Wert, ab dem Schäden auch an bisher nicht betroffenen Gebäuden möglich sind, trat um kurz nach 6 Uhr auf. Weiterhin gilt: Es ist unwahrscheinlich, dass die ruhige Phase von Dauer sein wird. Mit weiteren Nachbeben bis Magnitude 5 oder darüber muss jederzeit gerechnet werden. Entsprechend sollten beschädigte Gebäude auf keinen Fall betreten werden.

Update 08:10 Uhr
In Amatrice konnte eine Person aus den Trümmern eines Hauses gerettet werden. Im gleichen Gebäude sollen sich aber noch sechs weitere Menschen befunden haben.
Große Probleme haben zur Zeit die Rettungskräfte in Accumoli. Auch dort sind viele Straßen unpassierbar, sodass Einsatzfahrzeuge kaum durch kommen. Zudem haben Hubschrauber durch das hügelige Gelände und die vielen Trümmer kaum Möglichkeiten zu landen. Eine Koordinationsstelle für Rettungshubschrauber wurde in L’Aquila eingerichtet.

Update 08:18 Uhr
Aufgrund der beschädigten Krankenhäuser werden immer mehr Verletzte in andere Gebiete ausgeflogen. Besonders das Krankenhaus in L’Aquila hat in der letzten Stunde viele Patienten aufgenommen. Damit entwickelt sich die Stadt, die selbst vor sieben Jahren noch das Zentrum einer Erdbebenkatastrophe war, zu einem Zentrum der Hilfsmaßnahmen.

Update 08:42 Uhr
Ein kurzes Video, das die Schäden in Amatrice und die Rettungsarbeiten zeigt

Update 08:46 Uhr
Die Rettungskräfte werden weiter aufgestockt. Latium allein schickt 118 Einsatzfahrzeuge in die Region. Hinzu kommen hunderte Einsatzkräfte und viele Freiwillige, die bei der Suche nach Überlebenden helfen. Um Einsatzkräfte nicht einzuschränken, wird die Bevölkerung in der Betroffenen Region gebeten, noch funktionierende Internet- und Telefonverbindungen freizuhalten und nur im Notfall zu nutzen.

Update 08:52
Unter den Trümmern eines Hauses in Amatrice sind auch zwei junge Frauen aus Afghanistan begraben, die vor einigen Monaten als Flüchtlinge in das Dorf kamen. Während die Suche dort fortgesetzt wird, gibt es an anderen Orten immer wieder Erfolge. So wurde erneut ein Kind aus Arquata del Tronto in den Trümmern lebend gefunden.

Update 9:20 Uhr:
Die Zahl der Toten ist auf 21 gestiegen. Wie der Katastrophenschutz mitteilte starben mindestens 10 Menschen in Arquata del Tronto in der Region Marken. Fünf Opfer stammen aus Amatrice, sechs aus Accumoli. Es sollen noch insgesamt mehr als 100 Menschen unter den Trümmern vermisst werden.

Update 09:53 Uhr
Neben den Staaten aus der Europäischen Union haben inzwischen auch Russland und Israel den italienischen Behörden Hilfe bei der Katastrophenbewältigung zugesichert. Dabei soll zunächst die Bergung Verschütteter im Vordergrund stehen.

Update 10:03 Uhr
Es werden neben Überlebenden, darunter zuletzt zwei kleine Kinder und ihre Großmutter, auch immer wieder Tote aus den Trümmern geborgen. So wurde die Opferzahl nun auf 24 nach oben korrigiert. Zur Zahl der Verletzten gibt es noch immer keine Angaben.

Update 10:14 Uhr
Ein Foto der laufenden Rettungsarbeiten

Update 10:33 Uhr
Das heutige Erdbeben war das bisher letzte von vielen Tödlichen Erdbeben, die Italien in seiner Geschichte getroffen haben. Die folgende Liste zeigt eine Auswahl der tödlichen Erdbeben seit 1900. Die Liste seit 2002 ist vollständig.

