Starkes Erdbeben bei Kreta

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Griechenland – Vor der Küste der griechischen Insel Kreta hat sich am Mittwochabend ein starkes Erdbeben ereignet. Wie der griechische Erdbebendienst zunächst angibt, traf das Beben um 19:50 Uhr MEZ dem Osten der Insel und erreichte Magnitude 5.6. Das Epizentrum lag dabei rund 30 Kilometer von der Stadt Sitia entfernt. Die Erschütterungen waren auf der gesamten Insel und auch in umliegenden Regionen deutlich spürbar. Wie Zeugen angeben, reichte das Schüttergebiet bis in Teile der Türkei, Zyperns, Libanon, Israel und in den Norden von Ägypten. Auch auf der Insel Rhodos sowie auf dem griechischen Festland wurde das Beben mit geringer Intensität wahrgenommen. Grund dafür ist die Herdtiefe von 77 Kilometern.

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Mit größeren Schäden infolge des Erdbebens muss nicht gerechnet werden. Da das Beben im Osten von Kreta teils stark zu spüren war, können ältere Gebäude betroffen sein.
Tsunamigefahr besteht nicht.

Zeugenmeldungen
Kairo (Ägypten)
Vor ca fünf Minuten war wieder ein sehr leichtes Erdbeben in Cairo. Nur sehr leicht, also nichts besonderes, also nicht zu vergleichen mit früheren wie 2002 oder gar 1992

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 19:50 Uhr

Magnitude: 5.6

Tiefe: 77 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

Erdbeben im Süden von Griechenland gehen in der Regel auf die Subduktionszone zurück, an der sich die Afrikanische unter die Ägäische Platte schiebt. Vor allem von Kreta bis Rhodos kommt es immer wieder zu teils starken Erdbeben. In den letzten 2000 Jahren haben mehrfach schwere Erdbeben bis Magnitude 8 die Region erschüttert und verheerende Tsunamis ausgelöst, die noch in Ägypten Städte zerstörten.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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Ein Kommentar

  1. Ich wohne in Stalida, ca.30 km östlich von Heraklion und habe nicht die kleinste Erschütterung bemerkt.

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