Starker Erdbebenschwarm erschüttert Kalifornien und Nevada

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USA – In der Grenzregion von Kalifornien und Nevada hat das United States Geological Survey (USGS) am Mittwoch ein starkes Erdbeben registriert. Nach vorläufigen Angaben erreichte es Magnitude 5.8. Das Epizentrum lag demnach knapp 150 Kilometer südöstlich von Reno zwischen den beiden Seen Mono Lake (CA) und Walter Lake (NV). Die Erschütterungen waren in weiten Teilen beider Staaten zu spüren. Betroffen war unter anderem das kalifornische Längstal mit der Hauptstadt Sacramento.

Die Epizentralregion ist sehr dünn besiedelt. Entsprechend muss nicht mit größeren Schäden gerechnet werden.

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Nevada liegt in einer Region, wo in der Erdkruste starke Dehnungsprozesse stattfinden. Der gesamte Staat ist von größeren Störungen (überwiegend Abschiebungen) durchzogen, an denen es häufig teils schwere Erdbeben gibt, die schwarmartig auftreten können. Durch die niedrige Bevölkerungsdichte kommt es dabei selten zu größeren Katastrophen. Die heutigen Erdbeben gehen auf eine SW-NE verlaufende Blattverschiebung zurück. Nordöstlich vom aktuellen Epizentrum kam es im Dezember 1954 zu zwei schweren Erdbeben über Magnitude 7 an der Dixie Valley Fault Zone.

Update 09:30 Uhr
Ein zweites Erdbeben folgte wenige Minuten später. Nach ersten USGS-Angaben war dieses mit Magnitude 5.7 nur unwesentlich schwächer. Zunächst wurde dieses mit Magnitude 6.1 angegeben. Das Epizentrum ist nahezu identisch mit dem ersten Beben.

Update 09:46 Uhr
Das erste Erdbeben wurde auf Magnitude 5.7 heruntergestuft. Dabei wurde ebenfalls die Tiefe korrigiert, die bei nur 8 Kilometern gelegen haben soll.

Update 10:20 Uhr
Ein drittes Erdbeben wurde vor wenigen Minuten registriert. Nach ersten USGS-Angaben erreichte es Stärke 5.9 und geht vermutlich auf die gleiche Störungszone zurück. Manuelle Auswertungen erfolgen noch, nach denen die Erdbebendaten abweichen können.

Update 10:36 Uhr
Das USGS hat das dritte Erdbeben mit Magnitude 5.6 manuell bestätigt. Die Tiefe der drei Erdbeben variiert von 8 bis 12 Kilometern. Zahlreiche kleinere Erdbeben bis Magnitude 4 wurden zudem registriert. Zeugen aus Kalifornien beschreiben, dass das dritte größere Erdbeben bisher am stärksten verspürt wurde.
Eine USGS-Messtation in den Bergen östlich vom Epizentrum zeigt für alle drei Erdbeben eine hohe Intensität zwischen VII und VIII. Da es in dem Bereich keine Siedlung gibt, ist nicht von Schäden auszugehen. In der nächst gelegenen Stadt Hawthorne war die Intensität geringer (V bis VI). Möglich ist aber ein Einfluss auf die Geothermie-Anlagen, die am vulkanischen Aurora-Crater (letzte Eruption vor 250.000 Jahren) südlich vom Epizentrum errichtet sind.

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt? Falls ja, teilen Sie uns dies bitte über das verlinkte Meldeformular oder per Kommentar mit. Ihre Meldung hilft uns dabei, unsere Berichterstattung und die Auswertung von Erdbeben zu verbessern. Vielen Dank.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 09:18 Uhr

Magnitude: 5.5 bis 5.7

Tiefe: 8 bis 12 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: wahrscheinlich

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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