Chile: Schweres Erdbeben erschüttert Valparaiso

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Chile – Eine seit Sonntag andauernde Erdbebenserie hat in der Nacht zu Dienstag zu einem schweren Erdbeben nahe der Hafenstadt Valparaiso geführt. Das Beben ereignete sich um 23:38 Uhr am Montagabend MESZ rund 30 Kilometer vor der Küste der Region Valparaiso. Das United States Geological Survey gab das Beben zunächst mit 7.1 an, korrigierte später auf 6.9. In Valparaiso und umliegenden Städten war das Erdbeben sehr stark zu spüren. Viele Menschen gingen verängstigt auf die Straßen. Aus Sorge vor einem Tsunami evakuierten einige Anwohner kurzzeitig die Küstenregionen. Ein Tsunami folgte allerdings nicht.
Auch die chilenische Hauptstadt Santiago war vom Erdbeben betroffen. Dort verursachten die Erschütterungen kleinere Schäden an den Bodenfliesen im Flughafengebäude.
Der Katastrophenschutz berichtet, dass es in der Metropolregion und in Valparaiso an vielen Orten zu Stromausfällen gekommen ist, die noch immer andauern. Die großen Städte sind davon nicht betroffen. Aus Sicherheitsgründen stellten Teile des Nahverkehrs temporär den Betrieb ein. Auch eine Raffinerie wurde heruntergefahren. Schulen bleiben geschlossen, um mögliche Schäden an der Bausubstanz feststellen zu können. Größere Gebäudeschäden wurden bislang nicht gemeldet. An mehreren Straßen im gebirgigen Hinterland kam es zu Steinschlägen und kleineren Erdrutschen, wodurch die Fahrbahnen und einige Fahrzeuge beschädigt wurden. Menschen blieben unverletzt.

Dutzende Nachbeben haben die Region in den Folgestunden getroffen, die ähnlich frequent auftreten wie zu Beginn der Serie am Sonntag. Dabei kam es zu zwei starken Erdbeben der Stärke 6.0 und 5.8, die keine Schäden verursacht haben. Das bisher stärkste Nachbeben erreichte laut USGS Magnitude 5.4.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 23:28 Uhr

Magnitude: 6.9

Tiefe: 25 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.


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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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