Erneut Verletzte bei Erdbeben in Zarand

Iran – Zum zweiten Mal binnen zwei Wochen hat ein moderates Erdbeben die iranische Stadt Zarand getroffen. Erneut kam es dabei zu Gebäudeschäden.
Nach Angaben des iranischen Erdbebendienstes erreichte das Beben Magnitude 4.7. Anders als das Beben vor acht Tagen, das mit Magnitude 4.8 unwesentlich stärker war, lag das Epizentrum diesmal direkt im Stadtzentrum der Großstadt in der Provinz Kerman. An vielen Orten der Stadt brach Panik aus. Rettungskräfte vom Roten Halbmond berichten, dass der Großteil der Bewohner den Abend außerhalb der Häuser verbringt.
Schäden, die durch das erste Erdbeben verursacht worden sind, haben sich nun vergrößert. Einige Häuserwände stürzten ein. Auch ein Kraftwerk in der Stadt erlitt Schäden. Zur Zeit haben Krankenhäuser der Region zehn Verletzte aufgenommen. Zwei von ihren wurden von herabstürzenden Trümmern verletzt. Acht erlitten Blessuren oder Schnittwunden während der Flucht aus den Häusern.
Die Situation wird von den Rettungskräften weiter bewertet. Es gab bereits spürbare Nachbeben.

Am 20. Oktober verursachte das erste Erdbeben in Zarand zahlreiche, aber überwiegend geringe Gebäudeschäden. 24 Menschen wurden dabei verletzt.

In der iranischen Region Kerman kommt es häufig zu Erdbeben. Viele Städte sind in der Nähe großer Störungszonen erbaut. Im Jahr 2003 zerstörte ein Erdbeben der Stärke 6.6 die Stadt Bam im Südosten der Provinz. Dabei kamen über 30.000 Menschen ums Leben.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Anzeige

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 16:02 Uhr

Magnitude: 4.7

Tiefe: 9 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: unwahrscheinlich

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

Wenn Ihnen unsere Webseite gefällt, können Sie diese Arbeit mit einer Spende unterstützen. Weitere Infos dazu.

The following two tabs change content below.
Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.