Auswahl tödlicher Erdbeben in Italien seit 1900
29.12.2013: Magnitude 4.9, 1 Toter in Kampanien
16.02.2013: Magnitude 4.9, 1 Toter in Latium
29.05.2012: Magnitude 5.9, 17 Tote in der Emilia-Romagna
20.05.2012: Magnitude 6.0, 7 Tote in der Emilia-Romagna
07.04.2009: Magnitude 5.5, 1 Toter in den Abruzzen
04.04.2009: Magnitude 6.3, 306 Tote in den Abruzzen
31.10.2002: Magnitude 5.7, 29 Tote in der Molise
06.09.2002: Magnitude 5.9, 2 Tote auf Sizilien

26.09.1997, Magnitude 6.0, 14 Tote in Umbrien
23.11.1980, Magnitude 6.9, 4689 Tote in Kampanien, Basilikata und Apulien
06.05.1976, Magnitude 6.5, 978 Tote in Friaul
13.01.1915, Magnitude 7.5, 30.000 Tote in Zentralitalien
28.12.1908, Magnitude 7.0, 80.000 Tote in Kalabrien und auf Sizilien

Update 10:39 Uhr
Die Rettungskräfte setzen nun 10 Suchhunde-Staffeln ein, um Verschüttete zu finden. Noch immer gelten etwa 100 Menschen als vermisst.

Update 10:47 Uhr
Dass Nachbeben gefährlich sein können, hat sich auch dieses Mal wieder bestätigt. In Umbrien wurde beim großen Nachbeben (M5.4) ein Mann durch einen herabstürzenden Dachziegel verletzt. Dieser verfehlte nur um wenige Zentimeter seinen Kopf.

Update 12:06 Uhr:
Wie der Katastrophenschutz soeben mitteilte sind bei dem Erdbeben mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Zehn stammen demnach aus dem Gebiet um die Stadt Arquata (Marken), dort gab es mindestens 20 Verletzte. In Accumoli und Amatrice (Latium) gab es mindestens 28 Tote.

Update 13:41 Uhr:

Die Zahl der Toten ist auf 45 gestiegen. In der letzten Stunde wurde in Amatrice ein 80-Jähriger lebend geborgen. Zudem ist in einem Krankenhaus ein Junge an seinen schweren Verletzungen gestorben der die Nacht mit seinen Eltern in einem Ferienhaus in Arquata verbrachte. Bis zu 150 Menschen werden noch vermisst. Aus Amatrice werden 50 Verletzte gemeldet.

Update 13:54 Uhr:
Vor wenigen Minuten (13:50 Uhr) ereignete sich ein weiters Starkes Nachbeben. Es erreichte Stärke von 4,9. Bereits beschädigte Gebäude können dabei einstürzen und eine Gefahr für Überlebende und Rettungskräfte darstellen. Auch in den Kommenden Tagen ist mit weiteren Erdbeben zu rechnen.

Update 14:42 Uhr:
Die Zahl der Toten ist inzwischen auf 63 gestiegen. 35 von ihnen stammen demnach aus Amatrice und 11 aus Accumoli in Latium, 17 stammen aus Marken.

Update 15:06 Uhr: 
Zwei Krankenhäuser in der betroffenen Region melden mindestens 81 Verletzte, drei von ihnen schwer.

Update 15:33 Uhr:
Nach unbestätigten Meldungen gab es 46 Tote in Latium und 20 Tote in Marken.

Update 16:12 Uhr:
20 Tote in Marken sind bestätigt, gleichzeitig ist die Zahl der Toten in Latium auf 53 gestiegen. In Krankenhäuser in Marken wurden 81 Verletzte behandelt, in Latium 153. Um 16:02 Uhr hat es erneut ein Größeres Nachbeben der Stärke 4,5 gegeben.

Update 17:53 Uhr:
Die Zahl der Toten in Latium ist auf über 60 gestiegen, in Marken auf 24, somit gab es mindestens 84 Todesopfer. Auch in ein Krankenhaus in L´aquilla, die Stadt die 2009 durch ein Erdbeben schwer getroffen wurde, wurden mindestens 29 Verletzte aus der betroffenen Region in Latium und Marken eingeliefert.

Update 19:36 Uhr: 

Die Sucharbeiten schreiten 16 Stunden nach dem Erdbeben weiter voran. Matteo Renzi, der Ministerpräsident von Italien, hat auf einer Pressekonferenz in Rieti bekannt gegeben, dass mindestens 120 Menschen ums Leben gekommen sind. 86 stammen demnach aus Latium und 34 aus Marken. Die Zahl der Verletzten ist auf 368 gestiegen.

Update 19:51 Uhr:

Um 19:46 Uhr hat sich ein weiteres starkes Nachbeben ereignet. Es erreichte Stärke 4,2. Auch in den kommenden Tagen ist mit solchen Nachbeben zu rechnen. Die vom Erdbeben betroffenen werden wohl die Nacht im freien verbringen, viele haben allerdings sowieso keine andere Option.

Update 21:30 Uhr:

Die Zahl der Toten ist weiter angestiegen, und wird auch noch weiter ansteigen. Mindestens 130 haben ihr Leben verloren, über 400 wurden Verletzt. Bis zu 150 Menschen werden noch vermisst, allerdings lässt sich eine genaue Vermisstenzahl schwer ermitteln, da sich viele Touristen in der Region aufgehalten haben. In einem eingestürzten Hotel in Amitrace werden noch 70 Menschen vermutet.

Update 25. August 8:30 Uhr:
Einen Tag nach dem schweren Erdbeben ist die Zahl der Todesopfer auf 247 angestiegen. Von ihnen stammen 190 aus Latium und 57 aus Marken. In den Trümmern des eingestürzten Hotel „Roma“ in Amatrice werden noch 10 Personen vermutet, möglicherweise dutzende weitere im Rest der betroffenen Region. 880 Rettungskräfte sind mit 250 Fahrzeugen in der Region im Einsatz. Mindestens 2.500 Menschen sind Obdachlos.

Update 15:52 Uhr
Weiterhin gibt es größere Nachbeben. Heute Mittag wurde eines mit Magnitude 4.3 registriert, das unter anderem in Rom spürbar war. Dieses verursachte auch den Einsturz mehrerer bereits beschädigter Gebäude. Glück hatte dabei ein Team der Feuerwehr. Diese inspizierte gerade ein beschädigtes Wohnhaus, als das Nachbeben auftrat. Ein Teil der Decke stürzte dadurch herab. Die Feuerwehr blieb unverletzt.
Auch im stark verwüsteten Ort Amatrice stürzten Fassaden einzelner Gebäuden ein. Eine Halle, die bisher zur Verteilung von Hilfsgütern verwendet wurde, erlitt Schäden und musste evakuiert werden. Die Rettungsarbeiten werden durch diese neuen Gefahren verlangsamt.
Die Gesamtzahl der Todesopfer wurde am Mittag nach unten korrigiert. So seien mindestens 241 Menschen ums Leben gekommen, während 267 weitere verletzt wurden. Die Suche nach Verschütteten dauert weiter an. Es ist unklar, wie viele Menschen noch unter Trümmern begraben liegen. Einige Experten schätzen, die Opferzahl von L’Aquila-Erdbeben könnte noch übertroffen werden.

Update 26. August, 08:42 Uhr
Ein größeres Nachbeben hat in der Nacht erneut für Unruhe gesorgt. Mit Magnitude 4.8 war es relativ stark, aber mit 11 Kilometern auch deutlich tiefer als vorherige Nachbeben. Das Epizentrum lag ziemlich nah an Amatrice. Es kam dabei erneut zur Zerstörung von bereits beschädigten Gebäuden, darunter auch eine Schule. Meldungen über Verletzte gibt es nicht. Kritisch ist die Lage für die wenigen Menschen, die sich trotz der Lage weigern in Zelten zu schlafen und zurück in ihre (teils beschädigten) Häuser gehen. Grund dafür sind auch Spannungen innerhalb der Notunterkünfte. Viele Betroffene  haben alles verloren und sind entsprechend verzweifelt. Auch gibt es erste Berichte über Plünderungen. So wurde in der Nacht ein 45-jähriger aus Neapel verhaftet, der sich unerlaubt Zutritt in ein verlassenes Haus in Amatrice verschaffen wollte.
Insgesamt gab es in der vergangenen Nacht knapp 100 Nachbeben.
Die Suche nach Überlebenden unter den Trümmern wurde durch das Nachbeben ebenfalls kurzzeitig unterbrochen. Der Zivilschutz aktualisierte am Morgen die Opferzahl auf 267. Davon stammen 207 aus Amatrice, 11 aus Accumoli und 49 aus Arquata del Tronto. Weitere 387 Menschen wurden verletzt. Gleichzeitig wurde mitgeteilt, dass bisher insgesamt 215 Menschen lebend aus den Trümmern geborgen wurden.
Zur Zeit befinden sich 2100 Menschen in den Notunterkünften. Insgesamt wäre Platz für bis zu 3000 Menschen. Um die Opfer und den Wiederaufbau zu unterstützen, plant die Regierung Steuererleichterungen für Personen in betroffenen Gebieten. Davon betroffen sind Landkreise in Marken, Latium, Umbrien und den Abruzzen. Auch Maßnahmen wie eine Spende des Lotto-Jackpots stehen in der Diskussion. Gesichert ist, dass der Wiederaufbau unter strengeren Bauauflagen erfolgen soll, sodass eine Wiederholung dieser Katastrophe verhindert wird.

wird fortgesetzt…

Zusammenfassung:
Hauptbeben, Magnitude 6.0 (Epizentrum in Latium) und Nachbeben bis Magnitude 5.4 (Epizentrum in Umbrien), Erschütterungen bis Neapel und Venedig spürbar
Mindestens 267 Tote
Hunderte Verletzte in Umbrien, Latium und Marken; Einzelne Leichtverletzte in den Abruzzen
In allen vier Provinzen wurden Häuser zerstört. Mehr als 70 Dörfer und Städte sind Betroffen
Blutspenden werden benötigt, um die Verletzten zu versorgen
Starke Nachbeben sind möglich. Verletzte werden aus der betroffenen Region ausgeflogen und in Krankenhäusern in L’Aquila und Rieti behandelt
Fragen und Antworten zum Erdbeben

 

Wichtige Links:
Aktuelle Erdbebenliste INGV
Touristeninfo: Verhalten bei schweren Erdbeben
#Amatrice: Twitter-Feed zur Lage im Katastrophengebiet


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Zeugenmeldungen
Guilanova (Abruzzen)

3:42uhr wachgerüttelt durch starkes wackeln vom Auto und der Alarmanlage

Grottammare (Marken)
Haus hat leicht Gewackelt, autosirenen gingen an

Ostra Mare (Marken)
Bett wurde stark hin- und her geschoben. Lampen schwankten stark hin und her. Poolwasser schwappte stark auf.
Nachbeben: 4:34 leichtes Nachbeben.

Bastia Umbra (Umbrien)
Ca. 3:36 – durch Gerüttel im Bett wach geworden. (Einmaliges Gerüttel ca. 5 sec, dann nichts mehr)

Riccione (Emilia-Romagna)
03:38 leichtes Wackeln im Haus, haben es hauptsächlich in den oberen Stockwerken gespürt

Assisi (Umbrien)
es war sehr heftig und lang. Ein Glas fiel um und der Schirm meiner Schlafzimmerlampe. Einige menschen liefen auf die Strasse andere verließen Assisi mit dem Auto. Aber keine Panik.
Nachbeben:
 soeben war ein nachbeben. Das Haus rüttelte. menschen gehen auf die strassen

Riccione (Emilia-Romagna)
Bett wackelte hin und her…. Bin davon wach geworden ……

Mogliano (Marken)
Durch starkes Wackeln im Bett wachgeworden. Haben die Kinder geweckt und sitzen seitdem alle im Erdgeschoss in der Küche. Besonders im Kinderschlafzimmer fielen Putzstücke von der Decke (1.OG), ein Wasserglas kippte um, im EG hängen Bilder schief. Soeben, 04:39 Uhr wackelte es wieder. Haben nun Jacken, Hosen und Schuhe bei uns und suchen Infos im Internet…

Alba Adriatica (Abruzzen)
Gegen 3:30 Uhr wurde unser Hotel in Alba Adriatica erschüttert. Wir haben das Hotel an der Küste verlassen und einen Hörer gelegenen Zufluchtsort aufgesucht. Hier haben wir mittlerweile zwei Nachbeben erlebt, das letzte circa um 04:47 Uhr!

Castelleone di Suasa (Marken)
Das Hauptbeben dauerte geschätzt 20-30 Sekunden, eher 30. Auch das kurze Nachbeben war hier noch gut spürbar. Das erste Beben war ein mächtiger Stoß. Das Haus schwankte ziemlich. Keine Schäden, auch keine Aktivität oder Panik in der Umgebung.

