Schweres Erdbeben im Süden von Chile – Geringe Schäden

Chile – Vor der Küste von Chile kam es am Sonntagnachmittag zu einem schweren Erdbeben. Nach vorläufigen Angaben des United States Geological Survey errichte das Beben Magnitude 7.7. Das Epizentrum lag vor der Küste der südlichen Regionen Los Lagos und Aisen, rund 250 Kilometer südwestlich der Stadt Puerte Montt. Das Pacific Tsunami Warning Center hat für die Küste von Chile eine Warnung herausgegeben.
Der chilenische Katastrophenschutz (ONEMI) warnt vor gefährlichen Wellen entlang der Küstenlinie von Bio-Bio im Norden bis Aisen im Süden. Evakuierungen der Küstenorte wurden angeordnet.

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Das Erdbeben war in weiten Teilen Chile und in benachbarten Regionen Argentiniens spürbar. Laut ONEMI erreichte das Beben in Puerto Montt Intensität VII. Höhere Werte sind in kleineren Orten möglich. Die Epizentralregion ist sehr dünn besiedelt. Auf der vorgelagerten Insel Grande de Chiloe sind schwere Schäden möglich. Zudem ist die Tsunami-Gefahr dort am größten.

Update 15:54 Uhr
Die Angaben der chilenischen Behörden weichen mit Magnitude 7.6 ein wenig von denen des USGS ab. Dennoch ändert sich an der Gefahr wenig.
Die PAGER-Schätzung des USGS geht von einer hohen Wahrscheinlichkeit aus, dass dieses Erdbeben zu Todesopfern geführt haben. Besonders auf Grande de Chiloe, wo es mehrere kleine Städte gibt, kann es schwere Schäden geben. Das Festland ist wesentlich dünner besiedelt.

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Update 16:08 Uhr
Über Twitter werden erste Fotos von Erdbebenschäden verbreitet. Betroffen ist eine Hauptstraße nahe der Stadt Quellon im Süden der Insel Grande de Chiloe.

Update 16:35 Uhr
In der Stadt Esquel in der angrenzenden argentinischen Region Chubut wurde infolge des Erdbebens eine ältere Person ins Krankenhaus eingeliefert. Die genauen Umstände sind noch nicht bekannt. Schäden wurden bisher nicht gemeldet, die die Polizeibehörde der Stadt auf Twitter mitteilte.

Update 16:37 Uhr
Das USGS hat das Erdbeben nachträglich auf Magnitude 7.6 nach unten korrigiert.
Bisher kam es erst zu wenigen Nachbeben, das stärkste mit Magnitude 4.6. Bei Erdbeben dieser Stärke muss mit Nachbeben bis Magnitude 6.5 gerechnet werden. Diese können auch Wochen nach dem Hauptbeben auftreten.

Update 16:40 Uhr
Rund 4000 Menschen sind in Los Lagos vor einem möglichen Tsunami in Sicherheit gebracht worden. Wie viele Menschen in den Gefahrenbereichen verblieben sind, ist nicht bekannt. Inzwischen sollen die ersten Regionen bereits vom Tsunami getroffen worden sein. Das Pacific Tsunami Warning Center hat seine Warnung aufgehoben, nachdem eine Wellenhöhe von maximal 8 Zentimetern registriert wurden ist.

Update 17:25 Uhr
Auch ONEMI hat inzwischen die Warnungen zurückgestuft. Die Akutwarnung für die Küsten nahe des Epizentrums wurde auf eine Vorwarnung reduziert, was bedeutet, dass Tsunamis bis einem Meter Höhe weiter möglich sind. Diese Vorwarnung gilt ebenfalls für Araucania und Los Rios. Für Bio-Bio wurde diese aufgehoben.

Update 19:41 Uhr
Inzwischen sind alle Tsunami-Warnungen aufgehoben.
Trotz großer Magnitude halten sich die Schäden durch das Erdbeben bisher in Grenzen. Neben den zerstörten Straßen, einer beschädigten Brücken und mehreren Erdrutschen sollen an mehreren Orten einzelne Gebäude eingestürzt sein. Dabei handelt es sich mehrheitlich um Häuser leichter Bauweise. Verletzt wurde dabei niemand.
In Argentinien gibt es bisher keine größeren Schäden. Medien berichten über einzelne kleine Risse in Straßen und Häusern.

wird fortgesetzt…

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 15:22 Uhr

Magnitude: 7.6

Tiefe: 30 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: ja

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: aufgehoben

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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Christian
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Christian

Sehr geringe Intensität an Nachbeben für ein vergleichbar großes Beben.

Nicht das es nur ein Vorbeben für etwas Größeres ist.

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Kein Vergleich zu 2004. Zudem Chile wohl eine der erdbebensichersten Bauweisen hat. Mutter Natur sind religiöse Feste egal, so etwas im indischen oder pazifischen Ozean und wir hätten wieder 1000+x Tote.

Lukas
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Lukas

Im Pazifik und Indik hatten wir dieses Jahr schon so manche Erdbeben dieser Stärke, abgesehen von Ecuador gingen sie glimpflich aus. Selbst das M7,8 in Indonesien, dieses sogar ohne schäden.

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Leser

Richtig, aber die fanden Offshore eher um die Salomonen bzw. Vanuatu statt. Auf den Philippinen oder gar an der Küste Indonesiens, das 7.8 am 2. März war hunderte Kilometer Offshore, würde es anders aussehen. So wurde evt. ein paar Korallen durchgeschüttelt. Was aber die Wahrscheinlichkeit für schwere Erdbeben in besiedelten Küstenregionen erhöht. Ein Erdbeben schließt eine seismische Lücke an der einen Stelle und öffnet gleichzeitig eine an einer anderen Stelle. Siehe die Italien Beben dieses Jahr. Und ob und wie ein gefährlicher Tsunami entsteht, hängt nicht nur von der Stärke des Bebens ab, sondern auch von seiner Bewegung, horizontal zu… Weiterlesen »