Erdbebenserie im Süden von Luzon – Update

Share Button

Update 08.04.2017 9:55 Uhr

Nach mehreren Tagen geringerer Aktivität ereignete sich Heute (Samstag) um 9:09 Uhr ein weiteres Starkes Erdbeben. Nach Angaben von PHIVOLCS erreichte es Stärke 6,0. Wenige Minuten zuvor gab es bereits eines der Stärke 5,6. Die Epizentren lagen am gleichen Ort wie die Erdbeben am Dienstag (04.04). Mit weiteren Schäden ist zu rechnen. Infolge des Erdbebens hat ein Erdrutsch eine Straße nahe des Epizentrums verschüttet.

Update 13:30 Uhr:

In der Epizentralregion ist nach dem Erdbeben verbreitet der Strom ausgefallen. Viele Gebäude wurden nach dem Erdbeben evakuiert, darunter Schulen, Krankenhäuser, Universitäten und auch das Gebäude der Stadtverwaltung von Quezon City. Mehrere Gebäude wurden zum Teil schwer beschädigt, darunter sind auch Hotelanlagen nahe des Epizentrums sowie Kirchen, die bei den Erdbeben am Dienstag bereits beschädigt wurden. Hunderte Menschen flüchteten von den Küsten aus Angst vor einem Tsunami. Gefahr vor einem Tsunami besteht allerdings nicht.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Anzeige

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 09:09

Magnitude: 5,9

Tiefe:

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: möglich

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

Wenn Ihnen unsere Webseite gefällt, können Sie diese Arbeit mit einer Spende unterstützen. Weitere Infos dazu.


Originalmeldung vom 04. April 2017

Philippinen – Mehrere moderate bis starke Erdbeben haben in den vergangenen Stunden die philippinische Hauptinsel Luzon im Norden des Archipels getroffen. Die Epizentren lagen nach Angaben der philippinischen Seismologiebehörde (Phivolcs) in der vulkanischen Balayan-Bucht, rund 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. Seit 14:58 Uhr MESZ (20:58 Uhr Ortszeit) wurden automatisch insgesamt 19 Beben (Stand: 18:50 Uhr MESZ) aufgezeichnet. Das erste erreichte laut Phivolcs nach manueller Auswertung Ms 5.5. Vier weitere erreichten Stärken zwischen 4 und 4.9, können aber noch korrigiert werden. Es wurde eine geringe Herdtiefe von ca. 5 Kilometern ermittelt. Das United States Geological Survey gibt mit Magnitude 5.2 für das erste und M5.3 für das fünfte größere um 17:13 Uhr MESZ abweichende Werte an.
In der Epizentralregion gibt es mehrere Städte, in denen die beiden mutmaßlich stärksten Erdbeben deutlich bis stark (Intensität VI) zu spüren waren. Schäden infolge der Beben sind wahrscheinlich. Bisher berichtet sind Auswirkungen auf die Stromversorgung in mehreren Dörfern. In Batangas City, 15 km vom Epizentrum entfernt, wurden Krankenhäuser evakuiert. Die Basilika der Stadt Taal erlitt kleinere Schäden. Mehrere Gemeinden sagten für den 5. April alle Lehrveranstaltungen in Schulen und Universitäten ab, darunter in der Batangas State University, wo es zu kleineren Schäden gekommen ist.
Auch in Manila konnten die Bewohner die Beben deutlich wahrnehmen. Mit Schäden ist hier aber nicht zu rechnen.

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt? Falls ja, teilen Sie uns dies bitte über das verlinkte Meldeformular oder per Kommentar mit. Ihre Meldung hilft uns dabei, unsere Berichterstattung und die Auswertung von Erdbeben zu verbessern. Vielen Dank.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Anzeige

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 4. April, 14:58 Uhr

Magnitude: bis 5.5

Tiefe: ca. 5 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

Wenn Ihnen unsere Webseite gefällt, können Sie diese Arbeit mit einer Spende unterstützen. Weitere Infos dazu.

In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

Beiträge der gleichen Kategorie

Schäden nach Erdbebenserie auf Bali Bali - Während Bewohner und Touristen im Osten von Bali eine Eruption des Vulkans Gunung Agung fürchten, leben Einwohner des Dorfes Tejakula an der No...
Erdbebenserie in Bengkulu Indonesien - Bei einer Erdbebenserie in der indonesischen Provinz Bengkulu sind am Montag (16.) dutzende Gebäude beschädigt worden. Betroffen ist der ...
Erdbebenschwarm auf Lembata Indonesien - Mehrere Erdbeben haben in den vergangenen Tagen die Bewohner der indonesischen Insel Lembata verängstigt und Ängste vor einem Vulkanausbr...
1500 Erdbeben in vier Tagen – Schwere Schäde... Indonesien - Mehr als 600 Erdbeben haben in den letzten 48 Stunden die indonesische Insel Halmahera im Norden des Landes erschüttert. Es handelt sich ...
The following two tabs change content below.

Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)