Erdbebenschwarm am Ätna

Italien – Ein Schwarm mehrerer kleiner bis moderater Erdbeben hat am Montagvormittag die Region um den Vulkan Ätna auf der italienischen Insel Sizilien getroffen. Seit kurz nach 8 Uhr am Morgen registrierte das geophysikalische Institut (INGV) mindestens zwölf Beben über Magnitude 2. Die ersten vier traten binnen 15 Minuten auf und waren mit maximal M2.7 relativ schwach. Es folgte um 9.15 Uhr ein Erdbeben der Stärke 3.2, das in umliegenden Siedlungen deutlich verspürt wurde. Ebenso Beben der Stärke 3.0 und 3.1 um 9.51 Uhr und 10.44 Uhr. Um 10:51 Uhr folgte das bislang größte Erdbeben, das Magnitude 3.5 erreichte. Die Epizentren der Erdbeben lagen am Südwesthang des Vulkans, rund 20 Kilometer von der Hafenstadt Catania entfernt. Die Herdtiefe wird mit 10 bis 20 Kilometern angegeben. Wahrscheinlich gehen die Erdbeben auf magmatische Tätigkeit unterhalb des Vulkans zurück.

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Der Vulkan ist nahezu daueraktiv und zeigte auch in den vergangenen Tagen mehrere kleine Eruptionen. Diese Aktivität ging zuletzt auch mit einigen kleinen Erdbeben rund um den Vulkan einher.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 30. Januar

Magnitude: bis M3.5

Tiefe: 10 bis 20 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: vulkanisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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Erdbeben über Magnitude 3 (Quelle: INGV)

30. Januar, 09:15 UhrMagnitude 3.2
30. Januar, 09:51 UhrMagnitude 3.0
30. Januar, 10:44 UhrMagnitude 3.1
30. Januar, 10:51 UhrMagnitude 3.5
30. Januar, 10:59 UhrMagnitude 3.2

wird ggf. fortgesetzt…

In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.
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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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