Zwei schwere Erdbeben erschüttert Kanada und Alaska

USA / Kanada – Die Grenzregion von Kanada und dem US-Bundesstaat Alaska wurde am Montag von einem schweren Erdbeben getroffen. Nach ersten Angaben des Seismologischen Netzwerkes Alaska (zum USGS gehörend) erreichte das Beben Magnitude 6.2. Das Epizentrum lag demnach im Grenzbereich der kanadischen Bundesstaaten British Columbia und Yukon, knapp 20 Kilometer von der Grenze zu Alaska entfernt. Der Erdbebenherd lag oberflächennah.
Die Epizentralregion ist nahezu unbesiedelt. Entsprechend ist nicht mit größeren Schäden zu rechnen.

Werbung

In der dem Epizentrum am nächsten gelegenen Stadt Whitehorse (CAN) waren die Erschütterungen stark zu spüren. Nach ersten Berichten von Einwohnern kam es im ganzen Ort zu Stromausfällen.

Ursprung des Erdbebens ist nach ersten Auswertung eine Blattverschiebung (Strike-Slip). Dabei handelt es sich wahrscheinlich um die Denali-Störung, die durch die nördlichen Rocky Mountains verläuft und den Yakutat-Block von der Nordamerikanischen Platte abgrenzt. Diese ist durch das große Denali-Erdbeben (M7.9) im Jahr 2002 bekannt.

Werbung

Update 16:27 Uhr
Knapp zwei Stunden nach dem ersten Beben folgte ein weiteres Hauptbeben, dass nach ersten Angaben Magnitude 6.3 erreichte. Diesem gingen mehrere Nachbeben bis Magnitude 5 voraus. Das Epizentrum lag in der gleichen Region wie zuvor.

Update 3. Mai
Aufgrund der niedrigen Bevölkerungsdichte kam es zu keinen größeren Schäden. Nur in der kanadischen Stadt Whitehorse erlitten insgesamt fünf Gebäude, darunter zwei Schulen, geringe oberflächliche Schäden. Weitere Auswirkungen des Bebens zeigten sich vor allem in Form von Lawinen und Erdrutschen, wovon aber keine Siedlungen betroffen waren. Die Nachbebenaktivität war sehr hoch.

Werbung

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 14:31 Uhr und 16:18 Uhr

Magnitude: 6.2 und 6.3

Tiefe: 12 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: unwahrscheinlich

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Wenn Ihnen unsere Webseite gefällt, können Sie diese Arbeit mit einer Spende unterstützen. Weitere Infos dazu.

In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

Haben Sie ein Erdbeben gespürt? Falls ja, teilen Sie uns dies bitte über das unten stehende Kontaktformular mit. Bitte geben Sie auch Zeitpunkt (Datum, Uhrzeit), sowie wenn möglich Intensität und mögliche Auswirkungen des Erdbebens (Schäden, etc.) an. Um doppelte Veröffentlichungen zu vermeiden, schicken Sie für jedes Erdbeben bitte maximal eine Meldung ab. Vielen Dank.
Ihre Persönlichen Daten werden nicht veröffentlicht.
Siehe auch: Warum sammeln wir Zeugenmeldungen? und: Wann werden Zeugenmeldungen veröffentlicht??

Ihr Name / Nickname*

Ort / Stadt, wo Sie das Erdbeben gespürt haben*

Ihre E-Mailadresse

Adresse, wo sie das Erdbeben verspürt haben

Intensität, EMS 98 geschätzt*

Beschreiben Sie Ihre Wahrnehmungen so ausführlich wie Sie möchten*

Sonstiges

Hinweis: Mit * markierte Felder müssen ausgefüllt werden

The following two tabs change content below.
Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)

Werbung

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte Anmelden um zu kommentieren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei