Neue Erdbeben am Vulkan Katla

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Update 7. September, 11:34 Uhr
Nachdem die Aktivität in der vergangenen Woche wieder zurückgegangen ist, kam es heute morgen zu einem neuen, größeren Erdbeben. Laut IMO erreichte es Magnitude 3.5. Das Epizentrum des Bebens lag am Ostrand der Katla-Caldera. Es folgten drei kleine Beben unter Magnitude 1 innerhalb von 14 Minuten. Die Herdtiefe der Beben lag bei unter einem Kilometer. Somit ist es wahrscheinlich, dass das neue Beben nicht mit vulkanischer Aktivität zusammenhängt.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 10:58 Uhr

Magnitude: 3.5

Tiefe: 0 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung:

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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Vorherige Meldungen zu diesem Thema:

Originalmeldung vom 29. August (07:28 Uhr)
Island – Ein relativ großes Erdbeben, begleitet von einem Erdbebenschwarm, hat sich in der Nacht zum Montag am isländischen Gletschervulkan Katla ereignet. Wie die Isländische Meteorologiebehörde (IMO) registrierte erreichte das Erdbeben um 1.47 Uhr Ortszeit Magnitude 4.5. Das Epizentrum lag am Nordostrand der vom Gletscher Myrdalsjökull bedeckten Caldera. Diesem Erdbeben gingen zwei Erdbeben mit Magnitude 3.0 und 3.1 um wenige Minuten voraus. Stunden Zuvor ereigneten sich bereits mehrere Beben bis Magnitude 2.5 im Südwesten vom Katla.
Nach dem größeren Beben war die Aktivität gering. Nur 11 Erdbeben, das stärkste mit Magnitude 2.1, wurden registriert.
Zur Ursache des Erdbebens machte die IMO bisher keine Angaben. Der Status des Vulkans bleibt unverändert auf „grün“, was „keine ungewöhnlichen Aktivitäten“ bedeutet.
In den Sommermonaten kommt es, bedingt durch die Gletscherschmelze, in Teilen von Island zu vermehrter Erdbebenaktivität. Zudem kommt es aufgrund der tektonischen Situation auf der Insel auch unabhängig von Vulkanausbrüchen zu größeren Erdbeben.

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Der Gletschervulkan Katla gilt als einer der gefährlichsten in Island, der in seiner Vergangenheit bereits mehrere schwere Ausbrüche erlebt hat. Der letzte erfolgte im Jahr 1918.
Nach dem Ausbruch des Nachbarvulkans Eyjafjallajölull im Jahr 2010 war spekuliert worden, die Eruption könne auch an der Katla das Risiko erhöhen.

Update 19:42 Uhr
Am Tag hat es weitere einzelne Erdbeben in der Katla-Caldera gegeben. Das stärkste erreichte dabei Magnitude 3.2. Weitere Aktivitäten zeigte der Vulkan nicht. Somit gibt es zur Zeit keine Hinweise auf einen bevorstehenden Ausbruch.

Update 30. August, 12:19 Uhr
Die Aktivität am Katla setzt sich auch am Dienstag zweideutig fort. Während die Erdbebenaktivität praktisch auf ein Nullniveau zurück gegangen ist, wurden am Südrand des Myrdalsjökull ein Gletscherlauf (Hochwasser durch Gletscherschmelze) und erhöhte Schwefelgaskonzentrationen . Signale, die auf einen Vulkanausbruch hindeuten könnten. Behörden erklärten jedoch, dass das Schmelzwasser des Gletschers häufig eine hohe Konzentration an Schwefelverbindungen enthält, die dann in die Atmosphäre emittiert werden. Besonders Gletscherwasser, das sich länger unterhalb des Eises in der Vulkancaldera sammelt, ist durch die vulkanischen Gase stark mit Schwefel angereichert. Auch aufgrund der geringen Seismizität gehen Behörden im Moment nicht davon aus, dass ein Ausbruch unmittelbar bevorsteht. Es wurden diesbezüglich keine Warnungen ausgesprochen. Jedoch wird die Situation weiter überwacht. Es sei möglich, dass sich eine Eruption nur kurzfristig ankündige, und entsprechend sei es notwendig, mögliche Vorzeichen frühzeitig zu erkennen. Anwohner sollen sich zudem von den Gletscherläufen fernhalten, da die Gase eine Gesundheitsgefahr darstellen.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 3:47 Uhr

Magnitude: 4.5

Tiefe: 4 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: unbekannt

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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Ein Kommentar

  1. In Juni 2008 haben wir eine Woche in der Nähe von Vik in dieser grandiosen Landschaft unseren Urlaub genossen.
    Jeden morgen sind wir aufgewacht und haben uns zuerst das Katla Massiv angeschaut und den Himmel gedankt, dass der Vulkan noch immer friedlich blieb, obwohl er statistisch gesehen schon damals auf der Aktivliste stand.
    Dieser Urlaub liegt schon wieder 8 Jahre zurück und so lange ist auch Katla schon wieder überfällig.
    Ich erinnere mich das unterirdische Obsrvatorium mit den Seismografen und die Tafel, die uns warnte, dass wir bei einem Ausbruch etwa eine Viertelstunde Zeit hätten für eine Fluchtversuch….

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