Schweres Erdbeben im Süden der Philippinen

Philippinen – Zum wiederholten Male hat ein schweres Erdbeben Teile des Inselstaates erschüttert. Diesmal betroffen ist der äußerste Süden des Archipels. Das Beben ereignete sich am späten Freitagabend (28.) MESZ und erreichte nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) Magnitude 6.8. Der philippinische Erdbebendienst Phivolcs, der eine andere Skala verwendet, gibt Magnitude 7.2 an. Das Epizentrum lag übereinstimmend vor der Südküste der Insel Mindanao, rund 60 Kilometer von der Stadt General Santos entfernt. Der Herd des Bebens lag nach unterschiedlichen Angaben zwischen 25 und 70 Kilometern tief.

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Phivolcs hat für die südlichsten Küsten eine vorläufige Tsunami-Warnung herausgegeben. Es sei mit Wellen von bis zu einem Meter Höhe zu rechnen. Betroffen sein können die Küsten der Regionen Cotabato und Davao del Sur, sowie andere Küsten der Celebessee. Bewohner wurden aufgefordert Strände und Küsten zu meiden und ggf. höher gelegene Orte aufzusuchen. Vorläufige Meldungen über Schäden oder Tsunami-Messungen gibt es nicht. Großes Zerstörungspotential hat ein möglicher Tsunami nicht. Eine vom Pacific Tsunami Warning Center ausgegebene Tsunami-Watch vor 0.3 bis 1 Meter hohen Wellen wurde nach kurzer Zeit wieder aufgehoben.

Das Erdbeben selbst war südlich von General Santos und auf vorgelagerten Inseln (Sarangani) teils sehr stark zu spüren. Größere Städte befinden sich in dem betroffenen Gebiet nicht. Dennoch muss in den ländlichen Regionen mit größeren Schäden gerechnet werden. Meldungen zu möglichen Auswirkungen gibt es bislang noch nicht. Die Erschütterungen waren selbst in Teilen der Insel Borneo (Indonesien / Malaysia) zu spüren. Größere Nachbeben wurden bislang nicht registriert.

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Update 8:12 Uhr:
Bei dem Erdbeben wurden mindestens zwei Personen verletzt. Ein Mann wurde von einem herabstürzenden Stein am Kopf getroffen und eine schwangere Frau stürzte. Nach ersten Auswertungen wurden mehrere Gebäude beschädigt darunter auch ein Krankenhaus sowie zwei Regierungsgebäude. Auch die Decke eines Einkaufszentrums stürzte ein. In General Santos stürzte zudem in Wohnhaus ein.

Update 3. Mai
Die Auswirkungen des Erdbebens halten sich in Grenzen, wie aus einem heute veröffentlichten Statusbericht des Katastrophenschutzes hervorgeht. Demnach sind durch das Erdbeben insgesamt 25 Gebäude beschädigt worden, sieben davon vollständig zerstört, darunter auch ein Hafengebäude direkt an der Küste, das wohl einem kleineren Tsunami zum Opfer fiel. Fünf Personen wurden beim Erdbeben verletzt. 15 Personen aus fünf Familien müssen dauerhaft evakuiert werden.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 28. April, 22:23 Uhr

Magnitude: 6.8

Tiefe: 26 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: möglich

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: Cotabato, Davao del Sur, Sarangani (aufgehoben, nur geringe Schäden)

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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