Niederlande: Zwei Erdbeben nahe Appingedam

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Niederlande – Die Erdbebenaktivität am Erdgasfeld Groningen im Norden der Niederlande ist in den vergangenen Wochen sehr niedrig gewesen. Es wurden keine spürbaren Beben registriert und auch die Zahl der Mikrobeben war sehr gering.
In den letzten Tagen gab es wieder mehr Erdbeben. Dies resultierte im stärksten Erdbeben seit Februar. Betroffen war die Stadt Appingedam, etwa 20 Kilometer westlich vom Emden. Nach Angaben des Meteorologischen Instituts erreichte das Beben um 1:57 Uhr Magnitude 2.2. Minuten zuvor ging ein Beben der Stärke 1.9 voraus. Beide wurden im Westen von Appingedam deutlich verspürt. Schäden wurden bislang noch nicht gemeldet.

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Erst vergangenen Monat wurde bekannt, dass durch die andauernden Erdbeben bereits über 100.000 Gebäude beschädigt wurden. Die Verluste, die sich aus Schadensersatz und Kosten für Gebäudeinspektionen ergaben, sollen mehr als eine Milliarde Euro betragen.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 1. November, 01:57 Uhr

Magnitude: 2.2

Tiefe: 3 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: möglich

Opfer erwartet: nein

Ursprung: induziert (Erdgasförderung)

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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Erdbeben in Groningen sind eine Folge der dortigen Erdgasförderung. In den vergangenen Jahren wurden mehrere teils moderate Erdbeben verzeichnet, die tausende Gebäude leicht beschädigten. Besonders betroffen ist die Region östlich von Groningen. Als Konsequenz wurde im Jahr 2015 eine Reduzierung der Fördermenge veranlasst, die 2016 stufenweise verschärft wird. Seit dem ist die Erdbebenaktivität rückläufig. Spürbare Erdbeben treten dennoch gelegentlich auf.
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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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