Rom (Latium)
3.37hstarkes langgezogenrs Beben war zu spueren. Luester hin and her geschwankt Tueren geklappert, Gefuehl beim Stehen wie Wellenbewegung. Lange Dauer. Mehrere Nach been.
4.45 h 2. starkes Been, deutlich spuerbar
5.00 h mehrere kleine Nachbeben

Caorle (Venetien)
Wir sind zu zeit im Urlaub in Caorle
Ich glaube es war nach halb vier wo wir von Erdbeben aufgeweckt geworden sind

Da wir gerade im 5 Stock des Hotels sind ,direkt am Strand hat man schon ein mulmiges gefühl…

Porto Recanti (Marken)
Bin auf einem Campingplatz und wurde gegen 4:30 im Schlafsack wach gerüttelt! Das ganze Zelt hat gewackelt, wie bei einem starken Sturm – nur das der Boden auch mit gewackelt hat.Davor hat die Erde auch schon gebebt, da dachte ich noch, das er ein Traum war..

Colmurano (Marken)
Ca3:35 das Haus hat ca 15 Sekunden gewackelt – Nachbeben ne Stunde später. Warten seitdem sicherheitshalber im Freie .

Riccione (Emilia-Romagna)
Um 3:38 Uhr war ein starkes Schütteln zu spüren, welches uns aus den Betten riss. Insbesondere im 3. Stock unseres Appartements hat man es intensiv gespürt.

Alba Adratica (Abruzzen)
Heute Mittag 13:50 erneut deutlich spürbares Erdbeben in Alba Adriatica. Sind just im Speisesaal gewesen als das Hotel erneut erschüttert wurde!

Rimini (Emilia-Romagna)
Ca 3.30 Uhr am 24.08.16 ca 30 Sekunden hat alles gewackelt. Viele Menschen kamen auf die Balkone.

Francavilla al mare (Abruzzen)
Um 3:43 am 24.10.2016 durch Schwanken und Vibrieren des Hauses geweckt worden. Alarmanlagen der Autos wurden ausgelöst und Hunde fingen an zu bellen. Hat circa 10 Sekunden gedauert.

Vallebona (Ligurien)
4.30 Uhr Ca.
Aufgewacht durch einen Knall, den wir durch den vorherigen Tiefschlaf nicht alle genau realisieren konnten. Zuerst wurde an eine Explosion in der Umgebung geglaubt. Ich habe gedacht, dass es die Balkontür,welche zuvor offen stand und dann zu war,gewesen ist. Andere aus Nebenzimmern mit leichterem Schlaf berichteten von einem lauten Knall und einem hin- und herschenken des Bettes unter ihnen. Im Badezimmer lagen einige Dinge auf dem Boden herum, für die ich zuerst einmal zur Rede gestellt wurde, weil viele Dinge von mir waren.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 3:36 Uhr, Nachbeben: 4:33 Uhr

Magnitude: 6.0, Nachbeben: 5.4

Tiefe: 4 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: ja

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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20 Kommentare

  1. Hallo…auch ich hab eine Frage…wir haben ein Ferienhaus Nähe Perugia gebucht genauer gesagt in Gaglietole…würden heute Nacht fahren….sind uns irgengwie total unsicher….wie ist es vor Ort!
    Danke im voraus
    Herzliche Grüsse Doris

    1. In der Nähe von Perugia gab es nur ganz vereinzelt geringe Schäden. Gaglietole ist 50 Kilometer von nördlichen Rand des Nachbebengebietes entfernt. Nachbeben ab Stärke 4 werden wahrscheinlich spürbar sein aber wohl keine Schäden verursachen.

  2. Hallo,

    Wir wollten eigentlich nächste Woche nach Castelfidardo/Recanati fahren. Kann mir jemand sagen, ob man dort die Nachbeben spürt? Ist ja nur ca. 100 km von Ascoli Piceno entfernt.
    Vielen Dank
    Alex

    1. Hallo Alex.
      Nachbeben ab Magnitude 4 werden dort wahrscheinlich spürbar sein, aber keine Schäden verursachen. Mit dieser Größenordnung muss in den nächsten Wochen auf jeden Fall gerechnet werden. (Was für mich aber kein Grund wäre, den Urlaub abzusagen)

    1. In Rimini ist sicher die größte Bedrohung ein Sonnenbrand. Dort ist man wirklich mehr als genug vom Erdbebengebiet entfernt.

  3. In der unmittelbaren Umgebung des Erdbebens ist mit weiteren auch starken Nachbeben zu rechnen. Die Küsten sind davon aber nicht betroffen, es gibt daher keinen Grund von dort abzureisen.

