Italien: Erdbeben bei Terni

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Italien – Westlich des Erdbebengebietes in Mittelitalien, wo noch immer häufige Nachbeben verzeichnet waren, kam es am Donnerstag zu zwei neuen Beben. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Terni in der Region Umbrien, rund 50 Kilometer westlich von Amatrice. Das erste Erdbeben ereignete sich um 10:58 Uhr und erreichte laut INGV Magnitude 3.7. Wenige Stunden später, um 15:14 Uhr, folgte das zweite Beben mit Magnitude 3.5.
Die Erschütterungen des ersten Bebens waren bis nach Perugia, sowie im Norden von Rom zu spüren. Rund um Terni waren diese teils moderat, sodass Menschen aus Angst ihre Häuser verließen. Behörden setzten in vielen Schulen den Unterricht aus, um mögliche Schäden zu identifizieren. Bislang gibt es keine Berichte über mögliche Schäden.
Das zweite Beben war ein wenig schwächer, wurde aber zwischen Perugia und Terni deutlich verspürt. Ungewöhnlich: Mit nur einem kleineren Beben der Stärke 2.0 gab es praktisch keine Nachbebenaktivität.

Es handelt sich bei den neuen Ereignissen nicht um klassische Nachbeben. Dennoch ist ein Zusammenhang mit der Starkbebenserie zwischen L’Aquila und Norcia denkbar.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 10:58 Uhr und 15:14 Uhr

Magnitude: 3.7 und 3.5

Tiefe: 7 bis 9 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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4 Kommentare

  1. Also ich möchte jetzt wirklich nicht „stressen“, zumal es ja momentan andernorts heftig bebt … aber bei Volcanodiscovery war am 3.2. (hatte mich im Datum vertan) ein Beben der Stärke 5.5 vermerkt?!? Und „man“ befürchtet ja in absehbarer Zukunft starke Beben … wie auch immer …
    Beste Grüsse zurück und Danke für den Hinweis Susanne

    1. Bei VolcanoDiscovery werden immer nur die allerersten Veröffentlichungen angezeigt. Dies war eben eine Angabe von M5.5, die aber wenige Minuten später nach manueller Korrektur deutlich nach unten korrigiert wurde. Dass automatische Veröffentlichungen manchmal deutlich von der Realität abweichen, kann passieren. Entsprechend sollte man sich immer direkt bei den Erdbebendiensten informieren, und nicht bei Seiten, die nur den Feed beziehen. Erdbebendienste wären zum Beispiel EMSC, Geofon, USGS oder der italienische INGV.
      Ja, es besteht noch eine recht realistische Chance eines weiteren großen Erdbebens in absehbarer Zeit. Aber wann genau lässt sich nicht vorhersagen. Normale Nachbeben um Magnitude 4 haben auf jeden Fall keinen Einfluss auf Zeitpunkt und Stärke eines zukünftigen Erdbebens.

  2. Hallo Herr Skapski
    DANKE, dass wir uns jeweils auf Ihrer Seite informieren können! Darüber sind wir sehr froh, vor allem, weil wir während der Beben vom August und Oktober in Italien waren (Cupramontana, Marken). Zum Glück haben haben wir unseren Aufenthalt vorzeitig abgebrochen und sind kurz vor dem Beben vom 31.10. nordwärts gefahren. Seither verfolgen wir nun das „Geschehen“ mit gemischten Gefühlen, denn wir würden den Frühling sehr gerne in den Marken verbringen. So möchte ich nun fragen, wie denn die Beben (5.5 und 4.5.) vom 2. Februar einzuordnen sind, ich habe darüber bei Ihnen keine Informationen gefunden.
    Wir freuen uns, von Ihnen zu lesen und senden liebe Grüsse nach Bochum.

    1. Hallo. Vielen Dank.
      Die Erdbeben am 3. Februar hatten Magnitude 4.1 und 4.4 und waren nicht mehr als gewöhnliche Nachbeben, haben keine größeren Auswirkungen gehabt und waren somit nicht von Relevanz. Solche Beben hat es seit August dutzende Male gegeben, somit ist es nicht nötig, jedes einzelne zu erwähnen (zumal zeitlich andere Dinge wichtiger waren).
      Schöne Grüße,
      Jens

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