Todesopfer durch Erdbeben im Süden von Peru

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Peru – In der Region Puno im Süden des Landes hat sich in der Nacht zu Freitag zu einem starken Erdbeben. Der Erdbebendienst in Lima registrierte es mit Magnitude 5.6. Das United States Geological Survey gibt Magnitude 6.2 an. Das Epizentrum lag an der Grenze zur Region Arequipa, etwa 100 Kilometer westlich vom Titicaca-See. Die direkte Epizentralregion ist sehr dünn besiedelt. Auch in den Städten direkt am See waren die Erschütterungen stark spürbar. Der Zivilschutz von Peru berichtet von einigen Schäden infolge des Bebens. Betroffen war vor allem die Provinz Lampa östlich vom Epizentrum.

Dort kam es zu Schäden an mindestens 328 Wohnhäusern. Mindestens acht weitere wurden komplett zerstört. Hinzu kommen Schäden an mehreren öffentlichen Gebäuden und Straßen. Die Auswertung ist, besonders in den abgelegenen Dörfern, weiter im Gange. Bisher gibt es keine Meldungen über mögliche Verletzte. Für die betroffenen Familien wurden Hilfsgüter bereit gestellt.

Es gab bereits einige Nachbeben, das stärkste erreichte Magnitude 4.2.

Update 21:37 Uhr
Das Erdbeben hat mindestens ein Todesopfer gefordert. Wie der Katastrophenschutz am Mittag mitteilte, starb ein 5-jähriger aus dem Distrikt Ocuviri, als das Elternhaus eingestürzt ist. Mindestens 17 weitere Personen wurden verletzt.
Das Erdbeben zerstörte nach aktuellsten Angaben mindestens 64 Gebäude, davon auch ein Wohnhaus in der Region Cuzco. Rund 200 weitere in Puno wurden beschädigt. Zwischenzeitlich sprachen die Behörden von über 90 zerstörten und 800 beschädigten Gebäuden.
In den betroffenen Distrikten wurden Notfalllager eingerichtet. Für Menschen, die ihre Häuser verloren haben, wurden Hilfsgüter bereit gestellt.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 1. Dezember, 23:40 Uhr

Magnitude: 5.6

Tiefe: 11 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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