    Italien ist ein Erdbebenland, alle 2 – 3 Jahre gibt es ein Erdbeben, wenn dann alle nach jedem Erdbeben alle Aktivitäten einstellen würden, wäre die italienische Wirtschaft komplett zerstört.

    Gruß aus Rom

    1. Hallo claudius wie fahren am Sonntag nach rosolina mare Rovigo. Adria Küste. Kann ich da sicher hin hab 4 Kinder im Alter von 11 – 3 Jahre. Was würdest du sagen. Danke im voraus. Claudia

      1. Rosolina Mare ist gut 400 km vom Erdbeben entfernt, dort wirst du vom Erdbeben mit Sicherheit überhaupt nichts mitbekommen. Du kannst also beruhigt fahren. Zum Vergleich, ich wohne etwa 100 km vom Erdbeben entfernt. Auch in meinem Ort gibt es weder Schäden noch sonstige Auswirkungen. Das Leben am Strand geht ganz normal weiter. Es gibt keinen Küstenabschnitt in Italien, den man meiden muss.

  4. Hallo
    Alle die das Erdbeben mit erlebt haben und Verluste hinnehmen mussten, drücken wir unser Mitgefühl aus!
    6,1 ist schon ganz schön heftig.
    Nun unsere Frage: Könnte solche Erdbeben auch auf die Vulkane dort, wie dem Vesuv Auswirkungen haben?
    Antworten bitte auf: michaelbeeck@arcor.de ! Danke!

  5. Alba Adriatica:
    Heute, Mittwoch 24.08.2016, gegen 3h35, sind wir durch heftiges Wanken der Betten aufgewacht. Alarmanlagen von Autos gingen los, Hunde bellen und Menschen liefen aus ihren Häusern.

    1. … wir sind auch in Alba Adriatica! Sind aus Vorsicht, da wir nicht wüssten wo das Epizentrum ist, an einen höher gelegenen Ort gefahren. Werden jetzt wieder ins Hotel fahren. Da das Epizentrum keine 100 km entfernt war, denken wir über eine Heimreise nach!

        1. @elisa – wir sind geblieben! Allerdings sind wir verwundert, dass hier auf den Straßen wenig Anteilnahme mit den Opfern des Erdbebens zu spüren ist. Liegt aber vielleicht daran, dass wir nicht ausreichend italienisch sprechen. Weiterhin laute Musik in den Bars etc.

      1. Hallo Gerd,
        Wie habt ihr euch entschieden und welchen Eindruck vermitteln euch die Einheimischen ?
        Wir wollten in einer Woche nach Giulianova fahren und sind nun unsicher, was wir tun sollen.
        Dank und viele Grüße
        Andrea

        1. Hallo Andrea,
          Giulianova ist von dem Erdbeben kaum betroffen, es war zwar deutlich spürbar, Schäden wurden aber keine gemeldet. Nachbeben können dort spürbar sein, aber auch diese werden in Giulianova nicht zu Schäden führen.

          1. Hallo Lukas,
            Vielen Dank für deine Nachricht.
            Würden wir alleine reisen, würde mir eine Entscheidung leichter fallen.
            Aber wir haben ein Kind von dreieinhalb Jahren.
            Ich frage mich, ob wir das verantworten können und natürlich auch, ob den Italienern überhaupt noch nach Touristen ist.

        2. Hallo Andrea,

          das letzte Nachbeben haben wir just heute 26.08.2016 um ca. 06:20 für ca 6 Sekunden gespürt. Mittlerweile sind wir damit schon ein wenig vertraut! In Italien geht das Leben wie gewohnt weiter. Man wird Euch herzlich in Giulianova empfangen. Die Entscheidung zu Reisen kann Euch niemand abnehmen, aber ich denke die Wahrscheinlickeit in den kommenden Wochen in Giulianova durch ein Erdbeben zu Schaden zu kommen, ist wahrscheinlich so groß wie im übertragenen Sinne einen 6er im Lotto zu haben. Leider müssen wir uns heut zu Tage bewußt darüber sein, dass wir im Moment wohl nirgends auf der Welt mehr wirklich sicher sind! Die Welt ist ein Pulverfass geworden und viel zu viele Idioten halten eine brennende Lunte in der Hand, die jeden Tag herunterfallen kann. Genießt Euren Urlaub und jeden schönen Tag des Lebens. Alles Gute wünscht Euch Gerd, wir bleiben übrigens bis zum Ende des Urlaubs Anfang September! Ciao!

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